FC Bayern: "Auf Sicht abgehängt" – Ex-Vorstand Rummenigge blickt mit Sorge auf den deutschen Transfermarkt

Der frühere Bayern-Vorstand Karl-Heinz Rummenigge hat sich erneut für strengere Finanzkontrollen im europäischen Fußball ausgesprochen und sieht die Entwicklungen auf dem Transfermarkt mit Sorge.
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Karl-Heinz Rummenigge, ehemaliger Vorstandschef von FC Bayern.
Karl-Heinz Rummenigge, ehemaliger Vorstandschef von FC Bayern. © Matthias Balk/dpa

München – Karl-Heinz Rummenigge hat in seiner Zeit als Vorstandsvorsitzender des Rekordmeisters Bayern München eine Verpflichtung von Superstar Lionel Messi nie ernsthaft erwogen. "Das Gehaltsniveau wäre bei uns, so wie es bei Barcelona passiert ist, über Messi nach oben gezogen worden. Das zweite Problem: Einen Messi kann ich mir schwer in einem Land wie Deutschland vorstellen", sagte er der Sport Bild. Grund dafür sei unter anderem die deutsche Neidkultur.

Jüngst hatte Messi den FC Barcelona nach 21 Jahren verlassen und war zu Paris St. Germain gewechselt. Dort unterschrieb er einen Zweijahresvertrag mit Option auf eine weitere Saison, der ihm rund 40 Millionen Euro pro Jahr einbringen soll. 

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Rummenigge: "Müssen Regularien finden"

Messi soll bereit gewesen sein, auf die Hälfte seiner Bezüge bei Barca zu verzichten. Doch der finanziell angeschlagene Klub durfte auch dieses Salär nicht stemmen. Das sogenannte Financial Fairplay der spanischen Liga ließ keinen Spielraum für eine Vertragsverlängerung.

Rummenigge, der seinen Posten bei den Bayern Anfang Juli an Oliver Kahn übergeben hatte, sieht die Entwicklungen auf dem Transfermarkt mit Sorge. "Wir müssen alle, insbesondere auch der deutsche Fußball, großes Interesse haben, Regularien zu finden. Sonst wird der deutsche Fußball international auf Sicht abgehängt", sagte er und sprach sich für "ein internationales Regulativ" aus. 

Jenes existiere laut Rummenigge zwar bereits mit dem Financial Fairplay, müsse "nur angepasst und stringenter eingesetzt und eingefordert werden", so der 65-Jährige. Rummenigge forderte im Zuge dessen einen "konkreten Strafenkatalog".

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Vor allem Paris St. Germain sowie die englischen Schwergewichte Manchester City, FC Chelsea und Manchester United sorgen in der aktuellen Transferphase für Aufsehen. "Im Moment hat man den Eindruck, dass die Engländer am Transfermarkt weitermarschieren, als hätte es Corona nie gegeben", so Rummenigge. Gründe dafür seien "dreimal so hohe TV-Einnahmen wie in der Bundesliga" sowie "schwerreiche Besitzer im Hintergrund". 

Während City Jack Grealish (Aston Villa) für 118 Millionen Euro und Stadtrivale United Jadon Sancho (Borussia Dortmund) für 85 Millionen Euro holten, steht Chelsea vor der Verpflichtung von Star-Stürmer Romelu Lukaku (Inter Mailand) für 115 Millionen Euro.

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