Corona-Aufschlag? Was die Krise für Bayerns Transfers bedeutet

Der Fußball leidet unter der Corona-Krise. Die nächste Transferperiode könnte deshalb besonders interessant werden. Auch für den FC Bayern.
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Sie könnten den FC Bayern im Sommer verlassen – und Sportdirektor Hasan Salihamidzic Geld in die Kasse spülen (v.l.): Javi Martínez, Corentin Tolisso und Jérôme Boateng.
dpa, firo/Sammy Minkoff/Rauchensteiner/Augenklick, AZ-Montage Sie könnten den FC Bayern im Sommer verlassen – und Sportdirektor Hasan Salihamidzic Geld in die Kasse spülen (v.l.): Javi Martínez, Corentin Tolisso und Jérôme Boateng.

München - Was wird aus dem Fußball nach der Corona-Krise? Mittlerweile kursieren Szenarien, die Schlimmes für den Fußball befürchten lassen: Weitere Geisterspiele und Verluste in Millionenhöhe. Auch auf dem Transfermarkt wird das Virus seine Auswirkungen haben und damit auch auf den Transfersommer des FC Bayern.

Beim deutschen Rekordmeister zeichnet sich im Sommer die nächste Stufe eines personellen Umbruchs ab. Jérôme Boateng, Javi Martínez, und Corentin Tolisso wurden bereits mehrfach als mögliche Abgänge gehandelt. Die Verträge des bayerischen Schaufenster-Trios laufen jedoch noch mindestens ein Jahr, bei Tolisso sogar noch bis Juni 2022. Das bedeutet, dass der FC Bayern bei möglichen Abgängen in diesem Sommer auf jeden Fall noch eine Ablöse erhalten wird.

Muss der FC Bayern einen Corona-Aufschlag zahlen?

Bei Zukäufen wird es dagegen wohl etwas komplizierter. Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge befürchtete zuletzt, dass die Bundesliga durch das Coronavirus mit einem Verlust im höheren dreistelligen Millionen-Bereich rechnen muss. Das bedeutet geringere Einnahmen und damit auch weniger finanziellen Spielraum bei den Ablösesummen.

Potenzielle Wunschspieler wie Leroy Sané (von Manchester City), Sergino Dest (Ajax Amsterdam) oder Dayot Upamecano (RB Leipzig) könnten deshalb teurer werden, da ihre jeweiligen Klubs auch finanzielle Ausfälle durch das Coronavirus kompensieren müssen. Transfers sind in Krisenzeiten eine Möglichkeit, um Einnahmeeinbußen abzufedern. Der Corona-Zuschlag quasi.

Sie könnten den FC Bayern im Sommer verlassen – und Sportdirektor Hasan Salihamidzic Geld in die Kasse spülen (v.l.): Javi Martínez, Corentin Tolisso und Jérôme Boateng.
Sie könnten den FC Bayern im Sommer verlassen – und Sportdirektor Hasan Salihamidzic Geld in die Kasse spülen (v.l.): Javi Martínez, Corentin Tolisso und Jérôme Boateng. © dpa, firo/Sammy Minkoff/Rauchensteiner/Augenklick, AZ-Montage

Was passiert mit auslaufenden Verträgen?

Ungeklärt bleibt noch, wie die Fifa mit auslaufenden Verträgen umgeht. Zahlreiche Arbeitspapiere von internationalen Topstars wie Willian (Chelsea), Dries Mertens (Neapel) oder Mario Götze (Dortmund) enden am 30. Juni 2020.

Sollte der Spielbetrieb in den europäischen Liga aufgrund der Corona-Krise bis in den Sommer ausgedehnt werden müssen, ist es zumindest denkbar, dass manche Klubs eventuell vor dem letzten Spieltag auf ihre Leistungsträger verzichten müssen, da ihre Verträge ausgelaufen sind. Die Fifa wird hier eine Lösungen finden müssen, wie auch "Sky" zuletzt berichtet hatte.

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