Alt-OB Kronawitter: Reiter und Gabriel bei Trauergottesdienst

Am 28. April ist Münchens Alt-OB Georg Kronawitter im Alter von 88 Jahren gestorben. Rund zwei Wochen später hat der Trauergottesdienst im Alten Peter stattgefunden.
| Irene Kleber
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Die Trauerfeier für den verstorbenen Münchner Alt-OB Georg Kronawitter fand im Alten Peter statt.
Daniel von Loeper 20 Die Trauerfeier für den verstorbenen Münchner Alt-OB Georg Kronawitter fand im Alten Peter statt.
Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD), seine Frau Petra Reiter und der SPD-Bundesvorsitzende Sigmar Gabriel.
Daniel von Loeper 20 Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD), seine Frau Petra Reiter und der SPD-Bundesvorsitzende Sigmar Gabriel.
Sigmar Gabriel, Dieter Reiter, Hildegard Hamm-Brücher und ihre Tochter (v.l.).
Daniel von Loeper 20 Sigmar Gabriel, Dieter Reiter, Hildegard Hamm-Brücher und ihre Tochter (v.l.).
Sohn und Ehefrau des verstorbenen Georg Kronawitter: Florian Kronawitter Hildegard Kronawitter.
Daniel von Loeper 20 Sohn und Ehefrau des verstorbenen Georg Kronawitter: Florian Kronawitter Hildegard Kronawitter.
Münchens Alt-OB Hans Jochen Vogel trägt sich ins Kondolenzbuch ein.
Daniel von Loeper 20 Münchens Alt-OB Hans Jochen Vogel trägt sich ins Kondolenzbuch ein.
Trauerfeier zu Georg Kronawitter, hier Florian und Hildegard Kronawitter.
Daniel von Loeper 20 Trauerfeier zu Georg Kronawitter, hier Florian und Hildegard Kronawitter.
Alt Ob Christian Ude und Florian Post.
Daniel von Loeper 20 Alt Ob Christian Ude und Florian Post.
Alexander Reissl und Claudia Tausend.
Daniel von Loeper 20 Alexander Reissl und Claudia Tausend.
Bürgermeister Josef Schmid.
Daniel von Loeper 20 Bürgermeister Josef Schmid.
Walter Zöller.
Daniel von Loeper 20 Walter Zöller.
Florian von Brunn, Isabell Zacharias, Markus Rinderspacher.
Daniel von Loeper 20 Florian von Brunn, Isabell Zacharias, Markus Rinderspacher.
Trauerfeier zu Georg Kronawitter, hier Barbara Stamm.
Daniel von Loeper 20 Trauerfeier zu Georg Kronawitter, hier Barbara Stamm.
Trauerfeier zu Georg Kronawitter, hier Hans Jochen Vogel und seine Frau Liselotte.
Daniel von Loeper 20 Trauerfeier zu Georg Kronawitter, hier Hans Jochen Vogel und seine Frau Liselotte.
Trauerfeier zu Georg Kronawitter, hier Charlotte Knobloch.
Daniel von Loeper 20 Trauerfeier zu Georg Kronawitter, hier Charlotte Knobloch.
Trauerfeier zu Georg Kronawitter, hier Margarete Bause.
Daniel von Loeper 20 Trauerfeier zu Georg Kronawitter, hier Margarete Bause.
Trauerfeier zu Georg Kronawitter, hier Florian Pronold.
Daniel von Loeper 20 Trauerfeier zu Georg Kronawitter, hier Florian Pronold.
Dieter Reiter (m.) mit seiner Frau Petra und Sigmar Gabriel.
Daniel von Loeper 20 Dieter Reiter (m.) mit seiner Frau Petra und Sigmar Gabriel.
Trauerfeier zu Georg Kronawitter
Daniel von Loeper 20 Trauerfeier zu Georg Kronawitter
In Erinnerung an Georg Kronawitter.
Daniel von Loeper 20 In Erinnerung an Georg Kronawitter.
Münchens ehemaliger Oberbürgermeister Georg Kronawitter (SPD) ist am 28. April verstorben.
dpa 20 Münchens ehemaliger Oberbürgermeister Georg Kronawitter (SPD) ist am 28. April verstorben.

