FC Bayern Deutschland: Löws Mia-San-Mia-Achse

Der Bundestrainer setzt auf einen Bayern-Block in der Nationalelf: Schweinsteiger, Götze, Müller, Neuer, Boateng und Badstuber. Müller sagt: „Das war immer der Traum von Uli Hoeneß“.
| Julian Buhl
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Kapitän und Wortführer: Schweinsteiger (r.) und Müller (l.).
GES/Augenklick 3 Kapitän und Wortführer: Schweinsteiger (r.) und Müller (l.).
Harmoniert gut mit Müller und Reus: Mario Götze.
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Wia san mia? Mia san mia! Fluggäste: Schweinsteiger (l.), Neuer, Götze, Müller (r.).
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Der Bundestrainer setzt auf einen Bayern-Block in der Nationalelf: Schweinsteiger, Götze, Müller, Neuer, Boateng und Badstuber. Müller sagt: „Das war immer der Traum von Uli Hoeneß

Tiflis/München - Thomas Müller lehnte sich entspannt in seinen Sitz zurück. Er grinste. Genau wie Bastian Schweinsteiger neben ihm. Der Sonderflieger hatte auch noch Manuel Neuer und Mario Götze mit an Bord. Die beiden saßen eine Reihe dahinter, und schauten ebenfalls in die Kamera. Götze war es dann auch, der das Foto der bayerischen Selfie-Könige veröffentlichte. „Zurück in München nach einer erfolgreichen Zeit bei der Nationalmannschaft“, fasste er den zurückliegenden Trip des Quartetts des FC Bayern zusammen.

Beim 2:0-Sieg in Tiflis gegen Georgien hatten die vier bayerischen Herren eine ansprechende Leistung gezeigt. In der EM-Qualifikationsgruppe D ist das deutsche Team zwar noch immer Dritter. Nach dem 1:1 von Polen in Irland beträgt der Rückstand auf Platz eins aber nur noch einen Punkt. Nach einigen nachweltmeisterlichen Stolperern ist die deutsche Nationalelf also wieder zielstrebiger auf dem Weg zur EM-Endrunde 2016 in Frankreich unterwegs.

Die Bayern-Spieler sind dabei die Wegweiser gen Paris. Das Stichwort heißt: Bayern-Block-Bildung. Ein Ansatz, der in der DFB-Historie häufig und überaus erfolgreich Anwendung fand – zuletzt beim Gewinn des WM-Titels in Brasilien. Das Prinzip ist einfach: Was beim FC Bayern gut ist, kann in der Nationalmannschaft ja nicht wirklich schlecht sein.

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Folglich setzt Bundestrainer Joachim Löw, der auch sonst gerne ein wachsames Auge auf Pep Guardiolas Taktikfinessen hat, auf die Münchner Mia-San-Mia-Achse. „Wer die Nationalmannschaft in Brasilien spielen sah, erkannte schnell, dass die deutschen Spieler, die aktuell beim FC Bayern spielen oder dort in der Vergangenheit gespielt haben, dem Turnier ihren Stempel aufdrücken konnten“, hatte Müller im Sommer mal gesagt. Spätestens mit dem Triumph in Brasilien hatten er und seine Nationalmannschaftskollegen auch dem Ex-Präsidenten des FC Bayern einen Herzenswunsch erfüllt: „Es war immer der Traum von Uli Hoeneß, dass beim FC Bayern der von ihm so benannte FC Deutschland spielt.“

Dabei fehlten auf Götzes Sonderflug-Selfie mit Jérôme Boateng und Holger Badstuber noch zwei mit dem bayerischen Sieger-Gen geimpfte Nationalspieler. Badstuber war aufgrund leichter muskulärer Probleme vorzeitig zurück nach München gereist, nachdem er zuvor beim 2:2 gegen Australien nach 888 Tagen verletzungsbedingter Abwesenheit sein Comeback im DFB-Team gefeiert hatte. Er könnte Löws Experiment mit einer Dreierkette zukünftig im Zusammenspiel mit Abwehrchef Boateng und Dortmunds Ex-Bayern Mats Hummels einen Sinn geben.

Boateng hat sich unter Löw und Guardiola zu einem der besten Abwehrspieler der Welt entwickelt. Der Stellenwert von Kapitän Schweinsteiger in der Nationalmannschaft ist ohnehin unstrittig. Genau wie seine „Präsenz, die er bei den ganz großen Spielen wie er bei der WM hat“, sagte Löw zuletzt: „Es ist wichtig, dass er wieder da ist.“ Welttorhüter Manuel Neuer verkörpert als „Manu, der Libero“ ein weiteres unabdingbares bayerisches Element in Löws Philosophie.

Und Müller, der schon bei den letzten beiden WM-Turnieren bester (deutscher) Torschütze war, übernimmt mehr und mehr die Rolle als Toptorjäger. Auch in der EM-Quali führt er das teaminterne Ranking mit fünf der insgesamt neun erzielten DFB-Treffer unangefochten an.

Und dann wäre da noch Selfie-Fotograf Götze. Auch er ist ein fester Bestandteil in Löws Team. Im Zusammenspiel mit Marco Reus und Müller deutete er sein großes Potenzial gegen Georgien an. Bis wohin seine fußballerischen Qualitäten im Idealfall reichen, zeigte er ja im WM-Finale, bei seinem Siegtreffer.  

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