Bruder Barnabas ledert los: Die Fastenpredigt 2010

In seiner Fastenpredigt zum Starkbieranstich auf dem Münchner Nockherberg hat sich Bruder Barnabas die politische Elite Bayerns und Deutschlands mit Hohn und Spott überzogen. Die Rede im Wortlaut.
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Michael Lerchenberg als Barnabas
dpa Michael Lerchenberg als Barnabas

MÜNCHEN - In seiner Fastenpredigt zum Starkbieranstich auf dem Münchner Nockherberg hat sich Bruder Barnabas die politische Elite Bayerns und Deutschlands mit Hohn und Spott überzogen. Die Rede im Wortlaut.

Autoren: Christian Springer und Michael Lerchenberg gehalten von Michael Lerchenberg in der Rolle des Bruder Barnabas. Es gilt das gesprochene Wort.

BARNABAS kommt mit einigen Bierkrügen aus der Schenke.Vorsicht! Soß’!
Zur Fastenpredigt gibt’s Salvator auch.
So ist‘s am Nockherberg schon lang der Brauch.
Der Evangele besser nichts mehr trinkt,
weil ihm man sonst den Lappen nimmt!
Die Freien Wähler kriegen auch ein Bier,
sonst vergisst man sie noch hier.
Die SPD sich EINE teilen kann,
des g’langt für eure drei, vier Mann.
Den GRÜNEN eine Radler-Maß,
und Olympia macht wieder Spaß.
Die Landesbank kriegt keinen Krug,
denn Fasten folgt auf den Betrug.
Für’n Seehofer nur einen Schnitt,
den Rest, den krieg’n die Kärtner mit.

BARNABAS bindet sich die Schürze ab und geht in seine Kanzel hinein.

Salvete Salvatores!
Zur diesjährigen Frühjahrsimpfung mit Salvator, für Euch Gwappelte garantiert ohne
Wirkstoffverstärker, ein herzliches Grüß Gott!
Ergo bibamus!

BARNABAS prostet den Gästen zu.

Aus dem Klagelied eines bayerischen Ministerpräsidenten:
„Gut ist es, schweigend zu harren auf die Hilfe des Herrn.
Denn nicht für immer verwirft uns der Herr.
Prüfen wir unsre Wege, erforschen wir sie.
Denn wir haben gesündigt und getrotzt.“
Jawoll, und darum will die gefallene CSU einen Neustart! Kein Blick zurück im Zorn! Nach
vorn soll’s gehen! Mit einem Neustart. Beim Computer heißt man das „Reset“.
So gesehen passt’s: einen Neustart braucht der Computer nämlich immer dann, wenn er
vorher abgestürzt ist.
Denn zugehen tut’s wie in Bayerisch-Sodom und Freistaat Gomorrha!
„Zu Unrat und Auswurf hast du uns gemacht
inmitten der Bayern.
Ein Gelächter war ich all meinem Volk,
ihr Spottlied den ganzen Tag.“

Und so, Herr Ministerpräsident, hangeln Sie sich müde und ohne lodernde Glut beim
Politischen Aschermittwoch in Passau von Stammtischwitz zu Stammtischwitz. Aber klar,
Sie waren ja auch in Kanada. Nur sind Sie der erste Mensch, der einen Jetlag schon
hat, bevor er überhaupt losfliegt. Aber wenn der billige Jakob von der FDP in Straubing
seine Scherenschleifer-Goschen aufreißt, dann wird die CSU im Fernsehen einfach
abgeschaltet. Und sogar der sonst so eilfertige Herr Gottlieb schaltet seinen Bayerischen
Rundfunk erst gar nicht ein und sogar der unvermeidliche Professor Oberreuter ist
ratlos.
Aus Verzweiflung erfinden Sie deshalb eine neue Arithmetik:
Je größer die Schulden, umso ausgeglichener der Haushalt!
Und wenn es wieder mal b’sonders brennt im Freistaat, sucht man sich schnell an kloana
FDPler, Herrn Zeil zum Beispiel, den man herwatschen kann.
Herr Ministerpräsident, Sie sind wie ein Hauptmann von der Freiwilligen Feuerwehr, der vor
am brennenden Bauernhof steht, aber nicht löscht, sondern große Reden schwingt, was des
bei der Wasserwacht für ein Sauhaufen ist.

„Das Denken und Reden meiner Gegner
ist gegen mich den ganzen Tag.
Mein Bild wird getilgt,
ein Spottlied bin ich für sie.“

