Patt in NRW: CDU schiebt es auf Merkel

In fünf Wochen ist Wahl in Nordrhein-Westfalen. Doch kein Lager kann in den bisherigen Umfragen die Mehrheit gewinnen. Die Union hat eine Schuldige: Angela Merkel, sie sei „in die falsche Richtung losgeprescht“:
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Bundeskanzlerin Angela Merkel
dpa Bundeskanzlerin Angela Merkel

DÜSSELDORF - In fünf Wochen ist Wahl in Nordrhein-Westfalen. Doch kein Lager kann in den bisherigen Umfragen die Mehrheit gewinnen. Die Union hat eine Schuldige: Bundeskanzlerin Angela Merkel, sie sei „in die falsche Richtung losgeprescht“:

An Rhein und Ruhr droht ein Patt: Fünf Wochen vor der Wahl ist die amtierende schwarz-gelbe Regierung weit von einer Mehrheit entfernt – doch auch für Rot-Grün reicht es nicht. Langsam liegen die Nerven blank.

Laut einer neuen Emnid-Umfrage kommt die CDU von Jürgen Rüttgers auf 38 Prozent. Zusammen mit der FDP (acht Prozent) kommt das Lager aber nur auf 46 Prozent. Das linke Lager – Rot-Rot-Grün rechnerisch zusammengefasst – hat dagegen zusammen 51 Prozent. Für SPD (32 Prozent) und Grüne (zwölf Prozent) reicht es alleine aber auch nicht. Möglich wären derzeit nur eine große Koalition oder aber Schwarz-Grün.

Die Linkspartei forderte die SPD deswegen nun dringend auf, doch mit ihr zu kooperieren. SPD-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft sagte aber prompt Nein: „Die Linkspartei in NRW ist weder regierungsfähig, noch will sie regieren.“ Die Grünen zeigten sich dagegen offen für ein Bündnis mit der CDU. Doch auch in der Union ist die Stimmung schlecht. Josef Schlarmann, Vorsitzender der Mittelstandsvereinigung der Partei, warf Bundeskanzlerin Angela Merkel vor, mit „politischem Aktionismus“ die Chancen ihrer Partei in Nordrhein-Westfalen zu schmälern. „Sie ist in die falsche Richtung losgeprescht.“ tan

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