Premiere unter vielen Profis

Beim AZ-Wiesn-Stammtisch outet sich Joseph von Westphalen als Novize: Könner wie Katsche Schwarzenbeck, Hep Monatzeder und Monika Baumgartner zeigen ihm, wie das Feiern geht.
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Die Runde im Winzerer Fähndl (von vorn links im Uhrzeigersinn): Chris Boettcher, Monika Baumgartner, Georg Thanscheidt, Leslie Mandoki, Andrea Schoeller, Joseph von Westphalen, Nadja Hirsch, Hep Monatzeder, Ernst Wolowicz, Alexander Reissl, Jürgen Bühl, Willi Bock, Michael Bartholl von Paulaner und Katsche Schwarzenbeck.
Daniel von Loeper Die Runde im Winzerer Fähndl (von vorn links im Uhrzeigersinn): Chris Boettcher, Monika Baumgartner, Georg Thanscheidt, Leslie Mandoki, Andrea Schoeller, Joseph von Westphalen, Nadja Hirsch, Hep Monatzeder, Ernst Wolowicz, Alexander Reissl, Jürgen Bühl, Willi Bock, Michael Bartholl von Paulaner und Katsche Schwarzenbeck.

Beim AZ-Wiesn-Stammtisch outet sich Joseph von Westphalen als Novize: Könner wie Katsche Schwarzenbeck, Hep Monatzeder und Monika Baumgartner zeigen ihm, wie das Feiern geht.

Man kann auch nach über 50 Jahren in München eine Wiesn-Premiere feiern. AZ-Flaneur Joseph von Westphalen betrat beim Stammtisch von AZ und Paulaner zum ersten Mal ein Bierzelt. Und das, obwohl der Traditionalist das Magdalenenfest liebt. Doch das Fremdeln im Winzerer Fähndl hatte der Weintrinker nach einer Mass bereits überwunden.

Etwas Balsam für ihre Schauspielerseele bekam auch Monika Baumgartner, die direkt vom ZDF-Dreh des "Bergdoktor" angereist war: Kaum angekommen, musste sie Autogramme geben. Ein wenig betrübt ist sie noch, dass der Bayerische Rundfunk sie in seiner Jubiläumsschrift mit keinem Wort erwähnte. Und das, nachdem Baumgartner 30 Jahre lang für den Sender gearbeitet hat. Ganz ohne Frage aber ist sie ebenso eine bayerische Ikone wie Katsche Schwarzenbeck, der sich neben sie gesellte - er hat sich einen Bart stehen lassen. Katsche erinnerte sich am Tisch an seine Zeit als Buchdruckerlehrling: Gemeinsame Ausflüge auf die Wiesn gab's - wie später beim FC Bayern. "Das war immer eine pfundige Zeit", sagte Katsche, "danach war ich zwanzig Jahre lang überhaupt nicht draussen". Aus dem Schreibwarenladen in der Au konnte er tagsüber nicht weg, "und abends war's mir dann zu voll".

Voll wurde es am AZ-Tisch, als spontaner Besuch vorbeikam: Chris Boettcher, Sänger vom Fast-Wiesnhit "Zehn Meter geh'" schaute vorbei, ehe es zur Kapelle zum Live-Singen ging - und das Zelt zu toben begann. "Das ist einfach super diese Stimmung, klasse", befand Boettcher.

Hep Monatzeder lurt auf sein Handy – 1860 gegen Hertha

Jürgen Bühl von der Olympia-Vorbereitungsgesellschaft nahm den AZ-Tisch als Verschnaufpause: Nächste Woche fliegt er nach Kopenhagen - zur "Werkspionage". Dort präsentieren sich die Bewerber für die olympischen Sommerspiele, Bühl hofft, ein paar Tipps für Münchens Bewerbung 2018 einzuheimsen.

Hep Monatzeder dagegen lurte auf sein Handy: sein Club 1860 gegen Hertha BSC Berlin. Beim Warten verriet er, dass er darüber nachdenkt, wieder in den Aufsichtsrat von Sechzig zu gehen: "Ich bin gefragt worden." Zwischen Ente, Spanferkel und Hähnchen führte der grüne Bürgermeister schnell noch eine Wahlumfrage bei den AZ-Journalisten durch, nickte wohlwollend bei einer Grossen Koalition-Antwort, zog die Augenbraue in die Höhe bei einer Schwarz-Gelben Mehrheits-Anwort. "Auf die hoffe ich natürlich, wenn's auch knapp wird", sagt dagegen Nadja Hirsch, FDP-Abgeordnete im Europaparlament. Bis zum Wahlabend will sie noch in München bleiben, "und danach mit einem kleinen Kater zurück nach Brüssel fahren. Egal wie es ausgeht."

Eisi Gulp hatte sieben Stunden Zugfahrt hinter sich. Kaum auf der Wiesn angekommen, wusste der Kabarettist schon, wo es zur Apres-Feier hingeht: Zum Salsa in die Max Emanuel Brauerei. Kein grosser Wiesnfan ist Stadtkämmerer Ernst Wolowicz - und heuer doch zum dritten Mal da, "immer beruflich". Mit Schulminister Ludwig Spaenle tauschte er Tipps aus, wie man Geld vom Bund kriegt. Eine Wiesnpause will sich am Wochenende Alexander Reissl, Chef der Rathaus-SPD gönnen, "damit die Italiener genug Platz haben". An diesem Abend trank er aber erst mal seine Paulaner-Mass und fachsimpelte über den Geschmack von alkoholfreiem Bier. Das Thema hatte ausgerechnet Monatzeder aufs Tapet gebracht. "Ich bin blöderweise mit dem Auto da", gestand der Grüne, "ich musste mich doch noch schnell für die AZ umziehen."

Fesch gemacht hatte sich PR-Lady Andrea Schoeller. Sie kam in AZ-Rot. "Das wird Trend, weil es so fröhlich ist." Werbung machte auch Leslie Mandoki: Musikalisch für die CDU. "Nach den schockierenden Umfrageergebnissen bin ich weit davon entfernt, einen Triumphmarsch zu schreiben."

akk, fk, kim, tha, vi, wbo

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