Ralph Brinkhaus: Wir müssen unser Ding machen

Das fordert der Chef der Unionsfraktion vor den Wahlen im Osten – und Ralph Brinkhaus spricht über die neue Harmonie.
| Interview: Gerald Schneider
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Der 50-jährige Westfale Ralph Brinkhaus ist gelernter Steuerberater und seit 2018 Chef der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
Nicolas Armer/dpa Der 50-jährige Westfale Ralph Brinkhaus ist gelernter Steuerberater und seit 2018 Chef der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Seine Wahl zum Fraktionschef der Union war eine Sensation: Vor vier Monaten drängte der 50-jährige Westfale Ralph Brinkhaus mit Volker Kauder einen engen Vertrauten von Kanzlerin Bundeskanzlerin Angela Merkel (alle CDU) aus dem Amt. Im AZ-Interview spricht er über sein Verhältnis zur Regierungschefin und die neue Harmonie mit der CSU.

AZ: Herr Brinkhaus, Sie waren zu Gast bei der Klausur der CSU-Landtagsfraktion in Banz sowie beim Sonderparteitag. Zwischen CDU und CSU scheint ja wieder eitel Sonnenschein zu herrschen. Wie ehrlich ist dieser äußere Eindruck?
RALPH BRINKHAUS:
Die Spitzen von CDU und CSU wissen, dass die Union in diesem wichtigen Wahljahr nur geschlossen erfolgreich sein wird. Dieser Wille hat sich in Kloster Banz, aber auch auf dem CSU-Parteitag durch alle Reden gezogen. Die Erkenntnis ist vielleicht nicht ganz neu, aber sie ist jetzt wieder in allen Köpfen präsent: Gemeinsam ist die Union immer am stärksten.

In Deutschland stehen Landtagswahlen an, in Brandenburg, Sachsen und Thüringen, hinzu kommt Bremen. Allzu rosig sieht es gerade im Osten für Ihre Partei nicht aus. Welche Machtoptionen sehen Sie für die CDU?
Die CDU will in allen Ländern stärkste Partei werden. Das muss das Ziel sein. Die Voraussetzungen haben wir: Wir sind in allen vier Ländern personell gut aufgestellt und machen auch inhaltliche Angebote.

Die Union ist unter Druck von den Grünen und von der AfD. Wie wollen Sie Ihre Partei aus dieser Umklammerung lösen?
Wir müssen unser eigenes Ding machen und dürfen nicht immer nur auf andere schauen. Es bringt auch nichts, die Union in die eine oder andere Richtung zu verschieben. Wir sind Volkspartei. Das bedeutet: Wir kümmern uns um alle Menschen, in der Stadt genauso wie auf dem Land. Vor allem um die Mitte der Gesellschaft.

Lesen Sie das AZ-Interview mit Natascha Kohnen:

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