Anschlag auf BVB-Bus: Münchner Sicherheitskonzept vor FC Bayern - Real Madrid auf dem Prüfstand

Die Attacke auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund beschäftigt auch die Münchner Polizei. Das Sicherheitskonzept vor dem Bayern-Spiel gegen Real wird noch einmal geprüft und überarbeitet. Was sich jetzt ändert.
| dpa/AZ
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Die Zuschauer der Allianz Arena müssen mit verschärften Sicherheitskontrollen rechnen.
imago/lackovic Die Zuschauer der Allianz Arena müssen mit verschärften Sicherheitskontrollen rechnen.

München - Nach der Attacke auf den Bus von Borussia Dortmund überprüft die Münchner Polizei noch einmal das Sicherheitskonzept für den Champions-League-Klassiker zwischen dem FC Bayern und Real Madrid (20:45 ZDF, Sky und im AZ-Liveticker).

Polizei München zum bevorstehenden Spiel

Thomas Baumann, Pressesprecher des Münchner Polizeipräsidiums, am Mittwochmittag: "Das Sicherheitskonzept der Münchner Polizei ist ausgereift. Es ist nicht das erste Champions-League-Spiel, bei dem der Verdacht besteht, dass es zu einer Gefährdung kommen könnte. Der Vorfall in Dortmund hat bewirkt, dass wir uns nochmal um die Sicherheit und den Transport der beiden Teams Gedanken machen. Es wird eine verstärkte Polizeipräsenz an den Hotels und der Route zum Stadion geben."

Die Münchner Polizei hat ihr Beamten-Kontigent für den Einsatz am Mittwoch aufgestockt. 80 zusätzliche Polizisten sind im Einsatz – die Gesamtzahl beläuft sich nun auf 450. Zum Vergleich: Beim Amateurderby der Bayern gegen den TSV 1860 vor zwei Jahren waren insgesamt 1.100 Polizisten im Einsatz. Die verstärkte Polizeipräsenz zeigt sich später vor allem bei den beiden Mannschaftshotels und der Innenstadt – mehr Polizisten am Stadion selbst seien laut Baumann nicht geplant. Auch Sprengstoffhunde werden in der Innenstadt und am Stadion vor Ort sein.

Der Weg der Busse ins Stadions werde von der Polizei begleitet – allerdings ein übliches Prozedere, das nicht direkt mit dem Angriff auf den BVB-Bus zusammenhängt. Die Münchner Polizei behält es sich vor, die Route kurzfristig nochmals zu ändern. Die Busse beider Mannschaften werden seit Dienstagabend überwacht. Die Fahrzeuge sind sicher verwahrt, vor der Abfahrt werden die Busse nochmals auf möglichen Sprengstoff untersucht. Eine Absage des Spiels sei laut Baumann niemals diskutiert

Zur Bewertung der Lage stünden die Beamten auch in Kontakt mit der Dortmunder Polizei, sagte der Sprecher am Mittwochmorgen. Er betonte aber gleichzeitig: "Wir haben keinerlei Gefährdungshinweise für München und das Spiel."

Im Fall des Sprengstoff-Angriffs auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. In einem Bekennerschreiben gibt es Hinweise auf einen islamistischen Hintergrund der Tat.

Vor dem eigenen Viertelfinale sandten die Münchner und Trainer Carlo Ancelotti ihre besten Wünsche an die Dortmunder Kollegen - allen voran an den verletzten Abwehrspieler Marc Bartra. "Unsere ganze Unterstützung für den BVB und den Wunsch für eine baldige Genesung für Marc Bartra", erklärte Coach Ancelotti. "Alles Gute, Marc Bartra und dem gesamten BVB", wünschte der FC Bayern.

Polizei vor Real Hotel

Die Vorfälle vom Dienstagabend beeinflußen die Vorbereitungen der anderen Champions-League-Partien. Nachdem neben dem Dortmunder Mannschaftsbus drei Sprengsätze explodiert und der spanische Fußball-Profi Bartra sowie ein Polizist verletzt worden waren, hatte die Münchner Polizei am Abend einen Einsatzzug im Viertel des Hotels von Real Madrid auf Streife geschickt.

Die Beamten seien wegen einer größeren Fan-Versammlung bereits zuvor am Hilton-Hotel am Tucherpark gewesen und angesichts der ersten Meldungen aus Dortmund dort behalten worden, sagte der Sprecher der Polizei.

Sicherheitsvorkehrungen verschärft

Beim Viertelfinal-Hinspiel am Mittwochabend in der mit 70.000 Zuschauern ausverkauften Allianz Arena müssen sich die Besucher auf intensive Sicherheitskontrollen einstellen. Eine rechtzeitige Anreise ist ratsam. Nach der Anschlagsserie von Paris und der Terrorwarnung beim Länderspiel in Hannover im November 2015 waren die Sicherheitsvorkehrungen in deutschen Stadien verschärft worden.

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