Arsenal! Bayern-Schock unter Palmen

Der FC Bayern weilt zur Klub-WM in Marokko – und erhält dort die Nachricht: In der Champions League geht’s gegen Arsenal. "Es ist das härteste Los."
| Patrick Strasser, Florian Bogner
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Bayern-Kapitän Philipp Lahm.
dpa Bayern-Kapitän Philipp Lahm.

Der FC Bayern München weilt zur Klub-WM in Marokko – und erhält dort die Nachricht: Im Achtelfinale der Champions League geht’s gegen den FC Arsenal. "Es ist das härteste Los", sagt Philipp Lahm.

Agadir - Bis 13 Uhr hatten die Bayern-Profis am Montag in ihrem Luxushotel "Tikida Golf Palace" in Agadir frei, der erste Termin war das Mittagessen. Und dabei ging es um: den FC Arsenal. Immer wieder London.

Ein schwer verdauliches Los für das Achtelfinale der Champions League – der Zustand der Bayern war daher: geschockt unter Palmen. Trainer Pep Guardiola dürfte dies nicht gefallen, schließlich ist man in Marokko, um die Klub-WM zu gewinnen.

Arsenal? Seine Welt heißt Guangzhou Evergrande, der chinesische Meister ist der Gegner im Halbfinale am Dienstag (20.30 Uhr, ARD live). Ablenkung mag Guardiola überhaupt nicht. In der Partie gegen die Chinesen müssten die Bayern spielerisch klar überlegen sein. Anders gegen Arsenal.

"Ich habe es befürchtet. Das war die stärkste Mannschaft in unserer Trommel", sagte Präsident Uli Hoeneß auf "fcb.de", "aber auf der anderen Seite ist das ein Gegner, der auf keinen Fall unterschätzt wird."

Wie im Achtelfinale der Vorsaison trifft der FC Bayern auch diesmal in der ersten K.o.-Runde auf die Gunners aus dem Londoner Nordosten (Hinspiel 19. Februar, Rückspiel 11. März) und damit auf das Nationalelf-Trio Lukas Podolski, Per Mertesacker, Mesut Özil. "Ich freue mich, gegen meine Freunde zu spielen", twitterte Özil.

Wenigstens eine gute Mini-Nachricht. "Es ist schön, alte Bekannte zu treffen", sagte Bayern-Kapitän Philipp Lahm in Agadir und wies auf Vorteil Nummer zwei hin: "Wir spielen das Rückspiel zu Hause." Was im März diesen Jahres beinahe schief ging. Nach dem 3:1 bei Arsenal "haben wir es selbst nochmal spannend gemacht", so Lahm.

Es war ein Spiel mit dem Feuer. 0:2 stand es, ein weiteres Tor und das mit dem Triple wäre nie Realität geworden. Lahm mit ernster Miene: "Ein gutes Omen." Das war’s dann aber auch mit den angenehmen Nebengeräuschen. Die Nachteile überwiegen klar, mit einem Wort: dieser Gegner!

"Es gab angenehmere, die wir hätten kriegen können", sagte Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge, "ich hätte auch lieber Zenit St. Petersburg gehabt." Zu den Russen muss nun Dortmund. "Es ist das härteste Los von den Zweitplatzierten, ein schwieriges Los definitiv", sagte Lahm, "aber wurscht. Wenn wir ins Viertelfinale wollen, müssen wir weiterkommen."

Und wie stehen die Chancen? Ehrenpräsident Franz Beckenbauer bei "Sky Sport News HD": "Bayern gegen Arsenal ist ein Fifty-Fifty-Spiel, aber ich würde Bayern ein Prozent mehr geben, weil sie Titelverteidiger sind." Enge Kiste.

"Die werden hochmotiviert sein nach dem letzten Jahr", sagte Jérôme Boateng, "das werden zwei sehr intensive Spiele." Doch Ex-Kapitän Stefan Effenberg meinte: "Bayern ist gewarnt, Arsenal ist gefestigt, spielt eine tolle Saison bis jetzt. Aber Bayern ist der Top-Favorit auf den Titel, also ist das machbar."

Trotz Özil? Der Spielmacher steht für den Unterschied zum letzten Jahr, für die neue Stärke. Doch zuletzt gab es Zoff. Weil sich Özil nach dem peinlichen 3:6 bei Manchester City nicht bei den mitgereisten Fans bedanken wollte, stauchte ihn Mertesacker noch auf dem Platz zusammen. Dieses 3:6 war ein Ausrutscher, in der Liga spielt Arsenal eine gute Rolle wie lange nicht.

Der erste Titel seit 2004 scheint diese Saison drin unter Trainer Arsène Wenger, seit 1996 (!) im Amt. Arsenals Ex-Keeper Jens Lehmann bei "Sky Sport News HD": "Das hätte eigentlich ein Viertel- oder Halbfinale sein können. Arsenal hat sich einen Fauxpas erlaubt, dass sie nicht den Gruppensieg geholt haben."

Weil man 0:2 bei Neapel verlor. In Dortmund allerdings gewann man 1:0. Lukas Podolski freut sich schon, er twitterte: "Was für eine Auslosung wieder! Wir treffen wieder einmal auf Bayern."

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