FC Bayern und BMW: Das steckt hinter dem Knatsch der Giganten

Der FC Bayern fordert in Folge des gescheiterten Sponsorendeals offenbar Schadenersatz von BMW. Die AZ erklärt die Hintergründe zum Knatsch.
| Maximilian Koch
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Im Bayern-Vorstand soll sich Oliver Kahn auch um den zukünftigen Anteilseigner BMW kümmern.
FIRO, Florian Eckl/dpa Im Bayern-Vorstand soll sich Oliver Kahn auch um den zukünftigen Anteilseigner BMW kümmern.

München - Anfang Mai platzte der größte Sponsorendeal der Bundesliga-Historie auf der Zielgeraden.

Bericht: Forderung von BMW an den FC Bayern

Autohersteller BMW und der FC Bayern waren sich bereits über eine Zusammenarbeit einig, insgesamt 800 Millionen Euro sollten an den Münchner Spitzenklub fließen – dafür hätte BMW die Anteile des bisherigen Automobilpartners Audi übernommen (8,33 Prozent). Doch dann kam es zum Bruch zwischen beiden Parteien.

Aufgrund einer "fehlenden Vertrauensbasis" habe man die Gespräche mit BMW beendet, ließ der FC Bayern ausrichten. BMW erklärte, dass man von sich aus keine Zusammenarbeit mehr anstrebe. Wie die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" berichtet, habe BMW plötzlich eine Forderung an Bayern gestellt, die nicht erfüllbar gewesen sei.

Audi bleibt Partner des FC Bayern

Um welche Forderung es sich genau handelt, ist bislang nicht bekannt. Laut "FAS" fordert Bayern nun Schadenersatz von BMW. Der Betrag soll zwischen 10 und 20 Millionen Euro liegen. BMW könnte also ein teures Nachspiel drohen. Der Sponsorenvertrag hätte 2025 in Kraft treten sollen. Im Gespräch war eine Vereinbarung über zehn Jahre.

Bis 2025 läuft derzeit der Vertrag mit dem langjährigen Sponsorenpartner Audi, der seine Zahlungen an Bayern erhöhen wird und bis 2032 an der Seite der Münchner bleibt. Doch BMW hätte mehr gezahlt.

Im Bayern-Vorstand soll sich Oliver Kahn auch um den zukünftigen Anteilseigner BMW kümmern.
Im Bayern-Vorstand soll sich Oliver Kahn auch um den zukünftigen Anteilseigner BMW kümmern. © FIRO, Florian Eckl/dpa

Der Münchner Autogigant soll dem "FAS"-Bericht zufolge großen Wert darauf gelegt haben, vorzeitig in den Sponsoringvertrag einsteigen zu können – und nicht erst nach dem Jahr 2025. Es könnte sein, dass BMW nicht selbst mit Audi über eine Ablösung verhandeln wollte, sondern diese Gespräche dem Bayern-Vorstand überlassen wollte, vermutet die "FAS".

Bayern-Aufsichtsrat Edmund Stoiber schwärmte noch 

Nach AZ-Informationen stellte Bayern BMW einen früheren Einstieg – bereits 2020 oder 2021 – in Aussicht. Doch bei diesem Vorhaben machte Audi nicht mit. "Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge haben eine strategische Partnerschaft zwischen BMW und dem FC Bayern auf den Weg gebracht, die spätestens nach Auslaufen des Sponsorenvertrags mit Audi 2025 in Kraft treten soll", sagte Bayerns Aufsichtsrat Edmund Stoiber noch im März gegenüber der AZ und schwärmte: "In Bayern daheim und in der Welt zuhause: Das gilt für den FC Bayern und BMW gleichermaßen." 

Oliver Kahn, der ab Januar 2020 im Vorstand des FC Bayern tätig sein wird, hätte laut Stoiber die "große Aufgabe" gehabt, "diese Partnerschaft auszufüllen und mitzugestalten. Kahn kennt sich ökonomisch aus. Und er hat auch eine große Fanschaft in Asien, einem der wichtigsten strategischen Märkte für den FCB."

FC Bayern: Keine weiteren Millionen für den Transfermarkt

Letztlich kam Kahns erstes Großprojekt als Vorstand nicht zustande. Und das wurmt die Münchner noch immer. Denn klar ist: Die Millioneneinnahmen wären sehr wichtig gewesen, um auf dem internationalen Transfermarkt weiter mithalten zu können.

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