München - Ein Bouquet aus dunkelroten Rosen schmückt den schlichten Kirschholz-Sarg vor dem Altar der Stadtpfarrkirche St. Peter. Eingerahmt von sechs weißen Kerzen. Daneben blickt Georg Kronawitter von einem Foto, freundlich, mit festem Blick.
Und als sein Sohn Florian neben seinem toten Vater ans Mikrofon tritt und sagt: „Lieber Papa, du bleibst immer in unseren Herzen“, möchte man mit der Familie weinen.

Es sind so viele Trauernde gekommen, um Abschied zu nehmen von Münchens SPD-Alt-OB Georg Kronawitter, der als „großer Mann der kleinen Leute“ 15 Jahre lang die Geschäfte der Landeshauptstadt geleitet hat, und der am 28. April im Alter von 88 Jahren an einer Lungenentzündung gestorben ist.

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Seine Frau Hildegard sucht rechts in der ersten Reihe Halt bei ihren Kindern, als die Messe mit einem Orgelsolo beginnt. Dahinter trauern Verwandte und Freunde. Links auf den Bänken unzählige Wegbegleiter aus der Politik: OB Dieter Reiter (SPD) mit seiner Frau Petra, seine Stellvertreter Josef Schmid und Christine Strobl. Die Alt-Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel und Christian Ude. Aber auch viele politischen Gegner von der CSU, mit denen Kronawitter ein halbes Leben lang heftig gestritten hat, darunter Stadtrat Walter Zöller und Landtagspräsidentin Barbara Stamm.

Sogar Vizekanzler Sigmar Gabriel ist angereist

Dass sogar Vizekanzler Sigmar Gabriel angereist ist, zeigt, welche Bedeutung Kronawitter, der „Robin Hood im Münchner Rathaus“, für die Sozialdemokraten bis heute hat.
Die Trauermesse leitet Domdiakon Prälat Lorenz Wolf – sein und Kronawitters Vater sind Cousins gewesen – und er würdigt Kronawitter nicht nur als „starken Kämpfer“, sondern auch als „fürsorglichen Familienmenschen“: „Wir nehmen Abschied von einem Mann, der in den Herzen und Köpfen der Münchner präsent ist“, sagt er. Viele der Trauernden nicken stumm. „Georg Kronawitter musste nicht nach den Sorgen und Nöten der kleinen Leute fragen, er kannte sie.“

Genau hinzuschauen, mitzufühlen, das hat Kronawitter auch seinen Kindern mitgegeben. Leise, aber gefasst erinnert sein Sohn Florian daran, was der Vater ihm immer wieder eindringlich gesagt hat, als er noch ein kleiner Bub gewesen ist: „Wenn du jemandem helfen kannst, und es schadet dir nicht, dann musst du es machen.“

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Bis zuletzt habe der „rote Schorsch“ sich von seinen Lieben das politische Tagesgeschehen berichten lassen. Dabei seine Familie aber immer im Blick gehabt. Und als er nicht mehr gut sprechen konnte, habe er seiner Frau, „meiner Mutter“, noch einen letzten Liebesgruß hinterlassen: „Liebe Hildegard“, liest Florian vor, „deine Zuneigung und deine Spontaneität haben mich ein Leben lang glücklich gemacht.“

Als Hildegard Kronawitter, die die Messe und die vielen Beileidsbekundungen gefasst durchgestanden hat, später nach draußen tritt, sieht sie einen Moment lang verloren aus. „Es ist alles noch sehr, sehr fremd“, sagt sie traurig – und sucht die Hand ihres Sohnes. Vielleicht wird ihr helfen, was ihr Mann ihr in den letzten Stunden auch noch aufgeschrieben hat. Es ist der schlichte Trost: „Alles ist gut.“    
 

 

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