Bayern-Stars machen sich für Coutinho und Flick stark

Gegen Werder Bremen betreiben Leihgabe Philippe Coutinho und Interims-Coach Hansi Flick Werbung in eigener Sache. Auch die Spieler sind begeistert: "Wenn man sich die Partie anschaut, muss man ihn holen".
| Krischan Kaufmann
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Der erste Coutinho-Streich: Der Brasilianer trifft zum 1:1 gegen Bremen.
GES/AK 3 Der erste Coutinho-Streich: Der Brasilianer trifft zum 1:1 gegen Bremen.
Der zweite Coutinho-Streich: Der 27-Jährige mit dem 3:1.
dpa 3 Der zweite Coutinho-Streich: Der 27-Jährige mit dem 3:1.
Der dritte Coutinho-Streich: Bayerns Zauberfuß mit dem 6:1-Endstand.
dpa 3 Der dritte Coutinho-Streich: Bayerns Zauberfuß mit dem 6:1-Endstand.

München - So ist es eben bei einem Weltverein wie dem FC Bayern. Ständig sind wegweisende Entscheidungen zu treffen. Ganz aktuell auf der Agenda: Soll man mit Hansi Flick auch nach der Winterpause weitermachen? Und, seit Samstag ebenfalls interessant: Wie geht es im Sommer mit Barça-Leihe Philippe Coutinho weiter?

Freilich ist das eine Thema drängender als das andere. Aber wenn es nach den Bayern-Profis geht, haben sich mit dem streckenweise fabelhaften 6:1 gegen Werder Bremen bereits beide Fragen final geklärt.

Interims-Hansi wie auch der brasilianische Zauberfuß betrieben in der Allianz Arena nämlich mächtig Werbung in eigener Sache – und bekamen dafür im Anschluss neben viel Applaus auch kräftig Unterstützung aus der eigenen Mannschaft. Mit besten Empfehlungen sozusagen!

Der erste Coutinho-Streich: Der Brasilianer trifft zum 1:1 gegen Bremen.
Der erste Coutinho-Streich: Der Brasilianer trifft zum 1:1 gegen Bremen. © GES/AK

Coutinho mit drei Toren und zwei Assists bester Spieler gegen Werder

Philippe Coutinho: Es war der Tag des kleinen Zauberers. Gegen die Bremer lieferte er sein bislang bestes Spiel für den Rekordmeister ab. Drei Tore und zwei Assists ergeben eine Gesamtleistung mit dem Prädikat "Weltklasse".

Dennoch konnte der 27-Jährige am Samstag nicht genug bekommen. Nach Spielschluss holten er und Kumpel Thiago ihren Nachwuchs auf den Platz und schoben mit Maskottchen Bernie noch die Kugel hin und her, während auf den Rängen die verzückten Fans den Gala-Auftritt ihrer Bayern feierten.

Genauso überschwänglich wie der ehemalige Liverpooler, der im vergangenen Sommer vom FC Barcelona für eine Leihgebühr von 8,5 Millionen Euro an die Säbener Straße wechselte, zuvor auf dem Platz agiert hatte, fielen hinterher auch die Lobeshymnen auf den Unterschied-Spieler (insgesamt nun schon sechs Tore und fünf Vorlagen) aus.

Der zweite Coutinho-Streich: Der 27-Jährige mit dem 3:1.
Der zweite Coutinho-Streich: Der 27-Jährige mit dem 3:1. © dpa

Coutinho-Show begeistert auch Mannschaftskollegen Lewandowski

Egal, welchen Bayern-Profi oder -Verantwortlichen man in den Katakomben der Allianz Arena auch fragte, immer stand die große Coutinho-Show im Mittelpunkt.

Robert Lewandowski, der bei seinem Doppelpack gegen Werder zweimal von Coutinhos Genialität profitiert hatte, bekannte: "Wir brauchen so einen Spieler." Sportvorstand in spe Hasan Salihamidzic lobte: "Genau das erwarten wir von ihm. Ich freue mich unheimlich für ihn, dass der Knoten geplatzt ist."

Der dritte Coutinho-Streich: Bayerns Zauberfuß mit dem 6:1-Endstand.
Der dritte Coutinho-Streich: Bayerns Zauberfuß mit dem 6:1-Endstand. © dpa

Und David Alaba, der sich nicht sonderlich überrascht von der Leistungsexplosion seines Teamkollegen zeigte ("Ich sehe ihn ja jeden Tag im Training"), traute sich sogar, seinen Bossen eine Kaufempfehlung für den nächsten Sommer mit auf den Weg zu geben. Auf die Frage, ob die Bayern 120 Millionen Euro für Coutinho ausgeben sollten, antwortete der Wiener kurz und knapp: "Wenn man sich das Spiel heute anschaut, muss man ihn holen." Abwarten. Um diese Rekord-Summe zu rechtfertigen, muss Coutinho in dieser Saison wohl noch ein wenig öfters zaubern.

Flicks Strukturwechsel hat funktioniert: Trainer-Frage geht weiter

Hansi Flick: Großen Anteil an Coutinhos Ausnahme-Auftritt hatte auch der Mann an der Seitenlinie. Erst Flicks Umstellungen zur Halbzeit öffneten für den Mittelfeld-Star die Räume hinter den Spitzen, in denen er sich austoben konnte. Zuvor hatte er auf der linken Offensiv-Seite oftmals etwas verloren gewirkt.

Mit der Hereinnahme von Ivan Perisic für Jérôme Boateng gelang Flick jedoch ein Strukturwechsel innerhalb seiner Mannschaft, die damit gleich auf vier Positionen verändert wurde – und dadurch viel besser ausbalanciert wirkte.

"Wir haben die Aufstellung gewechselt. Einfacher gespielt. In der zweiten Halbzeit haben wir alles geschafft, was wir geplant haben", erklärte Lewandowski zufrieden. Und auch Manuel Neuer lobte den modifizierten "Matchplan" seines Chefs "den wir durchgezogen haben".

Das werden die Bayern-Bosse sicher gerne hören. Am ursprünglichen Plan, erst nach dem Wolfsburg-Spiel am Samstag in der Trainer-Frage zu entscheiden, werde man festhalten, verkündete Hasan Salihamidzic. Allerdings erklärte er auch: "Beim FC Bayern ist es normal, dass wir uns genau anschauen, wie die Spieler darauf anspringen, wie der Trainer arbeitet." Wenn das stimmt, müsste nach diesen Empfehlungen eigentlich alles auf Hansi Flick hinauslaufen.

Lesen Sie hier: Flick bis Sommer Bayern-Trainer? Alaba ist begeistert

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