FC Bayern: So schlagen sich die Talente in Katar

Jugend ist momentan Trumpf beim FC Bayern. Einer sticht besonders heraus: Der erst 16-jährige Bright Arrey-Mbi.
| Maximilian Koch
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Noch sitzt Joshua Kimmich nur probehalber auf dem Thron, aber dem jungen Anführer gehört die Zukunft beim FC Bayern.
imago/MIS Noch sitzt Joshua Kimmich nur probehalber auf dem Thron, aber dem jungen Anführer gehört die Zukunft beim FC Bayern.

Doha/Müchen - In manchen Szenen des Doha-Trainingslagers kann man die Zukunft des FC Bayern schon erahnen.

Da ist Leon Dajaku (18), der mit einem strammen Schuss das Tor nur knapp verfehlt und anschließend von Coach Hansi Flick gelobt wird ("Gut so!"), da ist der Neuseeländer Sarpreet Singh (20), der Weltmeister Benjamin Pavard (23) mit einer Körpertäuschung austrickst und eiskalt trifft – und da ist der erst 16-jährige Bright Arrey-Mbi, der den Ball nach Vorarbeit von Joshua Zirkzee (18) mit links ins Netz hämmert.

Flick pusht die jungen Burschen

Die Youngster der Münchner, zu denen auch Oliver Batista-Meier (18), Chris Richards (19) sowie die erfahreneren Fiete Arp (20) und Michael Cuisance (20) zählen, machen Eindruck in Katar, ganz zur Freude von Flick. "Wir haben einen klaren Auftrag, die Jungen an den Profikader heranzuführen", sagt der Coach, der ohnehin als Nachwuchsförderer bekannt ist, der die jungen Burschen in jeder Trainingseinheit pusht.

Weil der Bayern-Kader in dieser Saison klein ist und das Verletzungspech umso größer, haben die Stars von morgen die Gelegenheit, sich zu präsentieren. "Wir haben den Kader aufgefüllt, um wettkampfnah trainieren zu können", erklärt Flick weiter.

Kimmich: "Er ist schon ein Biest"

Noch sitzt Joshua Kimmich nur probehalber auf dem Thron, aber dem jungen Anführer gehört die Zukunft beim FC Bayern.
Noch sitzt Joshua Kimmich nur probehalber auf dem Thron, aber dem jungen Anführer gehört die Zukunft beim FC Bayern. © imago/MIS

Die etablierten Spieler wie Joshua Kimmich (24) sind vom Auftreten der Jungstars durchaus angetan. Als die AZ den Nationalspieler zu Arrey-Mbi befragte, geriet Kimmich ins Schwärmen: "Er ist schon ein Biest, da merkt man, dass er den einen oder anderen Muskel am Körper hat."

In der Tat: Arrey-Mbi, der in der Jugend für den FC Chelsea spielte und inzwischen für Bayerns U19 aufläuft, ist stabil gebaut, mit den richtigen Maßen für einen Innenverteidiger ausgestattet. "Er macht es wirklich gut, ist nicht schüchtern, sondern geht richtig in die Zweikämpfe, versucht seinen Körper auch einzusetzen", sagte Kimmich. Und weiter: "Er hat auch eine gewisse Ruhe am Ball."

Vom Youngster zum wichtigen Akteur

Viel Lob für den jungen Mann, der auch für die deutsche U17-Nationalmannschaft spielt. "Ich war mit 16 ziemlich weit entfernt davon, mit dem FC Bayern ins Trainingslager zu fahren", ergänzte Kimmich. "Ich hatte damals noch gar keine Ambitionen, Profi zu werden."

Arrey-Mbi ist einige Schritte weiter. Und dass man es als Youngster zum wichtigen Akteur bei Bayern schaffen kann, haben die Beispiele von Stürmer Zirkzee und Linksverteidiger Alphonso Davies (19) ja gezeigt.

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