Angekündigter Domino-Effekt Wechsel von Antoine Griezmann perfekt: Schlägt der FC Bayern jetzt auf dem Transfermarkt zu?

Könnte den Domino-Effekt auf dem Transfermarkt in diesem Sommer ins Rollen bringen: Antoine Griezmann. Foto: Bruno Fahy/BELGA/dpa

Der Transfer von Antoine Griezmann zum FC Barcelona ist perfekt. Der internationale Transfermarkt dürfte bald deutlich Fahrt aufnehmen. Wirkt sich der mögliche Domino-Effekt auch auf den FC Bayern aus?

 

Barcelona/München - Die letzte Hürde ist weggeräumt, der erste Dominostein ist gefallen: Nach einem wochenlangen Transfer-Hickhack ist der Wechsel von Antoine Griezmann von Atlético Madrid zum FC Barcelona perfekt.

Die Katalanen bestätigten am Freitagnachmittag die Verpflichtung des französischen Weltmeisters, nachdem zuvor die festgeschriebene 120-Millionen-Euro-Ablöse für den französischen Weltmeister bezahlt worden war.

Der 28 Jahre alte Angreifer unterzeichnete beim Klub des fünfmaligen Weltfußballers Lionel Messi und von Nationaltorhüter Marc-Andre ter Stegen einen Fünfjahresvertrag. Der Kontrakt beinhaltet eine Ausstiegsklausel über 800 Millionen Euro.

Nach Griezmann-Deal: Domino-Effekt auf dem Transfermarkt?

Der Transfer dürfte nun eine Kettenreaktion auf dem internationalen Transfermarkt in Gang setzen. Bereits Mitte Mai hatte Griezmann angekündigt, von seiner Ausstiegsklausel Gebrauch zu machen und Atlético trotz seines bis 2023 laufenden Vertrages nach fünf Jahren zu verlassen. Was folgte, war eine schier endlose Wechsel-Posse.

Zündstoff lieferte vor allem die Uneinigkeit der beiden spanischen Topklubs über die Zahlungsmodalitäten. Während die Katalanen eine Zahlung in mehreren Raten präferierten, forderten die "Colchoneros" angeblich, dass die Summe auf einen Schlag eingehen müsse. Griezmann soll daraufhin erwogen haben, die Ablöse in Höhe von 120 Millionen Euro selbst zu hinterlegen, ließ seinen Worten aber keine Taten folgen.

Vielmehr unterstrich er seinen Wechselwunsch zuletzt demonstrativ durch das Fehlen beim Auftakttraining der Madrilenen. Auch reiste er nicht mit der Mannschaft von Trainer Diego Simeone in das Trainingslager in die USA. Stattdessen soll er bereits am Montag zum Trainingsstart bei den Katalanen auf dem Platz stehen.

Möglich wurde der Deal nach Angaben der spanischen Sport-Tageszeitung "Marca" schließlich nur, weil es Barca gelungen war, das Geld bei diversen Banken zu beschaffen. Griezmann scheint jeden Cent wert zu sein: Der EM-Torschützenkönig von 2016 war in den vergangenen fünf Jahren bei Atlético mit 133 Toren in 257 Pflichtspielen der prägende Offensivspieler.

Die möglichen Auswirkungen auf den FC Bayern

Mit dem Transfer-Vollzug könnte der erste "Dominostein", von dem Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge zuletzt gesprochen hatte, auf dem internationalen Transfermarkt gefallen sein. Bislang hielten sich die europäischen Spitzenklubs mit den ganz großen Transfers zurück. Bald könnte mehrfach die 100-Millionen-Marke übertroffen werden.

Der Deal könnte auch auf den FC Bayern Einfluss haben. Der Rekordmeister hat zwar Leroy Sané von englischen Champion Manchester City zu seinem ersten Transferziel für die linke Offensivseite erklärt, doch der französische Weltmeister Ousmane Dembélé gilt als erster Ersatzkandidat, sollte der deutsche Nationalspieler nicht zu bekommen sein.

Für den Ex-Dortmunder Dembélé dürften die Spielanteile in Barcelona mit der Verpflichtung von Griezmann erheblich abnehmen – zusätzlich sollen die Katalanen weiter an der Rückholaktion des Brasilianers Neymar von Paris St. Germain arbeiten. Und bräuchten dafür auch weitere Einnahmen.

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