"Keine Eier": BVB-Kapitän Marco Reus kritisiert Schiedsrichter nach Pleite

Dortmund-Kapitän Marco Reus hadert nach der Niederlage gegen den FC Bayern. Vor allem mit einer Entscheidung des Schiedsrichters ist er nicht zufrieden – und findet deutliche Worte.
| AZ/SID/dpa
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Mächtig angefressen: BVB-Kapitän Marco Reus.
Mächtig angefressen: BVB-Kapitän Marco Reus. © Günther Schiffmann/AFP-POOL/dpa

München - Mit heftiger Schiedsrichter-Schelte hat Borussia Dortmunds Kapitän Marco Reus nach dem 2:4 im Topspiel beim FC Bayern für Wirbel gesorgt.

Der Fußball-Nationalspieler unterstellte Referee Marco Fritz wegen eines unterbliebenen Einschreitens vor dem 2:3, die Münchner bevorteilt zu haben. "Ich sage ihnen ganz ehrlich: Wenn dieses Foul bei Bayern gewesen wäre, hätte er es hundertprozentig gepfiffen. Das ist einfach so", sagte Reus nach Ansicht der TV-Bilder bei "Sky".

Foul oder kein Foul? Leroy Sané (l.) im Zweikampf mit Emre Can.
Foul oder kein Foul? Leroy Sané (l.) im Zweikampf mit Emre Can. © firo/Augenklick

Reus: "Bei Bayern wäre es gepfiffen worden"

Nach Meinung des 31-Jährigen hatte Bayern-Profi Leroy Sané BVB-Verteidiger Emre Can kurz vor dem Treffer von Leon Goretzka in der 88. Minute regelwidrig attackiert. "Ein ganz klares Foulspiel. Zumindest sah es von der Bank so aus", sagte Reus, der bereits ausgewechselt worden war. "Ich will nicht sagen, dass sie einen Bonus haben. Aber bei Bayern wäre es gepfiffen worden", fügte Reus hinzu. Im ZDF wurde Reus später sogar noch deutlicher: "Für mich hat der Schiri keine Eier gehabt, da zu pfeifen", sagte der BVB-Kapitän über Fritz.

Auch Dortmunds Trainer Edin Terzic erweckte den Eindruck, die Bayern würden von den Unparteiischen grundsätzlich bevorzugt. "Es ist ärgerlich, dass auf der anderen Seite einige Dinge gegen uns gepfiffen wurden, die ähnlich waren", sagte er. Die Szene mit Sané und Can sei "einer der Gründe" dafür gewesen, "warum wir mit null Punkten nach Hause fliegen müssen", behauptete er.

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Can: "Kann er pfeifen, muss er aber nicht"

Goretzkas Tor drehte die Partie spät zugunsten der Bayern, nachdem die Dortmunder bereits nach neun Minuten 2:0 geführt hatten. Bayerns Thomas Müller widersprach bei "Sky" der Meinung von Reus. "Es gehen beide mit dem Körper zum Ball", sagte Müller. In einem Spiel voller intensiver Zweikämpfe müsse so etwas nicht abgepfiffen werden. "Natürlich ist danach das Tor gefallen, aber es hatte keinen direkten Einfluss. Auch wenn es für die anderen, neutralen Fans schwer zu glauben ist, hätte ich das gegen uns auch nicht als Foul gesehen", sagte der 31-Jährige.

Und auch Can selbst wollte seinem Teamkollegen Reus in dieser Sache nicht zwingend Recht geben. "Kann er pfeifen, muss er aber nicht", sagte Can. Dennoch äußerte auch der 27-Jährige Kritik an Schiedsrichter Fritz. "Ich finde aber generell, der Schiedsrichter hat zu viel auf Zuruf gepfiffen. Bei 50:50-Entscheidungen haben wir glaube ich kein Foul für uns bekommen", sagte Can.

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