Die besten Sprüche vom Maibock-Anstich: Django Asül verteilt Watschn in alle Richtungen

Von Bikinis, Bekannten und Brillenträgern: Kabarettist Django Asül derbleckt zum 16. Mal im Hofbräuhaus. Seine besten Sprüche aus seiner Rede zum Maibock-Anstich 2026:
Über Katherina Reiche
Der Maibock hat den Petrodollar als Leitwährung abgelöst. Eigentlich könnte sich Wirtschaftsministerin Reiche ganz auf ihren Hauptjob konzentrieren. Also auf das Sorgerecht für Karl-Theodor zu Guttenberg.
Über Angela Merkel
Der letzte Mensch, der in Deutschland Reformen angepackt hat, war Gerhard Schröder. Der wurde dafür abgewählt. Merkel als kluge Frau hat daraus eines gelernt: Wer in Deutschland an der Macht bleiben will, muss dem Land Stillstand und Ineffizienz verordnen. Das hat sie gemacht. Und wurde immer wiedergewählt. Machtpolitisch hat sie also alles richtig gemacht.
Über das deutsche Gesundheitssystem
Die Deutschen und Deutschinnen gehen viel öfter zum Arzt als die Leute in anderen EU-Ländern. Haben aber dafür eine geringere Lebenserwartung als die anderen EU-Insassen. Klingt ineffizient, gell?
Heißt aber im Umkehrschluss: Gehen die Deutschen seltener zum Arzt, steigt die Gefahr, dass sie länger leben. Aus Sicht der Rentenkasse ist das Gesundheitssystem also effizient.
Über die SPD
Mit dem Bürgergeld wollte ja die SPD ihr Hartz-IV-Trauma bewältigen. Kernbotschaft des Bürgergelds: Wer keinen Bock auf Arbeit hat, muss keine Leistungskürzungen befürchten. Und die Kernklientel der SPD war wer? Die fleißigen Arbeiter und Arbeiterinnen.
Nur dass genau die dann eben geschlussfolgert haben: Aus der Arbeiterpartei SPD ist die Arbeitsallergikerpartei SPD geworden! Siehe Wahlergebnis in Baden-Württemberg: fünf Prozent!
Und weil die Arbeitsallergikerministerin Bärbel Bas eine feine politische Antenne hat, hat sie sich gedacht: Wenn die Arbeiter zur AfD abwandern, hat die SPD die verdammte Pflicht, Nichtarbeit noch attraktiver zu machen.

Söder und die Kommunalwahl
Dabei ist es eigentlich ganz einfach: Schuld ist immer der, der auf dem Plakat drauf ist. Und nie der Parteichef, gell, Markus?
Über Compliance
Compliance ist in Bayern eine ganz wichtige Angelegenheit, damit alles reibungslos funktioniert. Compliance heißt nämlich auf Bairisch: Des schreibma so nei, dass bassd!
Über den Rathauschef von Rosenheim
Heißen tut der neue Bürgermeister in Rosenheim übrigens Erdogan. Und mit dem Namen kannst du in Deutschland keine Wahl verlieren. Das bestätigt sogar der türkische Ministerpräsident.
Über Hubert Aiwanger
Der Hubert hat bewiesen: Er kann staatsmännisch agieren. Die „SZ“ hat sogar geschrieben: „In einem ersten Statement gegenüber der SZ gab sich Hubert Aiwanger betont nüchtern.“ Das heißt was! Wer den Hubert länger kennt, weiß auch: Normalerweise wirkt der Hubert nicht mal mit null Promille nüchtern!
Über Markus Söder und die Atomkraft
Drum gibt es immer wieder Versuche, einem Söder Wankelmütigkeit zu unterstellen. Dabei gibt es kaum einen prinzipientreueren Menschen als den Markus. Beispiel Atomkraft. Wann war Markus gegen Atomkraft? Als es noch Atomkraftwerke in Deutschland gab. Warum ist er jetzt für Atomkraft? Weil es eben keine AKWs mehr gibt. Der Markus hat also einen ganz klaren Grundsatz: Immer das Gegenteil des Status quo einfordern. So geht berechenbare Politik! Speziell die Grünen wollten weder früher noch heute Atomkraft. Liebe Katha, langsam müsst ihr euch schon mal entscheiden!
Über Windkraft in Bayern
Der Hubert gibt sich viel Mühe. Speziell beim Thema Windkraft. Jetzt empfiehlt er allen Waldbesitzern: Stellt Windräder auf! Weil man pro Windrad bis zu 100.000 Euro Pacht kriegen würde. Dazu gibt es noch 30.000 Euro Gemeindeabgabe pro Windrad. Conclusio vom Hubert daraus: „Stellen Sie zwei Windräder auf, dann haben Sie das Geld für eine Kindergärtnerin beisammen.“ Hubert, ich hab mal nachgerechnet. Nach dieser Logik kriegt man für ein Pumpspeicherwerk fünf Gymnasiallehrer.
Über Gewissheiten
Wichtiger Tipp noch, Hubert: Neben PR-Profis wie Söder und Schulze musst du einfach mehr Gas geben. Nimm dir die Katha zum Vorbild. Die hat im letzten Sommer gesagt: „Wir müssen vor allem dahin gehen, wo man uns nicht so erwartet, wo es vielleicht auch weh tut.“ Der Markus hat sich das zu Herzen genommen. Und ist schon letztes Jahr zu einem Podcast hingegangen, wo es wirklich weh tut: zu Cathy Hummels. Da hat die Cathy ihn gefragt, ob er mit ihr im Bikini lieber nach Hawaii oder an den Tegernsee fahren würde. Und der Markus hat diese Frage nicht beantwortet, sondern einfach sein Bier getrunken. Da ist er einfach Profi. Der Hubert hätte wahrscheinlich kurz gegrübelt und dann die Cathy gefragt, ob da jetzt er oder sie im Bikini wäre. Die Zeit der Gewissheiten ist endgültig vorbei.
