Jüngster Debütant aller Zeiten: Bright Arrey-Mbi ist das neue "Biest" beim FC Bayern

Bright Arrey-Mbi wird mit seinem ersten Profi-Einsatz zum jüngsten Debütant in der Champions-League-Geschichte des FC Bayern. Trainer Hansi Flick zeigt sich im Anschluss zufrieden mit dem Auftritt des 17-Jährigen, der auf ungewohnter Position ran musste.
| Bernhard Lackner
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Bright Arrey-Mbi feierte gegen Atlético Madrid sein Debüt.
Bright Arrey-Mbi feierte gegen Atlético Madrid sein Debüt. © Bernat Armangue/dpa

München/Madrid - Hansi Flick wird seinem Ruf als Nachwuchsförderer weiterhin mit aller Konsequenz gerecht. Erst Anfang November machte der Coach Top-Talent Jamal Musiala mit seinem Einsatz gegen RB Salzburg zum jüngsten Debütanten in der Champions-League-Geschichte des FC Bayern. Nun, nur vier Wochen später, gibt es einen neuen Rekordhalter: Bright Arrey-Mbi.

Beim sportlich irrelevanten Auswärtsspiel gegen Atlético Madrid (1:1) - die Bayern stehen seit dem 3:1-Sieg gegen RB Salzburg in der vergangenen Woche bereits als Gruppensieger fest - feierte der Abwehrspieler im Alter von 17 Jahren und 250 Tagen sein Startelf-Debüt in der Königsklasse und war damit sogar noch einen Tag jünger als Teamkollege Musiala.

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Bright Arrey-Mbi mit ordentlichem Champions-League-Debüt

"Er ist ein physisch starker Spieler und hat eine gute Geschwindigkeit", meinte Trainer Hansi Flick vor der Partie bei den Rojiblancos im Interview bei "Sky" über Arrey-Mbi, der beim System-Experiment mit Fünferkette den linken Flügel beackerte. Insgesamt hinterließ der gelernte Innenverteidiger auf ungewohnter Position einen ordentlichen Eindruck (AZ-Note 3), wenngleich das Gegentor zum zwischenzeitlichen 0:1 durch Joao Felix über seine Seite eingeleitet wurde.

"Wir haben eine Fünferkette gespielt und Bright ist normalerweise ein gelernter Innenverteidiger. Deswegen hat er die Aufgaben, die wir ihm gegeben haben, auch erfüllt. Und damit waren wir am Ende dann doch zufrieden", resümierte Trainer Flick nach der Partie.

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Kimmich über Arrey-Mbi: "Bright ist schon ein Biest"

Arrey-Mbi gilt neben Tanguy Nianzou, der vor der Saison ablösefrei von Paris Saint-Germain kam und mangels Spielberechtigung am Dienstagabend nicht zum Einsatz kam, als größtes Defensivtalent beim FC Bayern. Der 17-Jährige wechselte im Sommer vergangenen Jahres zusammen mit Jamal Musiala vom FC Chelsea zum Campus des Rekordmeisters und wusste bereits in seiner Debütsaison für die U19 zu überzeugen.

Für seine starken Leistungen wurde er im Januar mit einer Nominierung für das Wintertrainingslager der Profis belohnt, wo der damals noch 16-Jährige sofort einen bleibenden Eindruck hinterließ. "Bright ist schon ein Biest", konstatierte Joshua Kimmich seinerzeit: "Da merkt man schon, dass er den einen oder anderen Muskel am Körper hat."

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Bright Arrey-Mbi bislang mit einer unglücklichen Saison

Seit dieser Spielzeit zählt der 1,87 Meter große Deutsch-Engländer zum Kader der U23, seine ersten Monate auf Herren-Niveau verliefen allerdings einigermaßen unglücklich. Gleich bei seinem Debüt gegen Türkgücü (1:1) erwischte Arrey-Mbi einen gebrauchten Tag und wurde als Linksverteidiger vom überragenden Sercan Sararer mehrmals schwindelig gespielt, kurz darauf setzte ihn ein Muskelfaserriss für mehrere Wochen außer Gefecht. Nach seiner Rückkehr vor knapp zwei Wochen stand er direkt wieder in der Startelf, flog bei der 0:3-Niederlage in Lübeck allerdings schon nach 31 Minuten mit Gelb-Rot vom Platz.

Bei den Bayern weiß man um derlei Schwankungen, im Sinne der Talententwicklung werden sie bewusst in Kauf genommen. "Das gehört dazu. Unsere Aufgabe ist, dass die Spieler aus solchen Fehlern die richtigen Schlüsse ziehen und dass wir ihnen Hinweise geben, wie sie solche Situationen künftig besser lösen können", erklärte U23-Trainer Holger Seitz nach Arrey-Mbis Platzverweis in Lübeck. Der 17-Jährige scheint schnell gelernt zu haben, das hat sich am Dienstagabend gezeigt.

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