Und ein Bild des ewigen Leidens. Und das passt zur CSU. Denn Ihr führt’s seit drei Jahren
ein immerwährendes Passionsspiel auf, mit wechselnden Christusdarstellern, die in Kreuth
ans Kreuz geschlagen werden. Und in Wolfratshausen, Hersbruck und Niederbayern steht ab
sofort der Staatsschutz vor der Grabkammer und schaut, dass nur ja keiner von dene Drei
wieder aufersteht.
Der Bayern-Ober-SPDler Florian Pronold hat ja so schlechte Umfragewerte, WEIL ihn praktisch
keiner kennt. Und Sie, Herr Seehofer, ham die gleichen schlechten Umfragewerte –
WEIL man Sie kennt.
Und das als amtierender Bayerischer Ministerpräsident, früher mal das schönste politische
Amt in Deutschland! Wobei: das „amtierend“ muss man jetzt neu übersetzen. „Amtierend“,
das heißt: „Der derzeit letzte Ministerpräsident der CSU“.
Und das kann sich sehr schnell ändern, wenn die Krabbelgruppe von der Landtags-SPD
vielleicht derzeit einmal per Volksentscheid die amtierende Regierung zum Teufel jagt. Also
unsere „Nullen im Nadelstreifenanzug“.
Ui, Frau Stamm, da haben Sie richtig protestiert. Das geht zu weit! Das ist falsch! So was sagt
man nicht!
„Nullen im TRACHTENANZUG“ muss es richtig heißen!
Und wenn es dann soweit ist, sich eine nigelnagelneue
„Ohne-CSU-Allparteien-Regierung“ in Bayern bildet, ja:
Wer wird dann neuer bayerischer Ministerpräsident?

Vielleicht der Franz Maget? Grad war er doch noch da und unersetzbar? Ham Sie den
irgendwo g’sehn, den Maget Franz? Halt, man sagt ja nicht mehr Maget, sondern „Mag net“
oder „Mag nimmer“.
Wer wird also Ministerpräsident?

Vielleicht doch gar einer von die Freien Wähler? Weil, Ihr seid’s ja immer noch die Klassenstreber
im Parlament. Immer brav dem Herrn Ministerpräsidenten die Tür aufhalten, wenn
er kommt! Euer Fraktionszimmer ist ja inzwischen zum Schlafsaal mutiert und drin hört man
leise den Hubert Aiwanger singen:
„Staad, staad, daß’s uns net draht.
Hat’s uns erst gestern draht,
daß’s uns grad heut net draht:
Staad, staad, daß’ uns net draht!“

Aber jetzt wissen mir immer noch nicht: Wer wird neuer bayerischer Ministerpräsident? Doch
etwa nicht der Jungspund von der SPD? Hm? Naa, der Markus Rinderspacher net. Denn der
schlaft noch im Gitterbett und muss erst noch aus den parlamentarischen Windeln wachsen.
Da! Die Frau Roth! Wie wär’s mit Ihnen als Ministerpräsidentin? Nein, Sie brauchen wir als
Stimme Bayerns in Berlin. Weil Sie und der Linke Klaus Ernst waren am Bundestags-Wahlabend
die einzigen, leibhaftig anwesenden, bayerischen Spitzenpolitiker in Berlin. Denn
offenbar wird die CSU in Berlin nur noch zugeschaltet, d. h. meistens abgeschaltet. Drum hat
man ja auch den Herrn Dobrindt als Generalsekretär. Denn dem sein Kopf passt so gut in das
neue 16 : 9-Format vom Fernsehen: Quadratisch, praktisch, gut.
Mei, früher, wenn ein CSU-Generalsekretär in Bayern geredet hat, dann ham’s in Schleswig-
Holstein die Kinder weg’sperrt. Heut sammelt man schon in Berlin für seine Abwrackprämie.
Also, wer wird jetzt neuer bayerischer Ministerpräsident?
Das Anforderungsprofil:
G’standenes Mannsbild, kein Franke, sicherer Dialekt in Wort und Schrift, Englisch besser
als Herr Oettinger, erfahrener Landespolitiker, katholisch, Familienvater, Gebirgsschützen
tauglich.
Ha? Naa, naa, naa! Herr Stoiber, wirklich nicht!
Des hamma lang gnua g’habt.
Sie bleiben, wo Sie sind und ich bleibe auch, wo ich bin!
Wer wird neuer bayerischer Ministerpräsident? Jaha! Oan tät’s ja geben, aber der is leider
krank und heut nicht da. Also, liebe Starkbiergemeinde, trinken wir auf die Gesundheit von
unserem womöglich zukünftigen Ministerpräsidenten, an Daxenberger Sepp.
Mei, da lacht er, der Herr Söder, über so viel politischen Unverstand eines kleinen Paulaner
Mönchs. Wo ER doch schon lang ...! ER ist doch die Zukunft! Aber Herr Söder, können Sie
sich noch erinnern, wieviel Prozent die CSU gehabt hat, als Sie noch Generalsekretär waren?
Und wieviel hat die CSU jetzt, seid Sie Minister sind?
Aber Sie sind ja wirklich zu bedauern. Letztes Jahr stielt Ihnen „Gustav Gans v. Guttenberg“
die Schau, und heuer taucht plötzlich mit kessem Augenaufschlag „Daisy Duck Hadertauer“
auf – wie jede Entn: mit großer Klappe.
Herr Söder, in Kreuth wollten Sie ja den Schüttel Schorsch wegputzen. Des dürfens net!!!
Weil: früher, da waren WIR am Nockherberg die Hofnarren der Staatsregierung. Aber bloß
einmal im Jahr. Heut ist die CSU moderner. Sie hält sich ihren eigenen Hofnarren selber.

