Vorstandsboss der Münchner Karl-Heinz Rummenigge: FC Bayern wird sich mit Oliver Kahn auseinandersetzen

Karl-Heinz Rummenigge erzählt, dass sich der Aufsichtsrat des FC Bayern bei der Suche nach Nachfolgern für die Chefetage auch mit Oliver Kahn beschäftigen werde. Und, dass er sich schon bald Gedanken über seine eigene Zukunft machen will.

 

München - Wie sieht die Führungsriege des Rekordmeisters in Zukunft aus? Karl-Heinz Rummenigge sieht nach den Spekulationen um einen Posten von Oliver Kahn beim FC Bayern den ehemaligen Kapitän selbst und der Aufsichtsrat der Münchner gefragt.

Rummenigge: Kahn lange nicht gesehen

"Olli hat eine großartige Karriere als Fußballer hinter sich. Er hat anschließend auch ein Studium gemacht. Es ist wichtig, was er von seiner Zukunft will", sagte der Vorstandschef des deutschen Fußball-Meisters am Donnerstagabend bei der offiziellen Übergabe des neuen Mannschaftsbusses an den Verein.

Eine Rückkehr von Kahn in eine verantwortlichen Position beim FC Bayern war immer mal ein Thema, zuletzt wurde wiederholt darüber spekuliert. Stellung dazu könne er bei allem Verständnis für das Interesse nicht nehmen, sagte Rummenigge. (Lesen Sie auch: Warum Kahn der ideale Rummenigge-Nachfolger wäre)

Der Aufsichtsrat des Vereins um den Vorsitzenden Uli Hoeneß werde entscheiden, wie die "ganzen Zukunftsgeschichten ausgehen werden. Dass der Aufsichtsrat sich in dieser Richtung Gedanken machen muss und wird, ist das Normalste der Welt", sagte Rummenigge. "Das ist eine wichtige Aufgabe des Aufsichtsrats, die Zukunft zu diskutieren und dementsprechend zu entscheiden." Kahn sei ein "extrem wichtiger Spieler in der Geschichte von Bayern München gewesen". Er habe Kahn aber schon mehrere Monate nicht mehr persönlich gesehen, erzählte der einstige Nationalspieler weiter.

Rummenigge erwägt Verlängerung beim FC Bayern

Rummenigge selbst will sich bald konkrete Gedanken um die Verlängerung seines bis zum 31. Dezember 2019 laufenden Vertrags machen. "Ich kann grundsätzlich sagen, dass Uli und ein paar andere Mitglieder des Aufsichtsrates mich gebeten haben, darüber nachzudenken, meinen Vertrag zu verlängern. Das werde ich jetzt in nächster Zeit tun und dann werde ich mit Uli das Gespräch führen", sagte Rummenigge.

Angesprochen auf den Ausraster von Franck Ribéry nach dem Dortmund-Spiel, als der Franzose einen TV-Mann aus seiner Heimat angegangen war, ließ Rummenigge seinen Unmut erkennen. "Ich kann bestätigen, dass wir das auch nicht als so toll empfunden haben, was Franck nach dem Spiel in Dortmund gemacht hat", sagte der 63-Jährige und warb auch um Verständnis. Das sei in der Emotion passiert und nach der Entschuldigung sei die Sache für den französischen Journalisten erledigt gewesen.

Rummenigge weiß nichts von Ribéry-Vorfall

Zu einem anderen Vorfall des Franzosen nach dem Leverkusen-Spiel am 15. September und der Auseinandersetzung mit einem Journalisten vermochte Rummenigge nicht viel zu sagen. Er habe von dem Vorfall gehört. Er habe aber keine Kenntnis, ob an der Geschichte etwas dran sei oder ob das ein Gerücht sei, sagte Rummenigge.

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