Abwehr-Engpass beim FC Bayern: Bleibt Jérôme Boateng doch?

Lucas Hernández absolviert zu Beginn des Trainingslagers bereits Teile des Mannschaftstrainings. Trotzdem bleibt die Personallage in der Defensive angespannt. Bleibt Boateng deswegen doch in München?
| Maximilian Koch
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Gute Laune im Trainingslager: Jérôme Boateng (m.) mit Trainer Hansi Flick (l.) und Corentin Tolisso.
Gute Laune im Trainingslager: Jérôme Boateng (m.) mit Trainer Hansi Flick (l.) und Corentin Tolisso. © imago/MIS

Doha - Die Freude über sein Comeback ist Lucas Hernández im Doha-Trainingslager des FC Bayern deutlich anzusehen. Der 23-jährige Franzose lacht viel, scherzt mit den Kollegen, absolviert die Übungen mit höchster Konzentration und Motivation. Man kann Hernández ja gut verstehen: Nach seiner schweren Sprunggelenksverletzung inklusive Operation kann er rund zweieinhalb Monate später endlich wieder im Kreis der Mannschaft trainieren.

Hernández mit guten Fortschritten

Nach einer Laufeinheit zum Start des Trainingslagers nahm Hernández am Sonntag sogar am Mannschaftstraining teil – zumindest in Teilen. Das Aufwärmen machte der Verteidiger mit, auch beim Kraftzirkel war er mittendrin. Nur bei Sprüngen über kleine Hürden hielt er sich zurück. Später, als die Kollegen mit dem Ball am Fuß trainierten, verabschiedete sich Hernández und setzte sein Individualprogramm fort.

 

Die Frage, die sich stellt: Wann ist der Weltmeister wieder komplett hergestellt und eine Option für Bayern-Trainer Hansi Flick? "Es ist wichtig, dass er Fortschritte macht, aber wir müssen behutsam damit umgehen", sagte der Coach. "Er wird bei taktischen Dingen - so gut es geht - mitmachen. Er wird aber kein Mannschaftstraining absolvieren können." Safety first bei Hernández, der im Jahr 2019 großes Pech mit Verletzungen hatte, lange pausieren musste.

Flick kann sich die Geduld derzeit erlauben, weil er mit Alphonso Davies (19) einen erstklassigen Youngster auf der linken Abwehrseite aufbieten kann, eine "Lebensversicherung", wie der Trainer sagt. Innen verteidigt der neue Abwehrchef David Alaba (27) auf sehr hohem Niveau.

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Flick will noch einen Rechtsverteidiger

Es knirscht eher auf der anderen Seite: rechts. Flick macht kein Geheimnis daraus, dass er sich eine Alternative wünscht. "Ein Rechtsverteidiger wäre wichtig, weil man mehr Optionen hat", erklärte er. "Es wäre schön, wenn wir noch eine Verstärkung hätten, die uns sofort weiterhelfen kann." Der Hintergedanke: Benjamin Pavard (23) könnte in die Zentrale rücken, Joshua Kimmich (24) dauerhaft als Sechser agieren. Optionen sind der Leipziger Lukas Klostermann (23) und Joao Cancelo (25/Manchester City).

Da Niklas Süle (24/Kreuzbandriss) noch Monate fehlen wird, ist die Abwehr ohnehin dünn besetzt. Trotzdem gibt es weiter Abschiedsgerüchte um Jérôme Boateng (31), der den Klub nach AZ-Informationen schon im Winter verlassen darf und angeblich vom FC Arsenal umworben wird. Nur: Will Flick das überhaupt? "Er ist gut vorbereitet und hat im Urlaub gut trainiert", lobte der Coach seinen Verteidiger. "Ich bin gespannt, wie die nächsten Wochen aussehen, vergeude derzeit aber keinen Gedanken daran, ob er wechselt oder nicht." Und dann ergänzte Flick noch: Ich kann es mir aktuell nicht vorstellen.

Der Abwehr-Engpass bei Bayern könnte dafür sorgen, dass Boateng doch bis Sommer bleibt.

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