Aaahhh, Frau Aigner, fesch, fesch! Mei, den Auflauf neugieriger Polizisten hätten’s vorher
sehen sollen, wie Sie draußen am Nacktscanner vorbei sind. Morgen gibt’s Ihre Bilder dann
schon bei youtube. Aber des macht ja nix, wo doch Ihre Körbchengröße und Schuhnummer
jetzt schon sozialversicherungsrelvant bei ELENA gespeichert sind. Was regen Sie sich da in letzter Zeit so
über Google auf, wo doch die BUNTE-Stasi vom Burda-Verlag nach dem Staat der größte Schnüffler ist?!
Auf jeder EC- und Kredit-Kartn werden heut Daten gspeichert, dass du an der Kasse im
Tengelmann nackerter bist als am FKK-Strand auf Sylt. Aber das merkts euch: nackert war
der Mensch nur im Paradies – und da sind wir naus gschmissen worden!
Übrigens Frau Aigner, was sagen’s denn zu den letzten Beliebtheitsumfragen? Sitzen Sie da
ganz plötzlich auf Rang 2.
Is Ihnen das schon recht? Tja, so schnell macht man in Deutschland Karriere, wenn man eine
attraktive Dirndlfigur hat, dekorativ auf der „Grünen Woche“ in ein Fleischpflanzerl neibeißt,
den Sonnleitner ärgert, die Banken ein bisserl schurigelt und wehrlose Milchbauern abbusselt.
Aber als einzige Politikerin von Rang und Namen waren Sie ja im Dezember beim Welthungergipfel
in Rom. Respekt! Aber geben Sie’s zu: Sie haben das mit einem vorweihnachtlichen
Diät-Wochenende verwechselt.
Apropos Diät! Geh, Schankkellner Huber, bring ma noch eine Maß Fastenbier!

Herr Seehofer, wer ist denn eigentlich der geschneckelte Herr da drüben, der immer
so brav lacht? Ach, der Herr Friedrich. Herr Seehofer, darf man über ihn was sagen? Schon,
gell.
Nicht, dass die Leut denken: wer ist denn der nette FDPler, der da vorn jetzt sitzt? Vielleicht
ist des gar der neue Obermeister der Friseur-Innung?
Herr Friedrich, aufgefallen sind Sie noch nicht groß, nur einmal haben Sie gesagt: „Frau
Merkel macht ihre Arbeit gut.“ Da stellen sich jetzt aber zwei Fragen:
Erstens: Wer ist Frau Merkel?
Zweitens: Was ist Frau Merkels Arbeit?
Denn irgendwie hat sie da was falsch verstanden, von unserer Demokratie, das FDJMädchen
aus Mecklenburg-Vorpommern mit ihre Pietisten-Mundwinkel. Sie denkt, bei
uns ist es auch so wie in England. Da gibt’s an der Spitze des Staates eine Frau mit einem
unbedeutenden Mann, den sogenannten „husband“.
Diese Frau in England trägt auch unmögliche Kleider, fährt oft ins Ausland, hält zweimal im
Jahr im Oberhaus eine Rede und kümmert sich ansonsten um nichts. Aber leider, Frau
Merkel, einen Bundespräsidenten zum staatstragend Lächeln ham mir schon, ins Ausland
fahren der Herr Guido und der Herr von und zu Guttenberg, um Nichts kümmert sich der
Herr Dobrindt, auf ihre Neujahrsansprachen können wir auch verzichten, bliebe dann noch
die Arbeit.
Und das ist der Unterschied zu England: diese Frau dort ist eine Königin und regiert folglich
nicht. Die Frau bei uns aber ist eine Bundeskanzlerin, und sollte also regieren – wenn sie
denn jetzt schon einmal gewählt worden ist, Herrschaftszeiten!

Herr Friedrich, Sie sind ja auch Oberfranke, gell?!
Die Oberfranken sind ja OBEN in Franken, oder die Obersten von Franken. So wie die Oberbayern
die Obersten von Bayern sind. Und OBERfranken und OBERbayern nehmen jetzt
den Rest dazwischen so richtig in die Zange. Z. B. Mittelfranken. „Mittel“, das klingt so wie:
mittelmäßig, durchschnittlich, also nix G’scheit’s. Ganz so wie „nett“ der kleine Bruder von
„Scheiße“ ist.
Ach, Herr Herrmann! In ihrem Büro müssen sich ja die Dankbarkeitsbriefe der Waffenindustrie,
vom Sportschützen- und Jagdverband nur grad so stapeln. „Ausführungsbestimmungen“ zum neuen
Waffengesetz hat er erlassen, der königl. privilegierte Schützenbruder
Herrmann. Aber was für oa!
Da wenn amal wieder einer Ihrer Schützenfreunde seine Pistolen unter’m Kopfkissen
rauszieht, und im Blutrausch über andere herfallt, dann ham Sie mit Ihren „Ausführungsbestimmungen“
den Straftatbestand der Beihilfe mühelos erfüllt.
Inzwischen weiß man auch: Ihr Lieblingsbuch ist „Die Entdeckung der Langsamkeit“. Und
die bayerische Polizei hält sich daran.
Wenn ein Verrückter über ein Ansbacher Innenstadt Gymnasium herfällt, da braucht die
Polizei elf langsame Minuten! Ein Freiwilliger Feuerwehrler hat inzwischen vor Ort gehandelt.
Aber wenn in Regensburg zwei überforderte Polizisten zwölf Mal auf einen Geisteskranken
schießen, davon vier Schuss wie einst beim Jennerwein von Hinten, dann wird gaaanz
langsam ermittelt – wenn überhaupt!
Dafür häufen sich die unrühmlichen Prügelauftritte des Amnesty International bekannten
Münchner USK. USK heißt: das „Unidentifizierbare Schläger Korps“, dessen Wirken dann
von Staatsanwalt und willfährigen Richtern alimentiert wird.
Da kann man nur sagen:
Bayerns Bürger, wenn ihr wollt, daß Euch schnell, zuverlässig und effizient geholfen wird,
dann ruft‘s besser glei die Feuerwehr!
Prost Gemeinde! „Humor ist, wenn man trotzdem trinkt!“

