Lucas Hernández vorm Duell mit der alten Liebe

"Wir wollen gewinnen, gewinnen, gewinnen!", bezeichnet Bayerns Hernández als seinen Leitfaden. Am Mittwoch steht das Duell gegen seinen Ex-Klub an.
| Patrick Strasser
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Lucas Hernández vom FC Bayern.
Lucas Hernández vom FC Bayern. © dpa

München - Alphonso Davies hat die Zeichen der Zeit erkannt, hat verstanden. Also packte er im Training eine Schippe drauf, zeigte sich. Das wollen Trainer sehen - gerade in schwierigen Phasen. "Heute war es wieder sehr gut, er war sehr präsent, das hat mir gut gefallen", lobte Chefcoach Hansi Flick den Kanadier am Dienstag - und gab erstmals zu, der Überflieger der vergangenen Saison habe "vielleicht ein kleines Tief gehabt". Das sei, so Flick, "auch ein Stück weit normal bei einem so jungen Spieler, nach solch einer starken Saison".

Der 19-Jährige hat seinen Stammplatz als Linksverteidiger verloren, aber nicht seine Relevanz für die Mannschaft. "Mit seiner Schnelligkeit und Dynamik ist Alphonso ein wichtiger Faktor. Daher ist es wichtig, dass er wieder in die Spur kommt. Dafür bekommt er von uns jede Unterstützung", sagte Flick. Zum Champions-League-Auftakt gegen Atlético Madrid jedoch wird Lucas Hernández links hinten in der Viererkette auflaufen. Wie bereits in fünf von sieben Pflichtspielen dieser Saison. Als der 24-Jährige in Hoffenheim geschont wurde, setzte es die einzige Niederlage des Jahres (1:4), bei der Davies in einigen Situationen nicht gut aussah.

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Hernández: "2018 ist das beste Jahr meines Lebens"

Überfordert. Überspielt. Eine Leistungsdelle. Der Trend "is not Phonzy's friend" aktuell. "Lucas kann innen und außen spielen, er sieht sich eher als Innenverteidiger", erklärte Flick die Flexibilität des Franzosen: "Er macht das als Außenverteidiger im Moment sehr gut, ich bin sehr zufrieden. Er bringt eine gewisse Qualität gegen den Ball in das Spiel." Gegen seinen Ex-Verein Atlético, der 2019 die Bundesliga-Rekordablösesumme von 80 Millionen erhielt, ist Hernández besonders motiviert wie er am Dienstag an der Säbener Straße erzählte. "Natürlich habe ich eine große Verbindung zu Atlético, der Verein hat mir alles gegeben. Ich bereue den Wechsel nicht, ich bin nun bei einem großen Klub." Geboren in Marseille, aufgewachsen in Madrid - bei seiner Mutter Py Laurence.

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Das Verhältnis zum Vater gilt als zerrüttet. Jean-François Hernández, ebenfalls Abwehrspieler, ebenfalls unter anderem für Atlético, verließ die Familie, als Lucas fünf war. "Er hat uns im Stich gelassen, als ich klein war. Ich wollte vor allem meine Mutter glücklich machen, die so viel für meinen Bruder und mich gegeben und investiert hat." Sein jüngerer Bruder Theo (23) spielt seit 2019 beim AC Mailand.

Mit der Équipe Tricolore wurde er 2018 in Russland Weltmeister. Kurz danach brachte Freundin Amelia das erste gemeinsame Kind zur Welt, Sohn Martin. "2018 ist das beste Jahr meines Lebens, ohne Zweifel", so Hernández.

Neustart in 2020: "Die letzte Saison war schwierig"

2020 soll das zweitbeste werden. Beim Champions-League-Triumph war er außen vor, kam in den drei Partien des Finalturniers von Lissabon lediglich sieben Minuten zum Einsatz. Was ihm jedoch in der Mannschaft viel Respekt und Ansehen verschaffte: Den Titelgewinn feierte er wie schon die Meisterschaft und DFB-Pokalsieg so intensiv als sei er unangefochtener Stammspieler.

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Nun also der Neustart. "Die letzte Saison war schwierig, auch aufgrund vieler Verletzungen", sagte Hernández. Trotz des Vertrages bis 2024 poppten Wechselgedanken auf. "Diese Saison hat gut begonnen. Ich versuche, mich einzubringen, und will beweisen, was ich kann. Das ist die Einstellung, die ich immer habe." Sein bereits adaptierter Leitfaden: "Die typisch deutsche Mentalität: Wir wollen gewinnen, gewinnen, gewinnen!"

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