Durchwachsener EM-Start: Gegen Portugal müssen die Stars des FC Bayern liefern

Gegen Frankreich durften vier Spieler des FC Bayern bei der DFB-Elf von Beginn an auflaufen – überzeugen konnte allerdings keiner. Im zweiten Spiel gegen Portugal sind Joshua Kimmich und Co. nun gefordert.
| Christina Stelzl
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
11  Kommentare Artikel empfehlen
Enttäuscht nach der Niederlage gegen Frankreich: Serge Gnabry (li.), Thomas Müller und Joshua Kimmich.
Enttäuscht nach der Niederlage gegen Frankreich: Serge Gnabry (li.), Thomas Müller und Joshua Kimmich. © firo/Augenklick

München – Den EM-Auftakt hätten sich die Spieler des FC Bayern sicherlich anders vorgestellt – zumindest, die der deutschen Nationalmannschaft.

Während sich die Franzosen mit den Bayern-Stars Benjamin Pavard und Lucas Hernández in der Startelf durch den 1:0-Sieg am Dienstag eine gute Ausgangsposition in der Gruppe F verschafft haben, stehen Joshua Kimmich und Co. bereits nach dem ersten Spiel enorm unter Druck.

Kimmich fordert Sieg gegen Portugal

"Gegen Portugal müssen wir gewinnen", sagte Joshua Kimmich nach der Pleite gegen die Franzosen. Gegen den Titelverteidiger um Superstar Cristiano Ronaldo bedarf es am Samstag (18.00 Uhr/ARD und MagentaTV und im AZ-Liveticker) unter anderem auch einer Leistungssteigerung des Bayern-Blocks. 

Mit Manuel Neuer, Joshua Kimmich, Thomas Müller und Serge Gnabry brachte Bundestrainer Joachim Löw gleich vier Spieler des Rekordmeisters in der heimischen "Fußball-Arena München" von Beginn an.

Lesen Sie auch

Lesen Sie auch

Kimmich als Außenverteidiger eher eine Randerscheinung

Mit Ausnahme von Manuel Neuer, der beim Gegentreffer chancenlos war, konnte kein Bayern-Profi so wirklich überzeugen. Gezwungenermaßen musste Joshua Kimmich hinten rechts aushelfen und blieb dort eher eine Randerscheinung – auch weil die Franzosen ihn unentwegt zustellten. Die wenigen offensiven Vorstöße des 26-Jährigen verpufften wirkungslos, beim Eigentor von Mats Hummels konnte Kimmich Teamkollege Lucas Hernández nicht am Flanken hindern.

Kimmich warf sich zwar aggressiv in jeden Zweikampf, konnte dem Spiel aber nicht wie gewohnt den Stempel aufdrücken. "Ich glaube, dass sich Kimmich auf der rechten Seite nicht so wohl fühlt wie in der Zentrale. In der Zentrale hat Joshua Kimmich gefehlt, diese Galligkeit der Franzosen haben wir im Zentrum nicht gehabt", sagte Lothar Matthäus nach der Partie bei "Sky". Ob Kimmich gegen die Portugiesen wieder im Mittelfeld aufläuft, ist fraglich. Da Rechtsverteidiger Lukas Klostermann angeschlagen ist, stünde eigentlich nur noch Matthias Ginter als Kimmich-Ersatz rechts hinten parat.

Auch Rückkehrer Müller und Gnabry blass

Viele Torchancen hatten die Deutschen gegen Frankreich nicht, die zwei nennenswertesten vergaben zwei Bayern-Stars. Rückkehrer Thomas Müller setzte einen Kopfball (22.) am langen Pfosten vorbei, Serge Gnabry vergab freistehend aus kurzer Distanz. Sein Volley-Schuss (54.) nach einer Flanke von Robin Gosens, landete über dem Tor.

Müller rieb sich auf, dirigierte seine Teamkollegen und forderte immer wieder den Ball – diese Aktion verpufften aber meist. Zudem haperte es an der Abstimmung mit seinen Offensiv-Kollegen. Auch Gnabry hing vorne in der Luft und konnte seine Schnelligkeit kaum unter Beweis stellen. 

Lesen Sie auch

Lesen Sie auch

Startet Leroy Sané gegen Portugal?

Mit Leroy Sané wurde ein weiterer Bayern-Spieler in der Schlussphase eingewechselt, konnte aber ebenfalls für keinerlei Impulse mehr sorgen. Da allerdings Kai Havertz gegen Frankreich völlig wirkungslos blieb, winkt Sané womöglich sogar ein Startelf-Platz gegen Portugal – Ilkay Gündogan fordert diesen sogar: "Leroy ist ein Spieler, der Rhythmus braucht. Der das Gefühl braucht, ständig den Unterschied machen zu können", sagte sein ehemaliger Vereinskollege nach der Partie.

Hoffnung gibt es auch bei Leon Goretzka. Der Mittelfeldspieler steht vor seinem Comeback gegen Ronaldo und Co. – zumindest als Joker. "Ich denke, er wird eine gute Option sein im Spiel", bestätigte Löw am Dienstagabend. Goretzka zählte nach einer Muskelverletzung zum Turnierauftakt gegen Frankreich noch nicht zum 23-Mann-Kader. 

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 11  Kommentare – mitdiskutieren Artikel empfehlen
11 Kommentare
Artikel kommentieren