Wenn wir grad schon bei der Verbrechensbekämpfung sind: Grüß Gott, Herr Mappus, Sie
sind ja jetzt der Ersatz-Öttinger von Baden-Württemberg. Ganz neu im Amt, und schon glei
in die Hosen gmacht, weil es ja jetzt eine neue Steuer-CD zu kaufen GÄBE.
Des is jetzt schon dumm, Frau Leutheusser-Schnarrenberger und Herr Mappus, grad jetzt,
wo man ihre Klientel, Stammwähler und Parteispender in der Schweiz erwischt, dass Sie an
der Regierung sind. Jetzt, wo die dann Millionen nachzahlen dürfen und keiner dann mehr
Geld hat, um die politische Landschaft zu pflegen. Da trocknet sich der Spendensumpf ja quasi
ganz von alleine aus.
Das Motto unserer neuen Koalitionsregierung in Berlin heißt ja zweifellos: „Wer zahlt, schafft
an.“
Frau Leutheusser-Schnarrenberger, was kostet bei Euch gleich wieder das Prozent
Mehrwertsteuer-Ermäßigung für Hotelbetriebe?
Herr Hundt, was ist denn dem Arbeitgeberverband das Verhindern von Mindestlöhnen wert?
Was, Herr Söder, kostet ein Jahr Laufzeitverlängerung von einem Atomkraftwerk?
Herr Zeil, wieviel muss denn ein bayerischer Unternehmer der FDP spenden, dass Sie endlich
aufwachen?
Herr Seehofer, was kostet es, wenn man mit Ihnen reden darf?

Aber man stelle sich jetzt einmal vor:
Ein „Interessenverband der Hartz IV-Empfänger“ gründet sich und sammelt dann von jedem
Mitglied einen Euro ein. Und spendet dann diese sieben Millionen der FDP!!!
Mei, da wird dann plötzlich eine Sozialpolitik betrieben, dass dem Gregor Gysi vor Neid die
Augen tränen.
Aber!
Der Herr Hundt lässt sich dann nicht lumpen und spendet acht Millionen an Herrn Koch, um
die soziale Kälte weiter einzufrieren. Und noch eine Million für den und da noch eine ... Und so dreht sich die
Spirale der Parteispenden in abnorme Höhen. Nur noch der Meistbietende wird politisch versorgt.
Es gibt in Deutschland keine Parteiprogramme mehr – nur noch Preislisten!

Und so wird dann die FDP das Sparschwein der Industrie. Der Unterschied zwischen der
FDP und einem echten Sparschwein ist nur, dass das echte Sparschwein weiß, dass irgendwann
der große Hammer kommt.
Bei Barnabas 20,10 heißt es ja:
„Gib den Menschen ein Amt und du lernst sie kennen!“
Ja! Und wir haben Euch kennengelernt! Gründlich! Die Maske ist ab! Eure Spruchbeutel sind
zerplatzt! 400 Seiten dick war Euer „Liberales Sparbuch“, nicht ein einziger Punkt davon wird
in Euren eigenen Ministerien umgesetzt.
Die Bundesjustizministerin hat außer ihrem Amtseid noch nix geleistet.
Wirtschaftsminister Brüderle schwänzt einen anderen Beruf, wenn er denn je einen solchen
gehabt hat.
Euer herumdokternder Kopfjäger, der hilflose Gesundheits-Chines’, will schon wieder
zurücktreten, bevor er richtig angetreten ist. Da kann man nur sagen: Abtreten!
Und Dirk Niebel, der macht aus dem Entwicklungshilfeministerium eine Stille Hilfe für alte
Kameraden.
Nachdem sich aber „Leistung wieder lohnen muss“, sinkt also die FDP von 15 auf 11, 9, 8, 6
Prozent. Und wenn die Umfragewerte so schnell weitersinken, wird die FDP die erste Partei,
die regiert, obwohl sie unter 5 Prozent ist. Zehn Jahre will er regieren, der Herr Westerwelle,
derweil g’langt’s so net amal für 365 Tag. Und darum dreht er jetzt völlig durch, der
Herr Guido, und schwingt seine sozialpolitische Abrissbirne:
Alle Hartz IV-Empfänger sammelt er in den leeren, verblühten Landschaften zwischen
Usedom und dem Riesengebirge, drumrum ein großer Zaun. Zweimal am Tag gibt’s a
Wassersuppn und einen Kanten Brot. Statt Heizkostenzuschuss gibt’s zwei Pullover von
Sarrazins Winterhilfswerk, und überm schmiedeeisernen Ausgang, bewacht von jungliberalen
Ichlingen im Gelbhemd steht: „Leistung muss sich wieder lohnen.“
Ein Zitat:
„Jeder Bewohner, der arbeitsunfähig ist oder dem keine Arbeit vermittelt werden kann, hat
ein Recht auf Fürsorge!“
Das ist aus? Ja, aus Artikel 168, Absatz 3 der „Bayrischen Verfassung“.
Und nachdem „Geben seliger ist denn Nehmen“, hier Herr Zeil, für Sie und Ihre Partei ein
Exemplar der Bayerischen Verfassung, damit Sie wissen, auf was Sie überhaupt Ihren Eid
geleistet haben.
Prost, Gemeinde!
Auf unsere immer wieder lesenswerte Bayerische Verfassung!

