Zweifel an Söder, Füracker verwirrt Maibockanstich 2018: Lauter Finanzminister

Django Asül zweifelt beim Maibockanstich im Hofbräuhaus das Kabinett an. Foto: Sigi Müller

Zum Maibockanstich von Hofbräu sät Django Asül Zweifel, ob sich Söder eine fähige Ministertruppe zusammengesucht hat - und Füracker ist verwirrt.

München - Wenn der Herr Finanzminister Füracker den neuen Herrn Ministerpräsidenten Söder mit "Herr Finanzminister" anspricht, dann ist’s wohl der erste Maibockanstich vom Herrn Finanzminister Füracker – und der ist recht aufgeregt. Markus Söder hatte als muntere Vorband von Django Asül sieben Jahre lang die Latte hochgelegt, weshalb Füracker bei seiner Antrittsrede liefern musste als humoriger Finanzminister und oberster Brauereichef von Hofbräu.

Nach einem eher schleimigen Start begeistert er mit ornithologischen Parabeln von, nun ja, ang’schissenen Vögeln und einer treffenden Beschreibung seiner vorherigen Funktion als Söders Staatssekretär: "Frühzeitiges Klatschen“ und nicht frech zum Chef sein. Söder zeigt sich überraschend zurückhaltend, auch als der Herr Finanzminister beim Anzapfen deutlich mehr als fünf Schläge braucht – was Söder zuvor als „schwierig für eine politische Zukunft“ bezeichnet hatte.

Django Asül: Der Fastenprediger beim  Maibockanstich

Fastenprediger Django Asül meldet danach in seiner Rede Zweifel an, ob das neue Kabinett eine fähige Truppe ist. Django über:

Markus Söder, Ministerpräsident: „Die Regierungserklärung zeigt: Söder fokussiert sich auf das Wesentliche. Also auf alles. Er will ein Spezialist für das Generelle werden. Denn er will das Beste für Bayern. Der Abstand Bayerns zum Rest der Republik soll größer werden. Dafür soll das All umso näher an Bayern heranrücken. Jedes Marsmännchen soll erfahren, wer jetzt in Bayern das Sagen hat. Und es ist nur eine Frage der Zeit, bis im Weltall die erste bayerische Vertretung eingeweiht wird. Das Thema Künstliche Intelligenz will der Markus ebenfalls forcieren. Ein deutliches Indiz, dass er seiner eigenen natürlichen Intelligenz nicht über den Weg traut.“

Florian Hermann, Leiter der Staatskanzlei: "2018 feiert die TU München ihren 150. Geburtstag. Und der TU-Präsident Wolfgang Herrmann wird 70. Drum hatte der TU-Präsident einen Wunsch frei bei der Staatsregierung. Und der honorige Herrmann hat gesagt: Ich bin wunschlos glücklich. Aber der Bua! Zwei linke Hände und auch noch Jurist. Wie kriegen wir den von der Straße weg? Da hat der Markus dem TU-Präsidenten gesagt: Machen Sie sich keine Sorgen, im Rahmen eines Resozialisierungsprogramms kriegen wir den in der Staatskanzlei unter.“

Georg Eisenreich, Minister für Europa, Digitales und Medien: "Vormittags muss der Eisenreich twittern: 'Der Macron ist ein Depp’. Nachmittags muss er ein Selfie vom Söder machen.“

Bernd Sibler, Minister für Bildung und Kultus: "Der Bernd ist der einzige Mensch, den ich kenne, der seine Haare grau färbt." 

Marion Kiechle, Ministerin für Wissenschaft und Kunst: "Mit Marion Kiechle haben wir nun eine Wissenschaftsministerin, die damit leben kann, dass sie einem Söder intellektuell hoffnungslos überlegen ist. Mit Frau Kiechle kann Söder auch außerhalb Bayerns punkten. Sie ist zum vierten Male verheiratet – also quasi Bayerns Antwort auf Gerhard Schröder."

 Albert Füracker, Finanzminister: "Der Albert war der erste, der nach der Bundestagswahl Seehofer in Frage stellte. Aus Füracker wurde quasi der Gegenacker. Da meinte der Albert: Gegenacker klingt zu negativ. Besser gefällt ihm: Fürsöderacker."

Franz Pschierer, Wirtschaftsminister: "Kosmopolitisch, weltläufig, weit gereist, international vernetzt – das muss ein Wirtschaftsminister heute draufhaben. Drum war völlig klar, wer das Wirtschaftsressort übernimmt: der Pschierer Franz. Der Franz ist in Haunstetten geboren und hat in Augsburg studiert. Er hat also zwischen Geburt und Uni-Abschluss sage und schreibe 4,9 Kilometer zurückgelegt." 

Michaela Kaniber, Landwirtschaftsministerin: "Noch jünger und noch weiblicher als der Pschierer ist die Michaela Kaniber. Sie ist zu recht Landwirtschaftsministerin geworden. Die Michaela hat die für dieses Amt erforderliche Anzahl von Dirndln bei weitem übertroffen. Noch ein Charivari mehr und es hätte sogar fürs Heimatministerium gereicht. Sie hat sich hohe Ziele gesetzt. Sie will für gesellschaftlichen Zusammenhalt sorgen. Nicht leicht, wenn ein Teil der Gesellschaft Markus Söder heißt.“

Kerstin Schreyer, Sozialministerin: "In einem Interview im Juni 2017 hat sie sich selber folgendermaßen beschrieben: 'Ich bin eher dafür bekannt, dass ich etwas sperrig, kantig und manchmal anstrengend bin.’ Das ist doch mal eine solide Selbstauskunft. Und vor allem wissen wir nun: Der Geist des Ludwig Spaenle bleibt dem Kabinett dank Frau Schreyer erhalten."

Natascha Kohnen, SPD-Spitzenkandidatin: "Die war nach der Bundestagswahl erst gegen die Große Koalition und am Ende doch dafür. Dafür ist sie in Bayern gegen eine Große Koalition. Also nach der Wahl dann wahrscheinlich schon dafür. Die Stimmung in der bayerischen SPD ist gut und entspannt."

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