FC Bayern vor dem Topspiel gegen Dortmund: Jude Bellingham und Jamal Musiala – Leader gegen Fummler

Jude Bellingham gegen Jamal Musiala: Dieses Duell steht beim Clásico besonders im Fokus. "Beide haben einen sehr hohen Stellenwert."
| Patrick Strasser
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Gerade mal 19 Jahre alt und schon unverzichtbar: Jude Bellingham und Jamal Musiala.
Gerade mal 19 Jahre alt und schon unverzichtbar: Jude Bellingham und Jamal Musiala. © IMAGO / Sven Simon

München - Hello again – so schnell sieht man sich wieder. Zwölf Tage nach dem Duell in Wembley treffen die beiden Buddys schon wieder beim nächsten Klassiker aufeinander. Am 26. September gab es in der Nations League ein 3:3 zwischen England und der DFB-Nationalelf, zwischen Jude Bellingham und Jamal Musiala.

Am Samstag (18.30 Uhr, Sky und im AZ-Liveticker) stehen sie sich im Bundesliga-Clásico Borussia Dortmund gegen den FC Bayern im Signal-Iduna-Park gegenüber Nicht als Randfiguren, wie man bei zwei 19-Jährigen meinen könnte, sondern als absolut prägende Stützen ihrer Vereine.

Hier der eher defensiv orientierte Spielmacher Bellingham mit dem Auge und Auftreten eines Routiniers, dort der dribbelstarke Offensiv-Allrounder Musiala mit den Bewegungen einer Schlange und der Anmutung eines jungen Lionel Messi.

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Was verbindet, was trennt die beiden Freunde – und wie lange sind ihre fußballerischen Künste noch in der Bundesliga zu bestaunen. Die AZ liefert Aufklärung:

Der Werdegang

Bellingham, geboren im englischen Stourbridge, wechselte 2020 für 25 Millionen Euro Ablöse von Birmingham City (dort ist er mit 16 Jahren und 63 Tagen der jüngste Torschütze der Vereinsgeschichte) zum BVB – viel Geld für einen 17-Jährigen, aus heutiger Sicht geradezu ein Schnäppchen. Musiala, gebürtiger Stuttgarter und teils in England aufgewachsen, wurde im Juli 2019 als 16-Jähriger aus der Akademie des FC Chelsea nach München geholt – für 200.000 Euro Ablöse. Was für ein Coup der Scouting-Abteilung des Rekordmeisters!

Die Stärken

Beide zeichnet ihre hohe Intelligenz und das Spielverständnis aus. Verkürzt gesagt: Bellingham ist ein Leader, Musiala ein Fummler – sie gehen auf ihre Art voran, gewinnen Spiele. "Beide haben in ihren Teams einen sehr hohen Stellenwert", sagte Bayern-Trainer Julian Nagelsmann am Freitag, "ich gehe bei beiden davon aus, dass es die tragende Rolle über die gesamte Saison bleiben wird. Wir können genießen, dass solche Top-Talente in der Bundesliga spielen.“ Top-Talente, die bereits Weltklasse-Niveau haben.

Die Schwächen: Wenn überhaupt: Bei Bellingham das manchmal aufbrausende Temperament – etwa als er Schiedsrichter Felix Zwayer beim letzten Duell zwischen Dortmund und Bayern in einem Interview nach dem Spiel massiv angegriffen und diskreditiert hatte. Bei Musiala? Höchstens das Kopfballspiel. Was beiden sonst fehlt: Erfahrung. Kommt. . . 

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Ihr Standing

Laut "transfermarkt.de" hat Bellingham einen mit 90 Millionen Euro um zehn Millionen höheren Marktwert als Musiala – obwohl dessen Summe mit jedem Tor, mit jeder Vorlage, mit jedem Dribbling steigt. Beide haben 17 Länderspiele gemacht, Musiala gelang dabei ein Tor. Bellingham ist bereits dritter Kapitän hinter Marco Reus und Mats Hummels, führte den BVB am Mittwoch zum 4:1-Erfolg beim FC Sevilla. Musiala dagegen, Spitzname "Bambi", ist eher zurückhaltend, klettert in der Hierarchie durch Leistung. Auffällig ist, dass er in letzter Zeit vermehrt Interviews gibt, sich medial freischwimmt.

Die Perspektive

Der BVB-Brite, bis 2025 vertraglich gebunden, könnte seine letzte Saison im Ruhrpott spielen, Interessenten wie der FC Chelsea und Manchester City werden sich kommenden Sommer mit Ablöse- und Gehaltsangeboten ins Zeug legen. Musiala hat einen Vertrag bis 2026, gilt in München als unverkäuflich. Kein Wunder, denn 50 Ligaspiele absolvierte noch kein Bayern-Profi in einem jüngeren Alter und 15 Liga-Tore gelangen noch keinem in jenem Alter. Jung, jünger, Jamal.
Die Liga freut sich auf das Duell Leader gegen Fummler - hoffentlich nicht zum vorletzten Mal in der Bundesliga.

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