Harry und Meghan vs. Charles: Wieder einmal muss die Queen alles richten

Der Palast, also Queen Elizabeth II., reagiert am Dienstagabend auf die schwerwiegenden Anschuldigungen von Herzogin Meghan und Prinz Harry im Interview von Oprah Winfrey. Die Monarchin will Frieden.
| Steffen Trunk
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Queen Elizabeth II. mit Sohn Prinz Charles sowie Enkel Prinz Harry samt Ehefrau Meghan.
Queen Elizabeth II. mit Sohn Prinz Charles sowie Enkel Prinz Harry samt Ehefrau Meghan. © imago/ZUMA Press

Kann die britische Königin Elizabeth II. mit dieser öffentlichen Stellungnahme weiteren Schaden vom Königshaus abwenden? Nach den Vorwürfen von Enkelsohn Prinz Harry und seiner Ehefrau Meghan Markle bei US-Talkmasterin Oprah Winfrey veröffentlichte die 94-jährige Monarchin am Dienstagabend ein Statement.

Britische Monarchie: Krise wie nach Tod von Diana?

Mit so einem eiligen Schreiben haben nur wenige Royal-Experten gerechnet. Durchlebt das britische Königshaus aktuell eine Krise wie nach dem Unfalltod von Prinzessin Diana 1997? Nach den weltweiten Negativ-Schlagzeilen (u.a. Rassismusvorwurf) stand das britische Königshaus am Dienstag unter massivem Druck. Man wollte offenbar in unserer schnelllebigen Welt nicht mehr länger mit einer öffentlichen Reaktion warten. Ein zu langes Zögern, wie einst nach Dianas Tod, wollte die Queen unbedingt vermeiden.

Queen will keine weitere öffentliche Erklärung abgeben

Die Queen hat ihr Schweigen gebrochen, sie nehme die Anschuldigungen von Prinz Harry und Meghan "sehr ernst", hieß es im Statement. Man werde sie "privat" besprechen, so Königin Elizabeth II., die einmal mehr um Frieden und um Versöhnung bemüht ist. Zwar könnten Erinnerungen sehr unterschiedlich sein, doch man werde in der Familie im privaten Rahmen darüber sprechen. Harry, Meghan und Archie würden auch weiterhin "sehr geliebte" Mitglieder der königlichen Familie bleiben.

Vorwürfe gegen Palast: Meghan und Harry gaben Oprah Winfrey Skandal-Interview

Meghan Markle und Prinz Harry haben am Sonntag im US-TV schwere Vorwürfe erhoben und hatten der Königsfamilie mangelnde Unterstützung vorgeworfen sowie sie rassistischer Äußerungen bezichtigt. Es soll angeblich, so Meghan, Bedenken darüber gegeben haben, "wie dunkel seine [Archie, Anm. d. Red.] Haut sein könnte, wenn er geboren wird". Von welchem Royal diese heftige Aussage stammen soll, wollte das Paar nicht sagen. Später äußerte Prinz Harry, dass damit weder die Queen noch ihr Mann Prinz Philip (99) gemeint gewesen war.

Harrys Abrechnung mit Vater Charles

Heftige Kritik formulierte Harry auch gegenüber Prinz Charles. Ist das Interview eine späte Abrechnung mit seinem Vater? Das vermutet auch Moderatorin Mareile Höppner: "Hier spricht das verletzte Kind aus Harry, der viel zu früh seine Mutter verloren hat und wer sollte ihn da nicht verstehen? Der Vater und der Palast entschieden damals, dass der Junge hinter dem Sarg der toten Mutter vorbei an Millionen Schaulustigen laufen musste, diesen Tag beschrieb Harry schon früher als einen der schlimmsten in seinem Leben. Und das lag nicht nur am Tod der Mutter, sondern auch an der Zurschaustellung der beiden Kinder. [...] Die kritische Sicht auf den Vater hat er lange verheimlicht."

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Wieder einmal muss jetzt die Queen eingreifen und alles richten: die royale Familie zusammenhalten, Frieden schließen und beschwichtigen. Dabei hat sie selbst große Sorgen um ihren Gatten, der seit drei Wochen in der Klinik liegt.

Ganzes Statement der Queen zu Meghan und Harry

Am Dienstagabend (9.3.) veröffentlichte der Buckingham Palast folgende Mitteilung: "Die ganze Familie ist traurig darüber, wie schwierig die vergangenen Jahre für Harry und Meghan gewesen sind. Die angesprochenen Themen, insbesondere der Rassismusvorwurf, sind besorgniserregend. Obwohl einige Erinnerungen unterschiedlich sein mögen, werden sie sehr ernst genommen und von der Familie privat aufgearbeitet. Harry, Meghan und Archie werden immer sehr geliebte Familienmitglieder sein."

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