Manchmal hat man ja den Eindruck, die ständige Konferenz der Kultusminister tagt im
Bierkeller der Bayerischen Landesvertretung in Berlin. Und fasst ihre Beschlüsse erst nach
der vierten Maß Starkbier. Rechtschreibreform – nüchtern kann man sich so was nicht
ausdenken. Unser Schulsystem ist das Werk von föderalistischen Volltrunkenen. Und grad der
mit die meisten Promille, der Herr Spaenle, schreit ganz laut: „So wie die anderen machen
ma’s aber net!“

In Hamburg gibt’s bald 6 Jahre Primärschule, was einem aber bei einem Umzug ins Saarland
nix hilft, weil’s da ja nur 5 Jahre sind. In Thüringen gibt’s aber die Regelschule mit 4 Jahr,
in Niedersachsen Gesamt- und in Nordrhein-Westfalen die Verbundschule. Und aus der
bayerischen Hauptschule macht man eine Mittelschule. Wobei dann unser qualifizierter
Hauptschulabschluss in Bremen für’s Abitur g’langt.
Und der ewige Pfusch mit dem bayerischen G8 hat dann die trinkfreudigen Kultusminister
so beeindruckt, dass sie gleich den Pfusch einer Studienreform nachgeschoben haben.
Bachelor?! Bachelor?!
Was soll denn das für ein Studienabschluss sein?! Des klingt ja nach Sozialpädagogik und
Kindergarten:
„Bitschi, Batschi, Bachelor.“
Und für diesen Pfusch in heillos überfüllten Hörsälen knöpft der Herr Heubisch den
bayerischen Studenten noch 500 € pro Semester ab! Dafür zahlen die im Saarland und Berlin
gar nix. Da bin ich jetzt g’spannt, wann endlich das Verfassungsgericht eure Studiengebühren
in den Papierkorb schmeißt.
In München gibt’s ja einen „Verein gegen betrügerisches Einschenken“, der sich derer
annimmt, die eine Maß zahlen sollen, aber bloß a Halbe gekriegt ham. Zeit wird’s, liebe Brüder
und Schwestern in Cervisia, dass es jetzt auch einen „Verein gegen betrügerische Hochschulpolitik“
gibt.

Unteroffizier Guttenberg, melde gehorsamst:
„Starkbier-Kameradschaft vollständig angetreten!
Die Krüge hoch! Rühren!“
Richtigerweise, Herr von und zu oder auch Guttenberg, sollten Sie sich ja fragen: bin ich jetzt
Verteidigungsminister, aber was verteidige ich? Also bin ich ja eigentlich Kriegsminister, weil
schließlich führen wir ja Krieg, oder net? Oder sind Sie etwa Kriegsverhinderungsminister,
weil die Bundeswehr ab sofort nur noch mit Platzpatronen zurückschießt, worauf
sich dann die Taliban totlachen? Das ist auch eine militärische Option.
Und schneidig erklären Sie zum Amtsantritt, dass keine neuen Truppen nach Afghanistan
geschickt werden. Bis dann ein amerikanischer General ein bissl mit dem Säbel rasselt
und schon schlägt er die Hacken zusammen und steht stramm, unser kleiner atlantischer
Gebirgsjäger-Unteroffizier und schickt weitere 500 Soldaten in die Wüste.
Was heißt Soldaten! Nein, natürlich nur Sozialpädagogen, Psychologen und Feldprediger
bewaffnet mit einem Bastelmesser! In diesem Zusammenhang möchte ich ein Zitat des
Heiligen Papst Gregor des Großen zur Diskussion stellen:
„Dem soll die Hand abfaulen, der nicht Blut an sein Schwert tun will!“
Auf gut Deutsch: Entweder – oder!

Entscheiden wir uns aber für das „oder“, dann bitteschön auch keine Leopardpanzer mehr,
keine Eurofighter, keine neuen U-Boote, keine Milliarden mehr für die Rüstungsforschung,
sondern: Kindergärten, Lehrer, Professoren!
Sogar die eine oder andere marode Landesbank könnten wir uns dann auch noch leisten.

LANDESBANK!

Landesbank! Jetzt ist es doch gefallen, das böse, böse Wort!

Wladimir Iljitsch Uljanow, kurz auch Lenin, sagt: „Um die bürgerliche Gesellschaft zu
zerstören, muß man ihr Geldwesen verwüsten!“. Ich hab gar nicht g’wusst, dass sich so viele
rote Wölfe unter dem schwarzen Schafspelz der CSU verbergen.
Schon erwähnter Papst Gregor der Große sagt uns auch:
„Lieber einen Skandal, als die Wahrheit kommt zu kurz.“
Herr Fahrenschon, was waren das eigentlich für Folterwerkzeuge, die Sie dieser Hypo Alpe
Adria-Gutachterin gezeigt haben, damit die ihre Meinung ändert? Ein Rundflug über
Afghanistan? Oder eine Jahreskarte für 1860? Oder einen Termin bei Frank Ribery’s
Zahnarzt??

