Gewinner Klose, Verlierer Gomez

Warum van Gaal jubeln kann, während  Jonker sich ärgert:  AZ-Reporter Strasser zieht seine (nicht ganz ernst gemeinte) Bilanz
| Patrick Strasser
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München -  Das letzte Spiel, die letzte Reise. Man wollte die Profis des FC Bayern nicht quälen, als vor ein paar Wochen bekannt wurde, dass es von Dienstag an für 48 Stunden nach St. Petersburg geht – an den Ort, der für die Europa League steht wie kein anderer. 0:4 verlor man dort im Mai 2008. Aber als kleine Drohung taugte es schon, die Profis erreichten ja noch Platz drei.

Zeit, vor dem Privatspiel für Sponsor Audi am Mittwoch (ab 18 Uhr, live bei Sport1) gegen Zenit St. Petersburg Bilanz zu ziehen – nach einer Saison, in der die Bayern doch einen Titel gewonnen haben: den Supercup! Gegen Schalke! Gegen Magath! Und das mit van Gaal! Damit „ging doch die ganze Sch... los”. Es war Präsident Uli Hoeneß, der das Zitat der Saison gewann, auch hier stach er van Gaal aus.

Wer glaubt, dies war bierernst gemeint, hat die folgende Gewinner- und Verlierer-Liste der AZ nicht gelesen. Viel Vergnügen – alles Spaß.

DIE GEWINNER

Thomas Kraft: Durfte dank van Gaals Silvesterraketen-Idee Bundesliga spielen und nun zu Aufsteiger Hertha BSC. Die Chip-Pässe und seine Rottweiler nimmt er mit.

Miroslav Klose: Durfte sich stets für die Nationalelf schonen, wo er ja heimlich exklusiv unter Vertrag steht. Arbeitet Jahr für Jahr daran, dass ihn die Verteidiger bei einem Turnier unterschätzen.

Die Abwehr: Mit Nonchalance und Coolness warteten van Buyten & Co. ab, wie die Dortmunder am letzten Spieltag den ewigen Gegentorrekord um einen Treffer verkloppten. Die 21 aus der Saison 2007/08 steht. Man stelle sich vor, was Oliver Kahn mit den Jungs gemacht hätte...

Louis van Gaal: Nach einem Unentschieden entlassen – das hatten nicht mal Jürgen Klinsmann oder Otto Rehhagel vollbracht. Konnte so den gesamten Frühling mit seiner Frau Truus im Feriendomizil an der Algarve verbringen.

Luiz Gustavo: Kam im Winter aus Hoffenheim, hat eine Klausel im Vertrag, nach der er dreifaches Gehalt kassiert – für alle drei Positionen. Wird von Heynckes noch zum Mittelstürmer ausgebildet.

Bastian Schweinsteiger: Er stellte klar und deutlich fest, dass er „kein Chefchen” ist. Endlich ist er den Beinamen Schweini los.

DIE VERLIERER

Mario Gomez: Wie dumm! 28 Treffer! Torschützenkönig! Und nun? Wie soll er das 2011/12 bestätigen? Bayern hat sofort reagiert, aus Cottbus kommt ein gewisser Petersen, der Zweitliga-Schützenkönig. Er kann sich steigern.

Andries Jonker: Holte aus den letzten fünf Spielen 13 Punkte, die Rolle als Chef liegt ihm offenbar mehr. Als Co-Trainer verschenkt. Daher belohnen ihn die Bayern, er wird Chef bei der Viertliga-Truppe.

Mia san Mia: Das ur-bayerische Motto der Bayern wurde 2011 offiziell umgetauft und personifiziert. Es heißt jetzt: Mia san Uli. Oder anders: Jeder ist Hoeneß.

Jörg Butt: Wollte seine Karriere beenden, erhielt volle Unterstützung von Louis van Gaal – bis Hoeneß & Co. ihn aus dem Vorruhestand holten. Zur Strafe muss der 37-Jährige nun Manuel Neuer für ein Jahr an die Hand nehmen.

Philipp Lahm: Nie verletzt! Nie krank! Hat jedes Spiel der Saison gemacht, zuletzt 109 Pflichtspiele in Folge. Sollte sich mal ausrechnen, wie niedrig nun sein Grundgehalt pro Spiel ist. Fahrlässig!

Mark van Bommel: Flüchtete im Januar vor Feierbiest van Gaal und wurde nun mit dem AC Milan italienischer Meister. Dort verlor er die Grätschenhoheit (Gattuso!), die Platzverweis-Statistik (Cassano!) und die Feier-Wertung – siehe Kevin-Prince Boateng und seinen Titel-Moonwalk.
 

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