Noten für den FC Bayern in der Einzelkritik: Eine Eins – für die Eins

Nach einem hochintensiven Champions-League Finale gegen Paris Saint-Germain krönt sich der FC Bayern zum Triple-Sieger. Kingsley Coman trifft, Manuel Neuer zeigt eine Glanzparade nach der anderen - die Noten der AZ.
| Patrick Strasser Krischan Kaufmann
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Unüberwindbar: Manuel Neuer mit einer von mehreren Glanztaten gegen Kylian Mbappe.
Manu Fernandez/Pool AP/dpa 3 Unüberwindbar: Manuel Neuer mit einer von mehreren Glanztaten gegen Kylian Mbappe.
Von zwei Mann gestützt: Boateng humpelt nach seiner Verletzung Richtung Kabine.
Manu Fernandez/Pool AP/dpa 3 Von zwei Mann gestützt: Boateng humpelt nach seiner Verletzung Richtung Kabine.
Hinein ins Glück: Comans Jubellauf nach seinem Tor zum 1:0.
Julian Finney/Getty Images via UEFA/dpa 3 Hinein ins Glück: Comans Jubellauf nach seinem Tor zum 1:0.

Lissabon - Das Champions-League-Finale 2020, es war ein Kräftemessen der beiden Fußballschwergewichte FC Bayern und Paris Saint-Germain – mit dem besseren Ende für die Münchner (1:0), dank einer starken Mannschaftsleistung, eines französischen Torschützen und eines unfassbar gut aufgelegten Manuel Neuer

Die Einzelkritik der AZ:

MANUEL NEUER, NOTE 1: Der Nationaltorhüter gewann bereits 2013 mit Bayern den Henkelpott und rettete sein Team mit Glanzparaden gegen Neymar (18.), Mbappé (45.), Di Maria (70.). In seinem 111. Einsatz in der Königsklasse (diese Saison acht Gegentore in zehn Partien) erneut Weltklasse.

JOSHUA KIMMICH, NOTE 2: Obwohl Benjamin Pavard, der angestammte Rechtsverteidiger, wieder fit ist, beließ Trainer Flick Kimmich hinten rechts. Monsteraufgabe gegen Mbappé, blockte ihn ein paar Mal gut. Der Herr der Standards und Flanken. Sein Zuspiel auf Coman in der 59. Minute – Zucker! Dafür Glück beim Foul an Mbappé (73.).

JÉRÔME BOATENG, NOTE 3: Der Innenverteidiger spielte sein drittes Champions-League-Finale, allerdings nur 23 Minuten. Dann sprintete er bei einem Konter den PSG-Stars hinterher und Schluss war’s mit Finale. Eine Muskelverletzung – ganz bitter. Musste raus (25.). Von Trainer Flick geschätzt und gefördert will er in München bleiben und kommende Saison in sein letztes Vertragsjahr starten.

Von zwei Mann gestützt: Boateng humpelt nach seiner Verletzung Richtung Kabine.
Von zwei Mann gestützt: Boateng humpelt nach seiner Verletzung Richtung Kabine. © Manu Fernandez/Pool AP/dpa

Goretzka und Thiago - Power aus dem Mittelfeld

DAVID ALABA, NOTE 3: Finale Nummer zwei für den Österreicher, der 2012 gesperrt fehlte und 2013 als Linksverteidiger triumphierte. Der Abwehrboss mit Schwerstarbeit gegen PSG, gefordert wie selten. Dicker Bock im eigenen Strafraum (45.).

ALPHONSO DAVIES, NOTE 3: Die erste Champions-League-Saison führte den "Roadrunner" aus Kanada gleich ins Finale. Seit acht Partien als Linksverteidiger gesetzt und unverzichtbar. Der jüngste in Bayerns Startelf begann nervös, hatte Probleme mit dem Di Maria und dem aufrückenden Kehrer. Sah früh Gelb (28.).

LEON GORETZKA, NOTE 2: Einer der besten Akteure seit der Corona-Pause. Begann wie ein Fels im Mittelfeld, zeigte seine Power, blockte Schüsse und Gegner weg. Sein 19. Champions-League-Spiel und immer noch kein Tor.

THIAGO, NOTE 2: Wohl in seinem letzten Spiel für den FC Bayern, kommende Woche werden die Gespräche der Münchner mit dem FC Liverpool wegen eines Wechsels forciert. Gegen PSG mit viel Übersicht, starken Pässen, aber auch riskanten Dribblings in der eigenen Spielhälfte.

SERGE GNABRY, NOTE 4: Der Matchwinner des Halbfinales mit seinem Doppelpack gegen Lyon hatte zunächst kaum Szenen, wurde gut aus dem Spiel genommen. Ein Vorstoß kurz vor Halbzeit von Rechtsaußen brachte Gefahr. Zu seinen neun Champions-League-Toren diese Saison (in bisher neun Spielen) kam keins mehr dazu, mit Coman ausgewechselt.

THOMAS MÜLLER, NOTE 3: 2010, 2012, 2013 – der "Raumdeuter" im Mittelfeld hatte schon drei Endspiele in der Königsklasse bestritten (eins gewonnen). In seinem 115. Champions-League-Spiel – deutscher Rekord weiter ausgebaut – fand er schwer ins Spiel, musste sich reinschuften.

Kingsley Coman von Beginn an - ein Glanzmoment reicht 

KINGSLEY COMAN, NOTE 2: Der Linksaußen, gegen Barcelona und Lyon nur Joker, startete diesmal. Gegen seine Landsleute spurtete der gebürtige Pariser die linke Außenbahn entlang, Thilo Kehrer bekam ihn gut in den Griff. Allerdings nicht beim 1:0 für Bayern. In der 68. überraschend ausgewechselt.

Hinein ins Glück: Comans Jubellauf nach seinem Tor zum 1:0.
Hinein ins Glück: Comans Jubellauf nach seinem Tor zum 1:0. © Julian Finney/Getty Images via UEFA/dpa

ROBERT LEWANDOWSKI, NOTE 3: Der Rekordjäger traf vor dem Finale in allen seinen neun Champions-League-Einsätzen 2019/20. Mit 15 Saisontoren bester Schütze der Saison in der Königsklasse. Starker Drehschuss, der am Innenpfosten landete (22.). Aktiv und agil. Er träumte davon, Cristiano Ronaldos Torrekord von 17 Treffern aus der Saison 2013/14 zu knacken, klappte nicht.

NIKLAS SÜLE, NOTE 2: Viertes Pflichtspiel seit seinem Kreuzbandriss am 19. Oktober. Der Innenverteidiger kam in der 25. Minute für den verletzten Boateng, löste ihn auf der rechten Innenverteidiger-Position ab. Unnötiges Gelb vor der Pause.

IVAN PERISIC, NOTE 3: War Teil des großen Flick-Bluffs beim Abschlusstraining. Wurde in der Startelf erwartet. Fiel vor allem durch seine Zweikämpfe auf.

PHILIPPE COUTINHO, NOTE 3: Ein Freistoß, sonst ohne große Momente in seinem letzten Spiel für Bayern.

CORENTIN TOLISSO: Kam zu spät für eine Bewertung.


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