Irgendwie muss ja auch Ihr Büro im Finanzministerium verseucht sein. Vor einem Jahr sind
Sie da als ein aufrechter und lauterer Rechenkünstler eingezogen und inzwischen haben Sie
sich auch schon den „Lügenvirus“ Ihrer Amtsvorgänger eingefangen. Sie veröffentlichen die
unappetitlichen Landesbankdetails vom Mai 2009 auch nur, wenn’s gar nicht mehr anders geht,
im Dezember. Und am Montag haben Sie den Herrn Kemmer nausg’schmissen, und am
Dienstag ist er dann aber einvernehmlich gegangen.
„Eure Worte seien Jaja, oder Neinnein“, heißt es in der Bibel.
Und nicht: Am Vormittag sag ich MEINE Wahrheit und am Nachmittag die des Herrn
Ministerpräsidenten, der die seine grad in der BILD-Zeitung gelesen hat.

Herr Fahrenschon, da bin ich echt enttäuscht. Sie waren schon eine Hoffnung. Man hat
doch gedacht: endlich amal ein bayerischer Finanzminister, der seinen Schlötterer gelesen
hat.
„Macht und Missbrauch in der CSU!“
Herr Fahrenschon, Sie dürfen es nur nicht öffentlich zugeben, dass sie es gelesen haben. Denn
Ihr Parteivorsitzender hat ja die immerwährende Anbetung dieses Schwarzen Buddha und
Flugbenzingötzen angeordnet. Hier, ein Exemplar Schlötterer, gewissermaßen als Parteispende,
da „Geben seliger ist denn Nehmen“. Und wenn Sie dann dieses Buch gelesen haben,
dann erst werden Sie die Worte unseres Jesus Christus verstehen, der da sagt:
„Die Sünden der Väter werden Euch vergolten bis ins dritte und vierte Glied!“
Und damit kommen wir unvermeidlich zu Ihnen, Herr Stoiber. Haben’s gmeint: wenn Sie dem
zwielichtigen Waffen-SS-Freunderl Haider sein bessarabisches Landesbankerl abkaufen, dann
wird aus der Bayern LB ein „Global Player“?
Oh mei! Das ist ja genauso, als wenn sich der kleine Edi ein Seifenkistl baut, sich einen alten
Nachttopf aufsetzt und damit Formel 1 fahren will.
Und ich hab auch gar nicht gewusst, dass die Wolfratshauser Gebirgsschützen mit Bumerang
schießen. Und da haben Sie ja ein paar ganz Saubere losgelassen. Und wie die dann zurückgekommen
sind, da haben Sie sich dann schnell weggeduckt und da hat’s dann andere erwischt.
Zuerst der „Asienbankrott-Bumerang“ den Alfred Sauter.
Dann der „Gammelfleisch-Bumerang“ die Barbara Stamm.
Der „G8-Bumerang“ hat die zwei Kreuthergeist-Stamperl Huber und Beckstein rasiert und
der „Transrapid-Bumerang“ die Münchner CSU. Dann kam der „Landesbank-Bumerang“, der
bis jetzt 10 Milliarden kostet. Dann der „Hypo Alpe Adria Bumerang“ mit 3,75 Milliarden ...
Bittschön, Herr Stoiber, sagen Sie es uns:
Wieviele Bumerange ham Sie denn noch in der Luft?

Aber das Erbe von FJS haben Sie bewahrt. Das stimmt. Ja sogar vermehrt! Denn Strauß, der
einst mit seinen sauberen Freunderln die bayerische Politik so gründlich balkanisiert hat,
haben Sie noch übertroffen und sogar eine waschechte Balkanbank gekauft, mit frisierten
Bilanzen, gefälschten Büchern, faulen Krediten, kriminellen Vorständen, korrupten Politikern,
bestochenen Ja-Sagern und schlafmützigen Verwaltungsräten.
Ja, Herr Stoiber, ham Sie denn ihren Karl May vergessen? Oder haben Sie damals schon bloß
Kicker g’lesen? Hier, für Sie, da steht alles schon drin:
„In den Schluchten des Balkan“.

BARNABAS verlässt die Kanzel und überreicht das Buch.

