Oktoberfest "light": Münchner Wirtshauswiesn soll dauerhaft stattfinden

Als kleiner Oktoberfest-Ersatz laden die Wirte wieder in ihre Gaststätten. Weil’s so schön ist, wird es die Veranstaltung auch in Zukunft geben.
| Ruth Frömmer
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Christian Schottenhamel (v.l.), Gregor Lemke und Peter Inselkammer mit Herzen und Krügerln der Wirtshaus-Wiesn.
Christian Schottenhamel (v.l.), Gregor Lemke und Peter Inselkammer mit Herzen und Krügerln der Wirtshaus-Wiesn. © IMAGO / STL

München - Mit der Wiesn-Absage im vergangenen Jahr sind Münchens Wirte immerhin ein Stückerl zusammengewachsen.

Denn darin waren sich alle gemeinsam einig: Auch wenn’s keine Wiesn gibt, muss das Oktoberfest gewürdigt werden. Bei der gestrigen Pressekonferenz im Augustiner am Platzl erinnerte der Sprecher der Innenstadtwirte Gregor Lemke noch einmal an die Ursprünge des Oktoberfests, die Hochzeit von Kronprinz Ludwig I. und Prinzessin Therese im Jahr 1810 und das große Pferderennen. Danach waren fünf Tage lang alle Wirtshäuser geöffnet, der König hat alles spendiert und vor und in den Wirtshäusern wurde gefeiert.

Die Wirtshaus-Wiesn ließ die Wirte zusammenwachsen

Umsonst gibt’s auf der Wirtshaus-Wiesn nix, aber immerhin ein bisserl Oktoberfest-Stimmung und Erinnerung an die Original-Wiesn. Während sie vergangenes Jahr in recht kurzer Zeit aus dem Boden gestampft wurde, hätte niemand gedacht, dass noch eine zweite Wiesn-Absage kommen würde. Nun ist es soweit. Und weil die Wirtshaus-Wiesn im letzten Jahr so gut ankam, und die Wirte dadurch tatsächlich ein Stück zusammengewachsen sind, wird es die Veranstaltung in Zukunft auch zusammen mit der richtigen Wiesn geben.

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Denn, so Wiesnwirte-Sprecher Christian Schottenhamel, auch wenn Wiesn ist, freuen sich die Münchner und vor allem die Touristen über die besondere Stimmung in der Stadt und führen gerne ihre Lederhosen und Dirndl aus. "Vor allem Touristen kommen extra nach München, haben vielleicht eine oder zwei Wiesn-Reservierungen und tummeln sich ansonsten in der Stadt." Ihnen will man auch in den Lokalen Wiesn-Feeling vermitteln.

Wirtshaus-Weisn: Musik ist erlaubt, tanzen nicht

Insgesamt 51 Wirtshäuser nehmen teil. Von 18. September bis 3. Oktober haben sie Wiesnbier und -schmankerl auf ihren Karten und freuen sich (wie sonst auch) über jeden, der in Tracht kommt. Für Stimmung sorgen kleinere Tanzdarbietungen und Musik von Wiesn-Musikanten. Allerdings nur im Hintergrund, denn getanzt werden darf coronabedingt natürlich nicht.

"Aber ein bisserl Schunkeln ist schon erlaubt", sagt Wiesnwirte-Sprecher Peter Inselkammer. Er freut sich schon auf den Anstich im kleinen Kreis, denn das sei etwas Besonderes. Er wird die erste Mass persönlich zapfen. Einen Anstich gibt es in allen teilnehmenden Lokalen – ob mit prominenter Unterstützung oder ohne – am Starttag um 12 Uhr.


18. September bis 3. Oktober, wirtshauswiesn.de

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