FC Bayern: Rummenigge-Aussagen zeigen - Kovac muss weiter bangen

Niko Kovac ist beim FC Bayern erstmal aus dem Gröbsten raus. Drei Aussagen von Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge verdeutlichen aber, dass der Druck auf den Kroaten weiter gewaltig ist.
| Patrick Mayer
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Völlig bedient: Robert Lewandowski (li.) und Mats Hummels. Kaum ein Bayer erreichte Normalform - klicken Sie sich hier durch die Einzelkritik zum Aus in der Champions League.
imago/MIS 3 Völlig bedient: Robert Lewandowski (li.) und Mats Hummels. Kaum ein Bayer erreichte Normalform - klicken Sie sich hier durch die Einzelkritik zum Aus in der Champions League.
Kam von Eintracht Frankfurt zum FC Bayern: Trainer Niko Kovac.
firo/Augenklick 3 Kam von Eintracht Frankfurt zum FC Bayern: Trainer Niko Kovac.
Vorstandsboss des FC Bayern: Karl-Heinz Rummenigge.
imago/Sven Simon 3 Vorstandsboss des FC Bayern: Karl-Heinz Rummenigge.

München - Für Karl-Heinz Rummenigge war das Statement fast schon salomonisch.

"Wir haben jetzt das Double gewonnen, und damit ist der ganze Verein sehr zufrieden", sagte der Vorstandsboss des FC Bayern in der Bewertung der vergangenen Saison. Und der Arbeit von Niko Kovac. Wochenlang hatte der 63-Jährige den Druck auf seinen Trainer hochgehalten – öffentlich und unmissverständlich. Jobgarantie? Fehlanzeige!

Rummenigge hielt den Druck auf Kovac hoch

"Sowohl der Trainer als auch die Mannschaft sollten begreifen, dass wir noch nichts gewonnen hatten", erklärte Rummenigge dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Und hinterließ den Eindruck, dass die Sache für den kroatischen Coach längst nicht ausgestanden ist. Die AZ analysiert drei Aussagen von Rummenigge und ordnet diese ein:

1. Champions-League-Schmach des FC Bayern

Völlig bedient: Robert Lewandowski (li.) und Mats Hummels. Kaum ein Bayer erreichte Normalform - klicken Sie sich hier durch die Einzelkritik zum Aus in der Champions League.
Völlig bedient: Robert Lewandowski (li.) und Mats Hummels. Kaum ein Bayer erreichte Normalform - klicken Sie sich hier durch die Einzelkritik zum Aus in der Champions League. © imago/MIS

Mitte März – so früh war für den FC Bayern lange nicht mehr Endstation in der Königsklasse. Seit acht Jahren nicht, um genau zu sein. Das frühe Champions-League-Aus im Achtelfinale gegen den späteren Sieger FC Liverpool (0:0, 1:3) schmerzte Rummenigge sehr. Das bekräftigte der Vorstandschef wiederholt. 

"Ich ärgere mich bis heute, dass wir dieses Jahr so früh ausgeschieden sind", sagte Rummenigge dem "Spiegel", als wolle er hervorheben, dass diese Schmach - so brillant der Gegner auch gewesen sein mag - bis heute nicht vergessen ist. Noch so ein Abschneiden in der Königsklasse würde der Bayern-Boss in keinem Fall dulden. Rummenigges Botschaft an Kovac: Er muss auch in der Champions League liefern!

2. Reicht Kovacs Sicherheitsfußball?

Kam von Eintracht Frankfurt zum FC Bayern: Trainer Niko Kovac.
Kam von Eintracht Frankfurt zum FC Bayern: Trainer Niko Kovac. © firo/Augenklick

5:1 in Gladbach, 6:0 gegen Wolfsburg, 6:0 gegen Mainz, 5:0 gegen den BVB – die Vollgas-Phase Mitte März bis Mitte April wurde durch andere, weniger spektakuläre Ergebnisse des FC Bayern umrahmt. Zum Beispiel von einem mühseligen 3:2 beim FC Augsburg. Oder einem nicht minder schmeichelhaften 1:0 gegen Hertha BSC. Oder dem schwachen 1:1 beim Absteiger 1. FC Nürnberg

"Die Philosophie von Louis van Gaal, Heynckes und Guardiola war quasi identisch und sehr erfolgreich. Das war spektakulärer Fußball und hatte schon was von Tiki-Taka", meinte Rummenigge: "Das wird auch der Anspruch des Klubs in der Zukunft sein."

Kovac erwähnte er in dieser Reihe an Bayern-Trainern nicht. Der 47-Jährige lässt weder Tiki-Taka à la Guardiola noch Heavy-Metal-Pressing à la Jürgen Klopp (Liverpool) spielen. Ihm geht es um defensive Stabilität, Kompaktheit und Disziplin. Und das ist nicht immer schön anzuschauen. Rummenigges Botschaft an Kovac: Der FC Bayern muss wieder öfter bezaubernden Fußball zeigen!

3. Erfolgs-Befehl von Rummenigge

Vorstandsboss des FC Bayern: Karl-Heinz Rummenigge.
Vorstandsboss des FC Bayern: Karl-Heinz Rummenigge. © imago/Sven Simon

Rummenigge ist in München dafür bekannt, sein Personal als Mahner zu Höchstleistungen anzutreiben. In etwas abgemilderter Form, wie es einst Matthias Sammer tat.

"Niko hat einen Vertrag bis 2021. Und ich wünsche ihm, dass er hier erfolgreiche Jahre verbringt. Das ist nämlich die Voraussetzung: Das System FC Bayern fußt auf Erfolg", sagte Rummenigge dem "Spiegel". Und meinte vielsagend hinterher: "Ich will mir gar nicht ausmalen, was hier los gewesen wäre, wenn wir Vizemeister geworden wären." Rummenigges Botschaft an Kovac: Ohne Erfolg ist der Trainer schnell wieder angezählt!

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