FC Bayern München: Was läuft da mit Mirsolav Klose?

Karl-Heinz Rummenigge kann sich ein Klose-Engagement beim FC Bayern vorstellen – auch langfristig. Für Robert Lewandowski holt der Klub keinen Back-up-Spieler.
| Maximilian Koch
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dpa

München - Miroslav Klose ist schon seit ein paar Monaten ein sehr gefragter Mann, obwohl er selbst gar nicht mehr auf dem Platz steht. Der WM-Rekordtorschütze unterstützt inzwischen das Nationalteam von Bundestrainer Joachim Löw, kümmert sich dort um die Stürmer.

Und auch der FC Bayern versucht, den Namen Klose und dessen Erfahrungen für sich zu nutzen. Der 37-Jährige begleitet die Münchner auf ihrer Asien-Reise, "er wird Interviewtermine wahrnehmen", verriet Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge vor der Abreise nach Shanghai am Sonntag.

Klose als künftiger Bayern-Botschafter?

Klose, der legendäre Torjäger, der Ronaldo 2014 an der Spitze der ewigen WM-Torjägerliste abgelöst hat: Natürlich ist er auch in Asien eine große Nummer. Das wird den Bayern auf ihrer Marketingtour sicher nicht schaden. "Er ist ein sehr brauchbarer Bursche, ein Weltmeister", erklärte Rummenigge: "Wir haben ihm das Angebot gemacht, mitzukommen, und er hat sofort zugesagt. Ich schließe nicht aus, dass es eine längerfristige Geschichte wird.“ Klose als künftiger Bayern-Botschafter? Möglich.

Im Sturm der Bayern wird er jedenfalls nicht aushelfen, das steht fest. Und auch sonst werden die Bayern dort nichts mehr tun, also ohne Backup für Robert Lewandowski in die neue Saison gehen. Das versicherte Rummenigge auf AZ-Nachfrage. "Wir sind uns mit dem Trainer einig, dass wir da nichts machen wollen."

Lewandowski sei ohnehin bei 90 bis 95 Prozent der Spiele dabei, so Rummenigge, "das macht keinen Sinn. Es gibt keinen Spieler von dieser Qualität, der sich das ganze Jahr auf die Bank setzt und dann zwei, drei Spiele macht." Und da sei ja auch noch Thomas Müller, den der Vorstandsboss zuletzt öffentlich unter Druck gesetzt hatte. "Wir haben da eine echte Alternative", sagte Rummenigge: "2014 ist die Nationalmannschaft Weltmeister geworden mit Thomas Müller auf dieser Position."

Kein Back-up also, und auch kein erneutes Bayern-Comeback von Claudio Pizarro. Diesen Gedankengang hatten sich wohl viele Fußballromantiker erlaubt, nachdem der Vertrag des Stürmers bei Werder Bremen nicht verlängert worden war.

Auch Lothar Matthäus hätte Pizarro gern nochmal bei Bayern gesehen. "Für Lewandowski hat man weiter keinen Ersatz, aber man braucht einen“, sagte Matthäus der AZ. "Warum nicht Pizarro? Er kennt Bayern, die Bayern wissen, was sie von ihm bekommen, wie er sich verhält. Man sollte noch eine Nummer 9 holen und ich sage: Pizarro würde bei Bayern weiter seine Tore machen. Er könnte locker 15 Spiele in der Saison machen."

Es wird ein Wunschtraum bleiben – genauso wie ein Klose-Comeback bei den Bayern. Zumindest auf dem Platz.

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Der Rekordtorjäger der deutschen Nationalmannschaft (71 Treffer) und frühere Bayern-Stürmer (2007 bis 2011) ist derzeit Mitglied im Stab von Bundestrainer Joachim Löw. Nun freue er sich aber, so Klose, "auf die Tage mit dem FC Bayern in Asien. Es sind viele interessante Stationen und sicher viele interessante Eindrücke. Ich werde diesmal eine ganz andere, neue Perspektive auf so eine Reise haben."

Die Bayern bestreiten auf ihrer Tour bis 28. Juli vier Testspiele. Zunächst geht es am Mittwoch (13:15 Uhr MESZ/Sport1) in Shanghai gegen den FC Arsenal, drei Tage darauf ist in Shenzhen der AC Mailand Gegner. In Singapur treffen die Münchner am 25. Juli auf den FC Chelsea und zwei Tage später auf Inter Mailand.

Lesen Sie hier: Alle Infos zur Asien-Tour des FC Bayern

Bilder: Die bisherigen Sommer-Transfers des FC Bayern

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