Oktoberfest 2026: Erste Wiesn-Besucher stürmen auf das Festgelände

Die Wiesn 2026 steht kurz vor dem Start – und die AZ wird mittendrin sein. Alles Wichtige, aktuelle Entwicklungen und besondere Momente vom Oktoberfest finden Sie in unserem Liveblog – auch schon vor dem offiziellen Start.
von  André Wagner, Guido Verstegen, Sophia Willibald, Ben Sagmeister, Niclas Vaccalluzzo, Jan Krattiger, Ruth Frömmer, Florian Kraus, Franziska Hubl, Stefica Budimir-Bekan, Sandra Will
Die ersten Besucher rennen zum Start des Oktoberfestes nach dem Einlass auf die Festwiese zu den Zelten.
Die ersten Besucher rennen zum Start des Oktoberfestes nach dem Einlass auf die Festwiese zu den Zelten. © Karl-Josef Hildenbrand /dpa

Die Wiesn läuft in Kürze an! Ab dem 19. September werden drei AZ-Reporterinnen und -Reporter täglich für Sie vor Ort sein und Sie live auf dem Laufenden halten: über alles, was auf der Theresienwiese passiert – von schönen Momenten und besonderen Begegnungen bis zu den Schattenseiten des Oktoberfests. Und was gibt es vor dem Wiesn-Start zu wissen? Auch das erfahren Sie hier im Wiesnblog.  

9.36 Uhr: Abseits der großen Festzelte in der Schaustellerstraße herrscht um kurz vor halb 10 noch Ruhe. Chamaina Pichler hängt an ihrem Standl die letzten Lebkuchenherzen auf. Bei schönem Wetter dauere es nicht lange, bis die ersten Kunden kommen, sagt sie. Trotzdem ist Pichler völlig entspannt.

Chamaina Pichler an ihrem Stand für Lebkuchenherzen.
Chamaina Pichler an ihrem Stand für Lebkuchenherzen. © Niclas Vaccalluzzo

Die Sprüche auf den Herzen wie "Wiesn statt Tinder" oder "200% Single" denkt sie sich jedes Jahr selbst aus. Dabei setzt sie auf Humor und aktuelle Trends.

+++ Verzögerung beim Einlass, jetzt geht's aber los +++

Erste Wiesnbesucher rennen zu den Zelten, um einen Platz zu ergattern.
Erste Wiesnbesucher rennen zu den Zelten, um einen Platz zu ergattern. © Ben Sagmeister

9.05 Uhr: Um Punkt 9 Uhr sollte es eigentlich losgehen. Doch wie die Wiesn-Reporter der AZ melden, verzögert sich der Einlass. Der Grund ist nicht bekannt. Nach etwa zehn Minuten dann doch: Die Eingänge zur Wiesn sind geöffnet und der große Run beginnt: Die fittesten und sportlichsten Wiesn-Fans nehmen ihre Beine in die Hand und stürmen zu einem der Zelte, um sich einen Platz zu sichern. Dann heißt es erstmal warten, denn erst in drei Stunden, um Punkt 12 Uhr wird angezapft und die erste Freibierrunde ausgeschenkt. 

Im Schottenhamel füllen sich die Bierbänke.
Im Schottenhamel füllen sich die Bierbänke. © Ruth Frömmer

Der Schottenhamel füllt sich, meldet die AZ-Wiesn-Reporterin aus dem Zelt. Es gehe dabei "recht ruhig und zivilisiert zu". Vorwiegend junge Männer und Buben seien da.

Ein neuer Trend? Der Hopfenhut.
Ein neuer Trend? Der Hopfenhut. © Ruth Frömmer

Zumindest unter einigen der allerersten Wiesn-Besucher scheint sich ein neuer Trend zu zeigen: Der Hopfenhut! Die AZ wird aufmerksam beobachten, ob der sich durchsetzen wird bei dieser 191. Ausgabe des Oktoberfests. 

+++ Die Ruhe vor dem großen Ansturm +++

Morgenstimmung auf dem Wiesngelände kurz bevor das Oktoberfest losgeht.
Morgenstimmung auf dem Wiesngelände kurz bevor das Oktoberfest losgeht. © Ben Sagmeister

8.45 Uhr: In der angenehmen Morgensonne laufen die letzten Vorbereitungen. Die AZ-Wiesnreporterin auf dem Gelände meldet, die Polizei sei bestens gelaunt und bereit. Auch die Bedienungen trudeln ein mit ihren Schlitten auf den Schultern.

Oktoberfestbesucher warten in den frühen Morgenstunden rund um das Festgelände auf den Einlass, der um 9:00 Uhr beginnt. Die 191. Wiesn findet vom 19. September bis zum 04. Oktober 2026 auf der Münchner Theresienwiese statt.
Oktoberfestbesucher warten in den frühen Morgenstunden rund um das Festgelände auf den Einlass, der um 9:00 Uhr beginnt. Die 191. Wiesn findet vom 19. September bis zum 04. Oktober 2026 auf der Münchner Theresienwiese statt. © dpa/Sven Hoppe

Um Punkt 9 Uhr gehen die Tore auf und all jene, die sich vor dem Eingang die Nacht um die Ohren geschlagen haben, rennen zu den Festzelten, um sich einen der begehrten Plätze für die allererste Wiesnmaß zu sichern. 

