FC Bayern schnappt sich Marcel Sabitzer: Mehr als ein perfekter Backup

Kurz vor dem Ende der Transferperiode hat der FC Bayern nochmal auf dem Transfermarkt zugeschlagen und Marcel Sabitzer verpflichtet. Der Österreicher stellt für den Kader des Rekordmeisters in mehrerlei Hinsicht eine deutliche Verstärkung dar.
| Bernhard Lackner
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Neuzugang des FC Bayern: Marcel Sabitzer.
Neuzugang des FC Bayern: Marcel Sabitzer. © IMAGO / Matthias Koch

München - Eine große Überraschung war es nicht mehr, was der deutsche Rekordmeister am Montag um Punkt 16 Uhr verkündete. "Der FC Bayern hat den österreichischen Nationalspieler Marcel Sabitzer verpflichtet", so die gewohnt nüchtern formulierte Mitteilung der Münchner. Der österreichische Nationalspieler habe einen Vertrag bis 2025 unterschrieben und werde künftig mit der Rückennummer 18 auflaufen, hieß es weiter.

Schon am vergangenen Wochenende hatten sich Trainer Julian Nagelsmann und Sportvorstand Hasan Salihamidzic einigermaßen offen zu dem sich anbahnenden Deal geäußert, auch von Sabitzers bisherigem Klub RB Leipzig gab es nicht den Hauch eines Dementis.

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Marcel Sabitzer passt perfekt ins Profil des FC Bayern

So sorgte die Vollzugsmeldung 26 Stunden vor Schluss des Transferfensters kaum für Aufregung – dabei könnte sich die Verpflichtung des österreichischen Nationalspielers für die Münchner im Laufe der Saison als echter Coup entpuppen. "Marcel Sabitzer bringt alles mit, was ein Spieler für den FC Bayern braucht", schwärmte Vorstandsboss Oliver Kahn über den Neuzugang.

Was der einstige Weltklasse-Torhüter damit meint: Sabitzer gilt als absoluter Top-Profi ohne Allüren, verfügt über internationale Erfahrung (54 Länderspiele) und bringt eine hohe Identifikation mit dem Klub mit. "Marcel ist ein sehr guter Fußballer, er hat eine großartige Mentalität, ist sehr ehrgeizig und hat als Kapitän von RB auf und neben dem Platz Verantwortung getragen", ergänzt Sportvorstand Salihamidzic.

Für die Bayern dürfte Sabitzer, der aufgrund von Adduktorenproblemen nicht zur österreichischen Nationalmannschaft gereist ist, zu einer Sofortverstärkung werden. Der 27-Jährige hat das Spielsystem von seinem ehemaligen Trainer Nagelsmann bereits voll verinnerlicht und kennt Anforderungen wie Abläufe aus dem Effeff. "Er ist unglaublich ballsicher und ein guter Balleroberer mit vielen wirklich tollen Aktionen. Auch taktisch ist er schon sehr weit", schwärmte Nagelsmann zu RB-Zeiten von seinem Kapitän.

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Bayern-Neuzugang Marcel Sabitzer besticht durch Variabilität

Was zudem für Sabitzer spricht: Er bringt eine eine enorme Variabilität mit, die für den Rekordmeister im Laufe der Saison noch zu einem wichtigen Faktor werden kann. Der 27-Jährige wechselte im Sommer 2015 mit der Empfehlung von 19 Saisontoren in der österreichischen Bundesliga aus Salzburg nach Leipzig und kam dort in seiner Anfangszeit ebenfalls insbesondere in der Offensive zum Einsatz.

Bei den Sachsen spielte er zunächst meist als hängende Spitze, aber auch auf der offensiven Außenbahn und sogar im Sturmzentrum! In den vergangenen Jahren rückte der gebürtige Grazer dann etwas weiter zurück und zog als ausdauernder und zweikampfstarker Achter im Mittelfeld die Fäden im RB-Spiel.

Potenziell könnte Sabitzer bei den Bayern also fast sämtliche Positionen in der Offensive sowie im zentralen Mittelfeld bekleiden. Selbst die Rolle als Schienenspieler auf dem rechten Flügel - hier mangelt es noch immer an hochkarätigen Alternativen - scheint aufgrund seines Spielerprofils denkbar, wenngleich der 27-Jährige die Position in der Form bislang noch nicht ausgefüllt hat.

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Sabitzer kann Kimmich und Goretzka wichtige Pausen verschaffen

Als Paradeposition hat sich für den Österreicher allerdings die im zentralen Mittelfeld herauskristallisiert. Hier sind bei den Bayern zwar Joshua Kimmich und Leon Goretzka gesetzt, doch besonders letzterer hatte in der Vergangenheit immer wieder mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Seit dem Abgang von Thiago im Sommer vergangenen Jahres mangelte es im Mittelfeld der Bayern an Alternativen, um dem gesetzten Vielspieler-Duo im Zentrum Verschnaufpausen zu verschaffen.

Die Quittung dafür erhielten die Bayern beim Viertelfinal-Aus gegen Paris Saint-Germain, als Goretzka verletzt war und Kimmich doch deutlich überspielt wirkte. "Bei uns ist es so, dass wir gerade in der Vergangenheit oft in der Prime Time Probleme hatten, weil nicht alle Spieler gesund und fit waren. Es wurde dann schwierig, wenn wir ein paar Ausfälle hatten", konstatierte auch Kimmich am vergangenen Wochenende.

In Sabitzer haben die Bayern nun also für die kommenden vier Jahre eine hochkarätige Alternative – wenn nicht sogar noch mehr.

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