Keine Hendlsauerei mehr auf der Wiesn

Umweltorganisationen präsentieren auf dem Marienplatz ihre Forderungen.
| Ruth Frömmer
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Ein Hendl-Karussell im Sonnenschein. Die Botschaft zum Tierleid ist eher betrüblich.
Ein Hendl-Karussell im Sonnenschein. Die Botschaft zum Tierleid ist eher betrüblich. © Sigi Müller

München - "Uns geht es nicht darum, den Münchnern die Wiesn zu verderben. Aber wenn die Stadt nachhaltiger werden will, dann muss man auch die Wiesn nachhaltig gestalten", sagt Helmut Schmidt von der Münchner Initiative für Nachhaltigkeit zur AZ. "Die derzeitige Ernährung ist krank und macht uns krank", so Schmidt.

Sie verursache Tierleid, Bienensterben, Kinderarbeit und prekäre Arbeitsverhältnisse, etwa in der Fleisch-Industrie. Auf dem Marienplatz haben er und seine Mitstreiter nun die "Hendlsauerei" veranstaltet. Blickfang war ein Karussell mit Geflügel und der Aufschrift "Ekel-Hendl". Am Mittwoch waren Personen aus der Politik und Nachhaltigkeitsbranche zu einer Informations-Veranstaltung geladen.

Mona Fuchs, Julia Schmitt-Thiel und Nicola Holtmann (v.l.).
Mona Fuchs, Julia Schmitt-Thiel und Nicola Holtmann (v.l.). © Sigi Müller

Mit-Veranstalterin Daniela Schmid (Münchner Ernährungsrat, Tollwood) begrüßte aus dem Stadtrat unter anderem Julia Schmitt-Thiel (SPD), Mona Fuchs (Grüne), Nicola Holtmann (ÖDP) und Marie Burneleit (Die Partei). Die Forderungen an die Politik: Wenn die beschlossene Klimaneutralität bis zum Jahr 2035 eingehalten und München dem Titel "Bio-Stadt" gerecht werden will, dann müssen auch Großveranstaltungen inklusive Verpflegung nachhaltig und biologisch gestaltet werden. Die Wiesn wäre in dieser Beziehung ein typisches Leuchtturmprojekt.

Eine nachhaltige Wiesn wäre richtig

Außerdem soll der Einsatz von Produkten aus industrieller Intensivtierhaltung beendet werden. Der Anteil von ökologisch erzeugten Lebensmitteln soll sukzessive bis 2027 auf 50 Prozent und bis 2035 sogar auf 100 Prozent erhöht werden. Kriterien des fairen Handels sollen auch für sämtliche Produkte aus dem globalen Süden eingehalten werden.

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Zahlreiche Organisationen wie Green City, Klimaherbst und Slow Food stehen hinter den Forderungen und regten einen gemeinsamen Runden Tisch mit den Politikern an. Die Stadträtinnen gaben ihr Versprechen, einen solchen zu veranstalten, denn eine nachhaltige Wiesn fänden sie alle richtig. Gründe dafür gibt's viele. Die ebenfalls anwesende amtierende Bio-Königin bringt's auf den Punkt: "Bioprodukte schmecken unglaublich gut, machen unglaublich Spaß und wenn des ned zur Wiesn passt, dann woaß i ned!"

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