Der Sane-Schock: Droht der Bayern-Wechsel jetzt zu platzen?

Bayerns Wunschspieler verletzt sich bei seinem vermeintlich letzten Auftritt für ManCity am Knie. Gerät der Deal jetzt in Gefahr?
| Maximilian Koch
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Musste verletzt ausgewechselt werden: Leroy Sané.
imago/ Focusimages Musste verletzt ausgewechselt werden: Leroy Sané.

München - Nicht mal zehn Minuten waren am Sonntag im englischen Supercup zwischen Manchester City und dem FC Liverpool gespielt, da krümmte sich Leroy Sané (23) vor Schmerzen am Boden.

Der Wunschspieler des FC Bayern hatte sich in seinem vermeintlich letzten Spiel für das Team von Pep Guardiola bei einem Laufduell mit Liverpools Trent Alexander-Arnold am rechten Knie verletzt. Sané schlug sofort die Hände vors Gesicht, Betreuer liefen aufs Spielfeld, um ihn zu behandeln.

Sané ist Bayerns Wunschspieler

Der Sané-Schock. Humpelnd verließ der Außenstürmer kurz darauf den Platz und musste ausgewechselt werden. Wie schlimm es ihn erwischt hat, war zunächst nicht klar. Was aber klar ist: Für Sané und den FC Bayern ist dieser Zwischenfall ein herber Rückschlag.

Platzt nun sogar der bevorstehende Wechsel? Wie die AZ erfuhr, befanden sich die Verhandlungen zwischen dem FC Bayern und Manchester City vor Sanés Verletzung auf der Zielgeraden. Eine offizielle Verkündung des Deals wurde bereits in dieser Woche erwartet. Der "Express" berichtete, dass Sané spätestens am Mittwoch vorgestellt werde – und berief sich dabei auf Familienkreise des Offensivstars.

Sané hat sich für Bayern entschieden

Sané selbst hat sich nach AZ-Informationen schon vor einigen Tagen für einen Wechsel zum FC Bayern entschieden. Bei Bayern soll er einen Fünfjahresvertrag unterschreiben und laut "Bild" circa 20 Millionen Euro Gehalt pro Jahr kassieren. Damit würde Sané zum Topverdiener aufsteigen.

Doch was passiert jetzt? Dass Guardiola Sané überhaupt für die Startelf nominierte, kam sehr überraschend. Die Münchner feilschen mit ManCity gerade um die Ablösesumme. Unverständlich, dass Guardiola eine Verletzung Sanés in Kauf nahm, die den Deal nun gefährden könnte.

Supercup-Niederlage zeigt Dringlichkeit

Wie dringend der FC Bayern einen Spieler der Kategorie Sané benötigen, wurde bei der Supercup-Pleite in Dortmund (0:2) am Samstag deutlich. Als die Mannschaft von Trainer Niko Kovac nach dem Rückstand frische Ideen und Power von der Ersatzbank brauchte, waren keine Top-Alternativen verfügbar. Youngster Alphonso Davies (18) und Renato Sanches (21) konnten auf der Außenbahn keine Akzente setzen. Serge Gnabry (24) fehlte wegen muskulärer Probleme.

"Heute war genau der richtige Zeitpunkt, an dem man sehen konnte, was passiert, wenn wir eine bestimmte Anzahl an Profispielern haben", kritisierte Torjäger Robert Lewandowski (30): "Die jungen Spieler, die auf der Bank waren, haben Potenzial – das stimmt. Aber manchmal braucht man einfach Spieler auf der Bank, die sofort helfen können oder der Mannschaft einen Impuls geben können."

Lewandowski hatte die Vereinsführung bereits während der USA-Reise zum Handeln aufgefordert. "Wenn du daran denken willst, alle Titel zu gewinnen, brauchst du Verstärkungen", sagte der Pole. Die Niederlage im Kampf um den ersten Titel der Saison veranlasste ihn zu einer weiteren Aussage.

Sané-Deal auf der Kippe?

Darauf wollte Sportdirektor Hasan Salihamidzic jedoch nicht groß eingehen: "Dass wir was tun müssen, wissen wir ja." Joshua Kimmich (24) riet zur Gelassenheit. "Die Mannschaft hat sehr großes Vertrauen in unseren Verein", sagte der Rechtsverteidiger. Gut möglich, dass Kimmich bei DFB-Kumpel Sané schon mehr wusste.

Der Sonntag könnte nun aber einiges ändern im Transferpoker um Sané. "Ein Spieler ist das Minimum, zwei wären gut", sagte Ex-Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld im AZ-Interview über Neuverpflichtungen in der Offensive." Mit Sané steht die wichtigste Bayern-Personalie nun vermutlich auf der Kippe.

Lesen Sie hier: FC Bayern bestätigt Großrazzia wegen möglicher Schwarzarbeit

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