Kommentar

Chaos ohne Ende - der FC Bayern muss die Rolle von Salihamidzic hinterfragen

Der Bayern-Reporter der AZ, Maximilian Koch, über Flicks Abschiedswunsch und die Folgen.
| Maximilian Koch
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In den vergangenen vier Jahren hat der FC Bayern vier Trainer verschlissen - und nur einer von ihnen ist wirklich freiwillig gegangen. Jupp Heynckes zog sich am Ende der Saison 2017/18 zurück, nachdem er zuvor für den entlassenen Carlo Ancelotti sowie Interimscoach Willy Sagnol eingesprungen war und die Saison mit der Meisterschaft gerettet hatte. Im November 2019 musste Heynckes-Nachfolger Niko Kovac schon wieder gehen, nun will Hansi Flick aus seinem bis 2023 laufenden Vertrag heraus. Von Konstanz kann man auf dem Trainerposten nicht sprechen, seit Hasan Salihamidzic 2017 als Sportdirektor installiert wurde. Eher von einem Schleudersitz. Es herrscht Chaos ohne Ende bei Bayern.

Außer von Rummenigge hat sich Flick von niemandem unterstützt gefühlt

Salihamidzic, inzwischen zum Sportvorstand befördert, ist der Hauptgrund, warum Flick nicht mehr für den FC Bayern arbeiten möchte. Weil er den Coach bei der Kaderplanung zu oft ignoriert hat und nie so loyal hinter ihm stand wie Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, Flicks engster Vertrauter. Das gilt übrigens auch für Präsident Herbert Hainer und Vorstand Oliver Kahn, der Rummenigge Ende 2021 beerben wird. Flick, dessen Vorpreschen die Unruhe bei Bayern unnötig vergrößert hat, fühlte sich allein gelassen und sah keine Perspektive mehr für die Zeit ohne Rummenigge.

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Die Klubführung hat Salihamidzic, den Ziehsohn von Uli Hoeneß, zu lange gewähren lassen. Bis Flick schließlich genug hatte. Das kann sich rächen. Denn jeder Trainerkandidat wird sich jetzt genau überlegen, ob er diese Machtkämpfe in München aushalten will.

Und der FC Bayern wird sich genau überlegen müssen, ob das Modell mit Sportvorstand Salihamidzic dauerhaft Erfolg bringt. Oder vor allem für Ärger sorgt.

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