Über Dieter Reiter
Eine gewisse Nähe zur SPD war bislang immer eine Garantie fürs Bürgermeisteramt in München. Tempi passati, würde da der Römer sagen. Denn ein Dieter Reiter musste erkennen: Schnell wird aus erhoffter Zukunft harte Vergangenheit. Eine sicher geglaubte Wiederwahl kann man gerade auf den letzten Metern verplempern. Oder wie der Römer zu sagen pflegt: Plempi passati.
In normalen Zeiten würde man sagen: Mensch, ein Roter wie der Reiter wird Aufsichtsrat beim FC Bayern – damit beweist er eigentlich: Im Herzen ist er ein Schwarzer. Und schon hätte er die Sympathien der CSU-Wähler.
Worüber ist denn der Dieter Reiter gestolpert? Angeblich wusste er gar nicht, dass er Geld bekommt für die Ämter beim FC Bayern. Aber er hat es versteuert. Die schwarzwählende Öffentlichkeit denkt sich da natürlich: Ein echter Schwarzer weiß immer, wenn er Geld bekommt. Ob er es dann versteuert, ist seine Privatangelegenheit.
Über Dominik Krause
Führt ein designierter Bürgermeister Krause automatisch zu einem resignierten Ministerpräsidenten Markus Söder? Nein. Ein Markus Söder weiß: Man muss einem jeden eine Chance geben. Eine Chance zum Scheitern.
Für Aufsehen hat aber eine Zahl gesorgt: 50.000 Wohnungen will der Krause bauen. Könnte aus dem CSU-Programm sein. Eine konkrete Stückzahl zu nennen, ist aber gefährlich. Denn daran kann man gemessen werden. Das ist eben die frische Unbekümmertheit eines Neulings. Der politische Gegner mag es auch Naivität nennen.
Über Friedrich Merz
Merz operiert lieber mit Prozentzahlen. 80 Prozent zum Beispiel. Aber Merz verrät nicht, 80 Prozent von was. Und wenn man nachfragt, kommt von Merz der Klassiker. Ich zitiere: „Fragen Sie Ihre Kinder, fragen Sie Ihre Töchter, fragen Sie im Bekanntenkreis.“ Das ist Mitmach-Demokratie pur! Das ist das Angebot des Kanzlers an das Volk, sich einzubringen. Merz spricht bewusst nicht von oben herab, sondern uns alle an. Wieso? Weil selbst der, der keine Kinder oder Töchter hat, zumindest einen Bekanntenkreis hat. Es sei denn, er heißt Karl Lauterbach.
Über die Bundesregierung
Jetzt wird auch klar, warum diese Bundesregierung so viele NGOs ausbremsen will. Weil: Schwarz-Rot ist bislang selber eine Nichtregierungsorganisation.
München-CSU und Clemens Baumgärtner
Paar Tage vor der Stichwahl stand ich vor einem CSU-Plakat in der Münchner Innenstadt. Darauf zu sehen: Ein riesiges Gesicht (...) Und das überdimensionierte Gesicht hatte eine markante, kleine runde Brille auf der Nase. Und ich denk mir noch: Mensch, das ist doch… Das ist doch… der Flip! Der Flip aus Biene Maja! Aber warum steht da der Name Clemens Baumgärtner drunter? Am Abend der Stichwahl erst hatte ich des Rätsels Lösung. Auf dem Plakat war nicht der Flip von der CSU – sondern der Flop!
Über Özdemir, die Grünen und Katharina Schulze
Ein Grüner dort das ganze Land gewonnen hat und nicht nur die Hauptstadt. Wie hat Cem Özdemir das hinbekommen? Maximale Distanzierung! Nicht von der CDU. Sondern von den Bundes-Grünen. Die Parteispitze aus Berlin hatte quasi Hausverbot im Wahlkampf! Der Özdemir ist quasi als Parteiloser aufgetreten. Auf seinen Plakaten: Kein Wort von den Grünen! Also, Katha, wenn du in den Ring steigen willst gegen Markus 2028, musst zweigleisig fahren.
Innerhalb vom Mittleren Ring in den Grünen-Hochburgen muss auf den Plakaten stehen: Eine Grüne für Bayern! In der Provinz aber müssen die Grünen plakatieren: Katha Schulze – keine von uns!
Oder wie es der Erwin Huber formulieren würde: Das gehört zur Credibility in Bayern. Mit dem Erwin hast es eh recht, Katha, gell? Den hast zur Fraktionsklausur eingeladen im September. Und der Erwin ist gerne gekommen, weil er sagt: Die Grünen sind eine Partei der Mitte. Katha, das sollte reichen, von Herrn Bobga (Chef der Grünen Jugend) als neoliberal-reaktionäre PEEEP bezeichnet zu werden. Und wenn das auch nicht reicht, machst ein Plakat, wo dein Gesicht drauf ist. Und als Text steht drunter: Markus Söder – jetzt auch mit Rußpartikelfilter.
Über die Ausländermaut
Die CSU-Idee der Ausländermaut wurde nicht nur hart kritisiert, sondern verunglimpft bis zum Geht-nicht-mehr. Wo wird dieses Konzept aber jetzt mit großem Erfolg umgesetzt? In der Straße von Hormus.