Gegen Piräus: Pep Guardiola wirft die Rotation an

Bayern-Trainer Guardiola lässt gegen Piräus wieder rotieren – auch, weil Alaba wohl ausfällt. „Wenn ein Spieler auf der Bank sitzt, bedeutet das nicht, dass ich ihn nicht liebe“, sagt er. Lahm rechnet mit Ärger
| Patrick Strasser
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Pep Guardiola, der Trainer des FC Bayern München.
firo/Sebastian El-Saqqa Pep Guardiola, der Trainer des FC Bayern München.

Bayern-Trainer Guardiola lässt gegen Piräus wieder rotieren – auch, weil Alaba wohl ausfällt. „Wenn ein Spieler auf der Bank sitzt, bedeutet das nicht, dass ich ihn nicht liebe“, sagt er. Lahm rechnet mit Ärger.

München - Pep Guardiola wird es wieder tun, wieder einmal die Startelf ändern. Diesmal zwangsläufig. David Alaba konnte am Montagnachmittag nicht am Abschlusstraining vor dem Champions-League-Gruppenspiel gegen Olympiakos Piräus teilnehmen. Der Österreicher erlitt nach einem Foul von Bayern-Leihgabe Pierre-Emile Höjbjerg beim 3:1 in Gelsenkirchen eine Kapselverletzung im linken Sprunggelenk. Ob Alaba dabei sein kann, entscheidet sich erst am Spieltag. Tendenz: eher nicht. Rafinha dürfte Alaba als Linksverteidiger ersetzen.

 

Rotation in den letzten 97 Spielen

 

Also ändert Guardiola seine Startelf. Mario Götze, Franck Ribéry, Juan Bernat und Thiago fallen sicher aus. Kingsley Coman und Jérôme Boateng werden gegen die Griechen zurück in der Anfangself erwartet. Der stetige Wandel und Wechsel – der ganz normale Wahnsinn im Kosmos Pep Guardiola. Denn: In 127 von 128 Spielen veränderte der Spanier seine Startelf im Vergleich zum vorherigen Spiel, in den letzten 97 Partien sogar in Folge. Die Sensation im Rückblick: Lediglich beim Auswärtsspiel in Stuttgart gegen den VfB im Januar 2014 nominierte Guardiola dieselbe Elf wie zuvor in Mönchengladbach. Die Spieler müssen ziemlich irritiert gewesen sein.

Lesen Sie hier: Lahm - Nach Pep

 

Klarer Kopf und Bank-Harmonie

 

Die Gründe für die Dauer-Rotation sind klar: Einerseits Kopf und Körper der viel belasteten Spieler schonen, andererseits für Harmonie bei den Reservisten sorgen, also insgesamt für Harmonie im Kader. „Alle meine Spieler trainieren Wahnsinn, sie verdienen, zu spielen. Wenn ein Spieler dann auf der Bank sitzt, dann bedeutet das nicht, dass ich ihn nicht liebe“, sagte Guardiola am Montag. Er habe nur einfach „keine Zeit“, seine Entscheidungen jedes Mal zu erklären, es würde ihm „30 bis 45 Minuten meines Lebens“ kosten. Aber: „Wenn die Spieler das wollen: Klar, dann bin ich da. Kein Problem.“

 

"Es kann sicher Ärger geben"

 

Ob er am Dienstag mit Holger Badstuber reden muss? Der Innenverteidiger hatte vor zweieinhalb Wochen sein Comeback gefeiert, ist aber momentan nur die Nummer vier auf seiner Position. „Ich bin bereit“, sagt der 26-Jährige, der weiß, wann der Konkurrenzkampf wirklich interessant wird: „Nächstes Jahr in den K.o.-Runden der Champions League, wenn die Spiele eng sind.“ Kapitän Philipp Lahm kann sich im „kicker“ vorstellen, dass es Stunk geben könnte, wenn Superstars auf die Bank müssen: „Es kann sicher Ärger geben. Aber wir sagen doch vor jeder Saison, dass der Kader besser wurde.“

Lesen Sie hier: So könnten die Bayern gegen Piräus spielen

Sicherer werden soll die Lage gegen Piräus jedenfalls. Über 500 Beamte werden im Einsatz sein. Die Polizei appelliert , auf Pyrotechnik zu verzichten. Man fürchtet, dass es zu einer Panik im Stadion kommen könnte, falls Feuerwerk gezündet wird. Auch die Einlasskontrollen werden verschärft. Dadurch könnte es zu erheblichen Verzögerungen kommen. Wer rechtzeitig auf seinem Platz sitzen will, sollte daher mindestens zwei Stunden vor Anpfiff zum Stadion kommen.  

 

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