FC Bayern: Der perfekte Lewandowski-Ersatz - Choupo-Moting hat, was Zirkzee fehlte

Eric Maxim Choupo-Moting kristallisiert sich zunehmend als perfekter Ersatzmann für Robert Lewandowski heraus – beim 2:1-Erfolg gegen Lazio Rom sticht der Joker nach nicht einmal zwei Minuten. "Ich versuche in den Minuten, in denen ich zum Zug komme, Gas zu geben."
| Bernhard Lackner
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Lewandowski-Backup Choupo-Moting erhöhte gegen Lazio direkt nach seiner Einwechslung auf 2:0.
Lewandowski-Backup Choupo-Moting erhöhte gegen Lazio direkt nach seiner Einwechslung auf 2:0. © GES/Augenklick

München - Den Bayern-Duktus hat Eric Maxim Choupo-Moting mittlerweile vollumfänglich verinnerlicht. Man habe sich vorgenommen, "hundert Prozent Vollgas" zu geben, meinte der 31-Jährige nach dem 2:1-Erfolg im Achtelfinal-Rückspiel gegen Lazio Rom bei "Sky". Der Fußball sei immer für außergewöhnliche Geschichten gut, auf dem 4:1-Sieg im ersten Aufeinandertreffen mit den Laziali habe man sich daher nicht ausruhen können – und vor allem wollen.

Was das bedeutet, stellte "Choupo" gegen die Römer auch selbst unter Beweis. Nicht einmal zwei Minuten brauchte der Deutsch-Kameruner nach seiner Einwechslung, um seiner Daseinsberechtigung im Luxus-Kader der Bayern gerecht zu werden.

Nach einem wohltemperierten Steilpass von David Alaba ließ die aufgerückte Hintermannschaft der Italiener dem Bayern-Joker etwas zu viel Raum, was dieser wiederum mit einem gefühlvollen Heber über Pepe Reina hinweg bestrafte.

Choupo-Moting hat beim FC Bayern ein sehr gutes Standing

Wettbewerbsübergreifend war es der fünfte Treffer für Bayerns Teilzeit-Angreifer, der im vergangenen Sommer nach Vertragsablauf bei Paris Saint-Germain ablösefrei nach München wechselte und seitdem klaglos die Rolle als Backup für Weltfußballer Robert Lewandowski ausfüllt.

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"Ich versuche in den Minuten, in denen ich zum Zug komme, Gas zu geben und zu helfen. Am besten natürlich mit Toren", meinte Choupo-Moting am Mittwochabend. Es ist eben jene Einstellung, mit der sich der gebürtige Hamburger seit seiner Ankunft im Sommer bei Teamkollegen und Verantwortlichen ein sehr gutes Standing erarbeitet hat.

Choupo-Moting nimmt die Rolle als Lewandowski-Backup an

Besonders viele Minuten bekommt der 31-Jährige, den sein Weg von Hamburg aus über Mainz und Schalke auch schon in die englische Premier League zu Stoke City geführt hat, nämlich nicht. In seinen 23 Einsätzen spielte er lediglich sieben Mal von Beginn an. Meist kommt Choupo-Moting nur zu Kurzeinsätzen, im Schnitt steht er pro Spiel lediglich knapp über 20 Minuten auf dem Platz.

Ein Murren oder Zetern gibt es von ihm deshalb aber trotzdem nicht. Der Angreifer hat die Rolle als Backup für den gesetzten Lewandowski komplett angenommen und erfreut sich dank seiner positiven Art in der Kabine großer Beliebtheit, aufgrund seiner Mehrsprachigkeit ist er insbesondere für die Integration der französisch sprechenden Teamkollegen wertvoll. Wie der "kicker" zuletzt berichtete, kann sich der 31-Jährige auch Hoffnungen auf eine Verlängerung seines im Sommer auslaufenden Vertrags machen.

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Joshua Zirkzee funktionierte als Lewandowski-Backup nicht

Wie schwierig die Suche nach einem passenden Lewandowski-Backup ist, zeigte sich bereits in den vergangenen Jahren. In der letzten Saison füllte Youngster Joshua Zirkzee die Rolle aus und wusste nach seinem Durchbruch im Winter zunächst zu überzeugen. Die überschaubare Anzahl an Spielminuten drückte dem jungen Niederländer dem Vernehmen nach aber ordentlich auf die Stimmung, was sich auch im Engagement im Training gezeigt und bei Teamkollegen wie Verantwortlichen nicht allzu gut angekommen sein soll. Im Januar folgte die Leihe zum italienischen Abstiegskandidaten Parma Calcio, wo er nach drei Teileinsätzen noch auf seine erste Torbeteiligung wartet.

Choupo-Moting kann den Status als Ersatzspieler augenscheinlich deutlich besser annehmen – er selbst weiß um die Wichtigkeit seiner Rolle. "Um den größtmöglichen Erfolg zu haben, brauchst du eine Breite im Kader. Bei Paris hatten wir eine sehr große Konkurrenz vorne. Lewandowski ist für mich der beste Stürmer der Welt, aber kein Stürmer kann alle Spiele machen", beschrieb der 31-Jährige seine Rolle vor einigen Wochen: "Ich bin selbstbewusst genug, um zu sagen, dass ich der Mannschaft mit meinen Qualitäten helfen kann." Auch das gehört schließlich zum Bayern-Duktus.

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