(Neben der Kanzel)Der Münchner Erzbischof lässt sich entschuldigen. Er hält eine Buß-
Andacht über den Kärntner Landeshaushalt mit dem Titel: „Wir leben von einer Kraft, die
nicht von uns kommt.“
(In der Kanzel)Herr Seehofer, Sie müssen sich doch auch noch an diese „Nick-Neger“ von
früher erinnern können? Hier hab ich einen. Da wenn man ein Zehnerl hineingeworfen hat,
dann hat der kleine, farbige, zentralafrikanische Spendenempfänger dankbar mit dem Kopf
genickt. Erinnert Sie das an etwas? Genauso war’s im Verwaltungsrat der Landesbank. Da hat
man erst die mittägliche Kalbshaxn aus dem Landtagskasino ein bisserl mit geschlossenen
Augen verdaut, dann hat man die dicken Unterschriftsmappen abgearbeitet und wenn’s dann
immer noch nicht aus war, hat man noch ein paar intrigierende SMS an die Parteifreunde
verschickt.
Und wenn dann der Bankpräsident und der diensthabende CSU-Obersparkassenwichtel
gesagt ham: „Meine Herrn! Wer ist dafür?“ Dann haben alle brav ihr Handerl gehoben und
mit dem Kopferl genickt – unsere Nick-Neger von der Mehrheitspartei.
Und jetzt ist das Geschrei groß, weil das Handerlheben plötzlich Folgen hat und man
vielleicht einpassieren muss nach Stadelheim. Und da sitzt dann das halbe Becksteinkabinett
im gestreiften Anzügerl in einer Gemeinschaftszelle. Für den schönen Herrn Faltlhauser
spendiert die bayerische Justizverwaltung sogar ein Beautycase. Und strafverschärfend wird
euch dann noch der Schüttel-Schorsch in die Zelle gelegt. Und einmal in der Woche gibt’s
Freigang zum katholischen Politrentnerstammtisch vom Thomas Goppel in der Hanns-
Seidel-Stiftung.
In jeder Verbraucherschutzsendung hört man ja seit Jahren:
„Vorsicht! Kaufen Sie nicht, wenn Sie ein österreichischer Verkäufer terminlich unter Druck
setzt!“ Und jetzt stehen sie da, unsere Herrn Schaidinger und Huber, beteuern ihr Nicht wissen
und waschen ihre Hände in Unschuld.
Was aber das Schlimmste an der Sache ist: Ihr habt uns Bayern blamiert! Ihr habt’s uns die
Würde genommen!
Jeder drittklassige Komiker darf sich heut auslassen über die finanzpolitische Blödheit der
Bayern!
Ihr habt uns zu bankenpolitischen Ostfriesen gemacht!

Und darum, meine Herrn Nick-Neger: räumen Sie endlich das Feld. Geben Sie ihre
Verantwortung zurück. Ganz nach dem Motto der erfolglosen Glücksspieler und unbegabten
Schafkopfer: „Der Kavalier zahlt, schweigt und geht – und weint zu Hause!“
Frau Merk, jetzt sagen’s amal, wenn demnächst des halbe Kabinett Beckstein bei Ihnen
einsitzt, dann haben Sie ja ein Platzproblem in ihren Haftanstalten? Aber die Lösung haben
Sie schon gefunden. Sie lassen ihre Gefängnisse jetzt einfach ausbluten. Laut Gefälligkeitsurteil
des Nürnberger Landgerichts ist dieses Handeln ja auch nicht strafbar. Überhaupt muss
man sich fragen, ob die bayerische Justiz schon in der Jetztzeit angekommen ist. Bei der
Entscheidung über die Besetzung der Ausschüsse im Landtag durch das Bayerische Vasallen-
Gericht ... äh, Entschuldigung, Verfassungsgericht, haben wohl 5 von den 9 Richtern mit
CSU-Parteibuch noch nicht gemerkt, dass die Zeit der Alleinregierung der CSU längst vorbei
ist.
Und bei der anstehenden juristischen Aufarbeitung der Hypo Alpe Adria-Sauerei darf
man auch schon gespannt sein, welcher unangenehm zu viel ermittelnde Staatsanwalt wegbefördert
wird.
Bei all diesen Verfahren gegen gewesene und aktuelle Regierungsmitglieder, Parteifreunde,
korrupte Landesbanker, gegen das CSU-Mitglied Schreiber, gegen Justiz- und Exekutivmitglieder,
in denen Recht gesprochen werden muss, wäre es eigentlich ein Akt der politischen
Hygiene, wenn man dann seinen Hut nimmt, und das Amt des Justizministers an den
Koalitionspartner abgibt.

BARNABAS trinkt.

„Ehoi! Hoi anthropos olympikos,
o Christos Udos hymne,
o Kalimera Slalomos in Biathlon,“
zefix, krieg’n mia denn jetzt die Spiele?
Oder ham’s as scho vergeigt?
Bei der Sportpolitik ham Sie ja keine glückliche Hand, Herr Ude. Erst ruinieren Sie die
Sechziger, weil Sie’s dene Roten ins Stadion neidruckn. Und jetzt verarmt auch noch der
FC Bayern, weil die Löwen zu wenig Leberkässemmeln verkaufen. Wenn Sie Skifahrer wären,
Herr OB, dann wüssten Sie ja auch, daß Garmisch-Partenkirchen schon immer ein Synonym
war für „raffgierige Oberlandler“. Und so werden ein paar Heustadl, die anlässlich der
Ski-WM 2011 in selbigem Garmisch-Partenkirchen selbstverständlich dreimal versetzt und
wieder aufgebaut werden, plötzlich viel Geld wert, nur weil auf dem Etikett nicht mehr
Garmisch, sondern „Olympiade München“ draufsteht. Jede steinige und saure Bergwiesen,
wo man sonst froh ist, wenn ein paar depperte Stadterer sich die Ski ruinieren, wird dann
plötzlich ein wertvolles Feuchtbiotop!
Dazu kommen dann noch die ökologischen Kniebundhosen-Ayatollas des DAV, die behaupten,
für ihre Mitglieder zu sprechen und dabei ganz übersehen, dass man in den Alpenverein
nur geht wegen dem gstinkerten Matratzenlager und die billigen Schinkennudeln.
Wir Münchner können uns daher glücklich schätzen, daß 1972 net schon der Alpenverein
den Nockherberg zum Arbeitsgebiet erklärt und damals schon ökologischen Mehrwert
eingefordert hat. Denn statt dem Paulanerkeller, dem Starkbieranstich und dem Freibier,
hätten wir heute da heroben eine ökologische Solarstrom-Biwakschachtel mit Selbstversorger-
Weißwürst und lauwarmen Teewasser.
Jaja, Herr Ude, das kommt davon, wenn man nur eine verkehrspolitische Radlfahrerkompetenz
hat. Denn sonst ist nicht erklärbar, dass Sie wie ein fleißiger Maulwurf einen Richard-
Strauß-Tunnel nach dem anderen bauen, aber schon beim ersten am Ausgang eine grüne

