Zerbrechlicher Rohdiamant: Tanguy Nianzous Comeback ist in Sicht

Die Bayern-Zeit des Abwehrjuwels Tanguy Nianzou ist bislang von Verletzungen geprägt. Doch es gibt Hoffnung: Im April soll der 18-Jährige wieder mit dem Team trainieren. "Werden viel Freude haben."
| Maximilian Koch
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Bislang nur mit 21 Minuten Einsatzzeit beim FC Bayern: Abwehrjuwel Tanguy Nianzou (18), der ablösefrei von Paris Saint-Germain verpflichtet wurde.
Bislang nur mit 21 Minuten Einsatzzeit beim FC Bayern: Abwehrjuwel Tanguy Nianzou (18), der ablösefrei von Paris Saint-Germain verpflichtet wurde. © Frank Hoermann/Sven Simon/poolfo

München - Der erlösende Moment ist für Tanguy Nianzou (18) nicht mehr allzu weit entfernt: Bayerns Abwehrjuwel nähert sich der Rückkehr ins Mannschaftstraining. Endlich.

Vor der abschließenden Einheit zum Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen Lazio Rom (Mittwoch, 21 Uhr, Sky und im AZ-Liveticker) sah man den Franzosen schon mal ganz nah am Team. Neben David Alaba und Lucas Hernández kam Nianzou aus der Kabine, dann aber wählte er eine andere Abbiegung: Während die Kollegen ihr Teamtraining starteten, absolvierte Nianzou ein individuelles Programm mit Reha-Coach Simon Martinello.

Nianzou-Comeback im Topspiel gegen Leipzig?

Doch es geht bergauf. "Wir rechnen damit, dass er nach der Länderspielpause voll mit im Kader ist und dass wir dann wieder mit ihm planen können", sagte Trainer Hansi Flick. Ab Anfang April könnte also wieder mit Nianzou zu rechnen sein. Der FC Bayern reist am 3. April zum Liga-Gipfel bei RB Leipzig. Es wäre ein passender Comeback-Termin für Nianzou. Sein bislang einziger Einsatz datiert vom 28. November beim Auswärtsspiel gegen den VfB Stuttgart. 21 Minuten durfte Nianzou da mitwirken.

Der Rest seiner Bayern-Zeit ist von Verletzungen geprägt. Nianzou – der zerbrechliche Rohdiamant.

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Nianzou bislang mit Verletzungspech

Den Saisonstart verpasste der Defensivspezialist, der ablösefrei von Paris Saint-Germain verpflichtet wurde, wegen einer Oberschenkelverletzung. Als diese dann auskuriert war, zog sich Nianzou im vergangenen Dezember einen Muskelbündelriss zu. Seitdem verläuft seine Reha schleppend, mal geht es einige Tage bergauf, dann wieder bergab. Die Münchner Verantwortlichen agieren sehr vorsichtig bei Nianzou, um weitere Rückschläge zu vermeiden.

"Tanguy ist eines der größten Talente seines Jahrganges, er hat sich leider zwei komplizierte Verletzungen zugezogen, jetzt wird er von unseren Experten sehr sorgfältig aufgebaut", sagte Sportvorstand Hasan Salihamidzic, der den Transfer des Youngsters realisiert hatte, gegenüber der "Bild". Trotz aller bisherigen Probleme steht für Salihamidzic fest: "Wir werden noch viel Freude an ihm haben."

Flick ist von Nianzou überzeugt

Daran glaubt auch Flick, der von Nianzous Potenzial und dessen Einstellung überzeugt ist. "Er ist sehr weit", sagte der Coach. "Es macht einfach Spaß, mit so einem Jungen arbeiten zu können. Er ist ein Genuss auf dem Trainingsplatz. Er ist sehr positiv, hat immer ein Lächeln auf den Lippen." Nianzou hat auch schon fleißig Deutsch gelernt und sich ins Team integriert.

Spätestens ab der kommenden Saison soll Nianzou, der sowohl in der Innenverteidigung als auch im defensiven Mittelfeld spielen kann, dann eine zentrale Rolle einnehmen.

David Alaba und sehr wahrscheinlich auch Jérôme Boateng und Javi Martínez verlassen den Klub, Nianzou ist neben Lucas Hernández, Niklas Süle und Neuzugang Dayot Upamecano einer von vier Kandidaten für die Abwehrmitte.

Ralf Rangnick, der Nianzou gern zu RB Leipzig geholt hätte, bezeichnete Nianzou im vergangenen Herbst als "eines der größten Abwehrtalente, die ich je gesehen habe". Seine Vorhersage: "Er wird spätestens in ein bis zwei Jahren Stammspieler sein." Das gilt es zu beweisen.

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