Frankreich blamiert sich bei der EM: Auch die Bayern-Stars bleiben blass

Frankreich verliert sensationell im Elfmeterschießen gegen die Schweiz und verabschiedet sich schon im Achtelfinale aus der EM. Die vier Bayern-Stars im Kader des Weltmeisters spielen ein schwaches Turnier.
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Bayerns Franzosen Corentin Tolisso, Kingsley Coman und Lucas Hernández (v.l.).
Bayerns Franzosen Corentin Tolisso, Kingsley Coman und Lucas Hernández (v.l.). © IMAGO / PanoramiC

Bukarest - Es war die größte Überraschung der bisherigen Europameisterschaft: Weltmeister Frankreich - vor dem Turnier von vielen als Top-Favorit gehandelt - scheidet bereits im Achtelfinale nach Elfmeterschießen sensationell gegen die Schweiz aus!

Wie schon in den Vorrundenspielen lieferte der amtierende Weltmeister auch gegen die Eidgenossen eine biedere Vorstellung und verließ sich einmal mehr auf seine enorme individuelle Qualität in der Offensive. Umso ironischer, dass ausgerechnet Superstar Kylian Mbappé den entscheidenden Elfmeter verschoss.

Ohnehin blieb die Equipe Tricolore weit hinter den Erwartungen zurück - am Ende steht lediglich ein Sieg aus vier Partien (1:0 gegen Deutschland). Daran konnten auch die vier Bayern-Stars im Kader des Weltmeisters nichts ändern, denn auch die spielten insgesamt ein unglückliches Turnier.

Lucas Hernández einmal mehr verletzt

Dabei sah der Start in die EM eigentlich vielversprechend aus: Beim 1:0-Sieg über die deutsche Nationalmannschaft sorgte Lucas Hernández, der ebenso wie Benjamin Pavard in der Startelf stand, mit einer scharfen Hereingabe für das entscheidende Eigentor von Mats Hummels. Viel mehr sollte allerdings nicht kommen vom Rekordtransfer der Bayern. Auch verletzungsbedingt stand er in den drei folgenden Partien nur 45 Minuten auf dem Platz, beim Aus gegen die Schweiz kam er nicht mehr zum Einsatz.

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Ganz anders als Benjamin Pavard, der abgesehen vom letzten Gruppenspiel gegen Portugal jede Partie durchgespielt hat. Gegen die Schweiz wurde der gelernte Innenverteidiger von Didier Deschamps, der sein Team gegen die Eidgenossen mit einer Fünferkette aufs Feld schickte, im rechten Mittelfeld aufgeboten. Pavard fremdelte merklich mit der neuen Position, im zweiten Durchgang verursachte er mit einer völlig unüberlegten Grätsche gegen Steven Zuber einen klaren Elfmeter.

Auch Coman und Tolisso wissen nicht zu überzeugen

Deutlich weniger Spielzeit erhielt Corentin Tolisso, der bei den Bayern als Verkaufskandidat gilt und sich bei der EM eigentlich ins Schaufenster spielen sollte. Gegen das gesetzte Mittelfeld-Duo Paul Pogba und N'Golo Kanté konnte sich Tolisso allerdings nicht durchsetzen. Insgesamt kam er in den vier Partien auf gerade einmal 81 Minuten, einen bleibenden Eindruck konnte er nicht hinterlassen.

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Selbiges gilt für Flügelflitzer Kingsley Coman, der zuletzt mit seinen Gehaltsforderungen im Vertrags-Poker mit den Bayern für Schlagzeilen sorgte. Sportlich konnte er seine Forderungen bei der EM aber nicht untermauern: Das Auftaktspiel gegen Deutschland verfolgte der 25-Jährige über 90 Minuten von der Bank aus, die zweite Partie verpasste er weil er zur Geburt seines Kindes abgereist war.

Nach einem Kurzeinsatz gegen Portugal wurde er am Montagabend gegen die Schweiz eingewechselt und schoss seine Mannschaft praktisch mit dem Schlusspfiff beinahe ins Viertelfinale, scheiterte allerdings an der Latte. In der folgenden Verlängerung wurde er aufgrund von Oberschenkelproblemen vorzeitig ausgewechselt und bekam sich dabei auch noch mit Trainer Didier Deschamps in die Haare. Ob es sich um eine längerfristige Verletzung handelt, ist noch unklar.

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