„Pförtnerampel“ hinstellen, die dauernd auf Rot steht. Und die Münchner stehen im Dauerstau
und ärgern sich schwarz. Nein, Herr Ude, die ärgern sich nicht nur schwarz, sie wählen
dann auch Schwarz.
Deshalb überreiche ich Ihnen dieses Fachbuch für den Tunnelbau, Herr Ude: „Vom kleinen
Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat!“

Apropos Münchner SPD: Herr Seppi Schmid, woher sollen denn die Stimmen kommen für
die Münchner CSU? Und so rekrutiert der Seppi Schmid seine Wähler schon im Ausländer-
Wohnheim. Jaja, denn sogar für die Uiguren hat sich der Seppi schon zu einem Zeitpunkt
eingesetzt, da hat sich die Basis noch gefragt: „Ein Uigur? Uigur? Was is denn des? Ist des die
neue griechische Währung, nachdem wir’s aus der EU nausg’schmissen ham?“

Aber, Herr Schmid, bis Sie vielleicht so weit sind, da gibt es gar keine Bürgermeister mehr,
sondern nur noch „Kommunale Insolvenzverwalter“, die längst alle Theater, Stadtbibliotheken,
Straßenreinigungen, U-Bahnen und Kindergärten zusperren ham müssen, weil eine
schwarz-gelbe Regierung die kommunale Grundversorgung der Menschen gründlich in den
Ruin treibt. Die Geschenke, die Ihr großmäulig in Berlin verteilt’s, die müssen dann von
Wunsiedel, Oberstdorf und Oldenburg finanziert werden, weil Ihr selber habt’s ja hint und
vorn kein Geld mehr.
Da macht man dann stolz eine Steuersenkung für Besserverdienende, damit die Bonzen ihre
Swimming Pools zwei Grad höher heizen können, muss aber dafür dann die öffentlichen
Schwimmbäder schließen.
Die Gwappelten schicken ihre Kinder auf Privatschulen, weil die städtischen Schulen nur noch
Bruchbuden sind.
Sie brauchen da jetzt gar nicht so zustimmend zu feixen, Frau Roth. Die Grünen haben
zusammen mit Gazprom Schröder mit der Gewerbesteuerrückerstattung den Grundstein zu
diesem Ruin gelegt. Bei Schröder war’s Absicht, bei Euch kommunalpolitische Ahnungs -
losigkeit!

Und so erfüllen sich die Worte der Apokalypse:
1.Als die Lande verwüstet waren, erhoben sich im ganzen Land die Stadträte und Bürger meister, legten ihre Amtsketten um und verließen die Rathäuser.
2. Und sie zündeten Feuer und verbrannten ihre Parteibücher.
3. Und wie EIN Zug zogen sie nach Berlin und ihre vieltausend Stimmen waren wie EINE Stimme.
4. Und sie fragten die Mächtigen: Wo ist unser Geld? Und nicht erhielten sie eine Antwort.
5.Und sie fragten die Reichen: Wo ist unsere Ersparnis? Und nicht erhielten sie eine Antwort.
6. Und da wurde die Sonne schwarz und die Sterne fielen herab. Und die Großen, die Reichen und die Mächtigen verbargen sich in den Höhlen der Berge.
7. Denn der große Tag des Zorns war gekommen! Wer mag da bestehen?

Und der Tag des Zorns WIRD kommen.
Denn, meine lieben Brüder und Schwestern, wir haben eine Bundeskanzlerin, die immer noch
mit Herrn Ackermann Rührei mit Trüffel frühstückt.

Und immer noch werden an der Börse ganze Volkswirtschaften verzockt.
Und immer noch ist Obama der einzige Schwarze, der den Finanzmarkt regulieren möchte.
Und immer noch drischt der Herr Westerwelle seine Phrasen.
Und immer noch gibt es aber keinen flächendeckenden Mindestlohn.
Aber immer noch steigt in Deutschland die Kinderarmut.
Und immer noch sagt ein altes Sprichwort:
„Geld verdirbt den Charakter“.
Von Alt-Kanzler Helmut Schmidt aber wissen wir auch:
„In der Krise zeigt sich der Charakter“.
Und so sind wir gespannt darauf, liebe Brüder und Schwestern in Cervisia, wie wir im
nächsten Jahr EUREN Charakter kennenlernen dürfen.

Amen und Prost!

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