Auch die Polizei auf der Wiesn ist bereit.
Auch die Polizei auf der Wiesn ist bereit. © Ruth Frömmer

19. September, 8 Uhr: Es ist so weit: Die Wiesn 2026 startet endlich. Die ersten Besucher können es kaum noch erwarten und warten schon in aller Früh im Dunkeln rund ums Festgelände. Bereits vor 5 Uhr sieht man hier lange Schlangen. Bis 9 Uhr müssen sie sich noch gedulden, erst dann ist Einlass.

Die ersten Wiesn-Besucher warten schon am Samstagfrüh auf Einlass.
Die ersten Wiesn-Besucher warten schon am Samstagfrüh auf Einlass. © Sven Hoppe/dpa

18. September, 14.06 Uhr: Zum ersten Mal bietet die Stadt München auf der Wiesn einen Impfservice an. Impfwillige können sich jeden Tag von 9 bis 14 Uhr in der Wiesn-Wache gegen Grippe und Corona impfen lassen. Eine Terminvereinbarung ist nicht notwendig, nur Krankenkassenkarte und Impfpass müssen mitgebracht werden. 

Auch Personen, die die Wiesn nicht besuchen wollen, können vom Impfservice in der Wiesn-Wache Gebrauch machen.


17. September, 11.40 Uhr: Wenn am Samstag zum Wiesnbeginn der feierliche Einzug der Wiesn-Wirte stattfindet, dann sorgen entlang der Zugstrecke 40 ehrenamtliche Sanitäterinnen und Sanitäter des Münchner Roten Kreuzes dafür, dass im Fall des Falles sofort professionelle Hilfe geleistet wird. Entlang der Strecke werden fünf Erste-Hilfe-Stationen eingerichtet, zudem sind Mitglieder der BRK-Motorradstreife im Einsatz, die als First Responder zur Verfügung stehen und anfahrende Rettungsfahrzeuge lotsen. Die ärztliche Versorgung wird durch einen mobilen Arzt sichergestellt.

Beim traditionellen Trachten- und Schützenzug mit mehr als 8000 Teilnehmenden und mehreren zehntausend Zuschauern an der Strecke sorgen rund 150 ehrenamtliche Einsatzkräfte des Münchner Roten Kreuzes, des Malteser Hilfsdienstes und der Johanniter-Unfall-Hilfe für die sanitätsdienstliche Betreuung.

Rund 200 ehrenamtliche Einsatzkräfte des Münchner Roten Kreuzes stehen beim Einzug der Wiesn-Wirte und dem Trachten- und Schützenzug bereit.
Rund 200 ehrenamtliche Einsatzkräfte des Münchner Roten Kreuzes stehen beim Einzug der Wiesn-Wirte und dem Trachten- und Schützenzug bereit. © Bayerisches Rotes Kreuz

Entlang der rund sieben Kilometer langen Zugstrecke von der Maximilianstraße bis zur Theresienwiese richtet das Münchner Rote Kreuz 16 Erste-Hilfe-Stationen ein, an denen jeweils ein Team von mindestens sieben Sanitäterinnen und Sanitätern bereitsteht. Auch Mitglieder der BRK-Motorradstreife werden vor Ort unterwegs sein. Für die ärztliche Versorgung sind sowohl mobile als auch stationäre Ärztinnen und Ärzte verantwortlich.


16. September, 7. 18 Uhr: Die Erwartungen sind hoch. Der Druck ist groß. Man möchte grad wirklich nicht in seiner Haut stecken. Schließlich steht OB Dominik Krause (Grüne) am Samstag die alljährlich wohl wichtigste Amtshandlung des Münchner Stadtoberhaupts bevor (zumindest was das beinah weltweite mediale Interesse anbelangt): Am 19. September hat Oberbürgermeister Krause seine Anzapf-Premiere!

Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) beim ersten Anzapftraining für die Wiesn. (Handout)
Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) beim ersten Anzapftraining für die Wiesn. (Handout) © Achim Frank Schmidt/Paulaner/dpa

Um Punkt zwölf Uhr wird er im Schottenhamelzelt das erste Fass Wiesnbier anzapfen und damit das 191. Oktoberfest offiziell eröffnen. Wie viele Schläge wird Krause brauchen? Schafft er’s gleich bei seiner Premiere sogar mit nur zwei Schlägen, wie bei seinem erfolgreichen Anzapf-Training?

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Fest steht bislang nur, dass es ein riesiges Anzapf-Spektakel sein wird. Doch auch wenn der Fokus natürlich auf OB Krause liegt: Er wird am Samstag nicht als Einziger auf der Theresienwiese den Schlegel schwingen. Auch in anderen Festzelten wird um zwölf Uhr angezapft – mal von mehr oder weniger prominenten Persönlichkeiten, mal von den Wirtsleuten selbst. Lesen Sie hier, war am Samstag noch den Schlegl schwingt.


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Der Gang in die großen Wiesn-Festzelte ist zu Stoßzeiten meist nur Menschen mit Reservierung vorbehalten. Einen freien Tisch zu buchen, ist aber gar nicht so einfach. Ein neues Tool soll dabei Abhilfe schaffen.
Der Gang in die großen Wiesn-Festzelte ist zu Stoßzeiten meist nur Menschen mit Reservierung vorbehalten. Einen freien Tisch zu buchen, ist aber gar nicht so einfach. Ein neues Tool soll dabei Abhilfe schaffen. © IMAGO/Wolfgang Maria Weber

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