Lieber spät als nie Karriere machen

Münchner Profiteure der Landtagswahl: es geht um Nachrücker - und um einen Zahnarzt, der nicht jetzt mehr bohren darf.
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Mischlingshund Siska und die künftige Münchner Stadträtin Bettina Messinger (SPD).
AZ Mischlingshund Siska und die künftige Münchner Stadträtin Bettina Messinger (SPD).

MÜNCHEN - Münchner Profiteure der Landtagswahl: es geht um Nachrücker - und um einen Zahnarzt, der nicht jetzt mehr bohren darf.

Die einen haben noch in der Wahlnacht gejubelt – doch bei einigen Münchnern knallen erst jetzt die Sektkorken. Sie sind die Spät-Gewinner der Landtagswahl. Und das zieht sich vom Bezirksausschuss bis in den Bundestag.

So zieht überraschend Daniel Volk (38) in den Bundestag ein. Er hatte 2005 im Wahlkreis München-Nord noch unter ferner liefen kandidiert. Jetzt kommt er nachträglich zu Berliner Ehren, weil sein Parteifreund Martin Zeil (Landkreis) aus dem Bundestag als Wirtschaftsminister in den Landtag wechselt. Damit hat München neben Rainer Stinner zwei FDP-Bundestagsabgeordnete.

Stachowitz bekam das beste Ergebnis der SPD-Kandidaten

Im Stadtrat wird es zwei Nachrücker geben. Bei der SPD hat Diana Stachowitz mit dem besten Ergebnis aller Münchner SPD-Landtagskandidaten den Sprung ins Maximilianeum geschafft. Spätestens zum 1. Januar hört sie im Rathaus auf und wird von Bettina Messinger (40, großes Foto) abgelöst. Die gelernte Bankkauffrau aus der Au arbeitet derzeit im Büro des Bundestagsabgeordneten Klaus Barthel (Miesbach). „Am liebsten fahre ich mit meinem 500er Motorrad oder gehe mit meinem Mischlingshund Siska spazieren.“

Bei den Freien Wählern kommt Johann Altmann wieder: Der leidenschaftliche Polizist war schon einmal sechs Jahre im Stadtrat, davon die vier ersten für die CSU. Altmanns Glück ist: Stadtrat Michael Piazolo wurde in den Landtag gewählt.

Und sogar bis in den Bezirksausschuss Schwabing-Freimann wirkt die Landtagswahl nach: Denn als neuer – und vollkommen überraschender– Kultusminister wird Ludwig Spaenle (CSU) sein BA-Mandat wohl aufgeben.

Zahnarzt Heubisch darf nicht mehr bohren

Und einer bohrt jetzt ganz anders nach – au Backe: Dr.Wolfgang Heubisch. Mit seiner Beförderung zum Wissenschaftsminister muss der Zahnarzt seinen Job an den Bohrer hängen. Deshalb wurden vor einer Woche alle Patiententermine abgesagt. Doch seine Frau und Kollegen führen die Praxis am Rosenkavalierplatz weiter.

Willi Bock

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