Auch in Marseille gescheitert: Wie geht es für Michael Cuisance beim FC Bayern weiter?

Michael Cuisance ist während seiner Leihe zu Olympique Marseille deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben und soll zuletzt nach einem Streit mit Trainer Jorge Sampaoli suspendiert worden sein. Wie sieht die Zukunft des Problemprofis beim FC Bayern aus?
| Bernhard Lackner
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Michael Cuisance kehrte im Sommer zum FC Bayern zurück, doch wie geht es für ihn weiter?
Michael Cuisance kehrte im Sommer zum FC Bayern zurück, doch wie geht es für ihn weiter? © IMAGO / PanoramiC

München/Marseille - So wirklich will Michael Cuisance nicht auf die Beine kommen. Auch zwei Jahre nach seinem Wechsel von Borussia Mönchengladbach zum FC Bayern stockt die Entwicklung des Mittelfeldspielers, dem der heutige Sportvorstand Hasan Salihamidzic bei seiner Verpflichtung noch "großes Potenzial, großes Talent" bescheinigt hatte. Unter Beweis gestellt hat der Franzose das allenfalls im Ansatz. Wenn überhaupt.

Nach einer enttäuschenden Debütsaison beim Rekordmeister sollte der 21-Jährige eigentlich im vergangenen Sommer schon wieder verkauft werden. Die Bayern hatten sich laut dem Portal "The Athletic" bereits mit Leeds United auf eine Ablöse in Höhe von 22 Millionen Euro geeinigt, bevor der Transfer unter dubiosen Umständen scheiterte. Demnach soll Cuisance durch den obligatorischen Medizincheck gefallen sein, der Spieler wies dies entschieden zurück. Der Wechsel in die Premier League war dennoch vom Tisch.

Egoismus-Vorwurf: Cuisance bei Marseille offenbar suspendiert

Um regelmäßig Spielpraxis zu sammeln, wurde der Franzose schließlich in seine Heimat verliehen. Bei Olympique Marseille sollte Cuisance, dem schon länger ein komplizierter Charakter nachgesagt wird, sein enormes Potenzial ausschöpfen. Ein Plan, der zunächst sogar aufzugehen schien.

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Bis in den Januar hinein lief der gebürtige Straßburger mit dem feinen linken Fuß regelmäßig für die Südfranzosen auf und deutete sein Können immer wieder an. In den vergangenen Monaten fand sich Cuisance allerdings immer häufiger auf der Bank wieder, zuletzt wurde er nicht einmal mehr eingewechselt.

Grund dafür dürfte einmal mehr das Verhältnis zum direkten Vorgesetzten sein. Laut übereinstimmenden Berichten aus Frankreich hat sich der 21-Jährige mit Trainer Jorge Sampaoli zerstritten. Der Argentinier soll mit dem Engagement des Mittelfeldspielers im Training unzufrieden gewesen sein und ihn daraufhin wegen "egoistischen Verhaltens" suspendiert haben. Es ist nicht das erste Mal, dass Cuisance an sich selbst zu scheitern droht.

Cuisance hatte schon Disziplin-Probleme in Gladbach

Schon im Zuge seines Wechsels von Gladbach zu den Bayern war der 21-Jährige von seinem Ex-Klub mit kritischen Worten verabschiedet worden. Cuisance habe "einige Verhaltensweisen an den Tag gelegt, die er bei seinem neuen Arbeitgeber sicher nicht an den Tag legen wird. Das geht auch hier nicht", sagte Gladbachs Trainer Marco Rose seinerzeit über den Youngster, der in den Monaten zuvor trotz schwacher Trainingsleistungen mehrfach einen Stammplatz eingefordert hatte: "Für uns war der Transfer unabdingbar. Ich hatte den Eindruck, dass die Borussia für ihn zu klein geworden ist."

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Wirklich gebessert hatte sich Cuisance aber auch in München nicht. Um Spielpraxis zu sammeln, wurde der millionenschwere Neuzugang zwischenzeitlich sogar in die zweite Mannschaft versetzt. Doch auch dort machte er sich mit Verspätungen und Starallüren nicht nur Freunde. Am Ende seiner Debütsaison standen elf Spiele für die erste Mannschaft - und jede Menge Fragezeichen.

FC Bayern: Michael Cuisance gilt als Verkaufskandidat

Wie geht es nun also weiter für das Mittelfeldtalent? Stand jetzt wird Cuisance im Sommer zu den Bayern zurückkehren, trotzdem gilt er als einer der ersten Verkaufskandidaten. Nach den Verpflichtungen von Julian Nagelsmann und Dayot Upamecano wollen die Corona-geplagten Bayern Einnahmen generieren. Einen Klub zu finden, der Cuisance für eine annehmbare Ablöse aus seinem bis 2024 laufenden Vertrag herauskauft, dürfte nach den jüngsten Entwicklungen aber noch einmal schwieriger geworden sein.

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