Vertrag bis 2021 Vertragsverlängerung: Bayern macht Lewandowski zum Gehaltskrösus

, aktualisiert am 21.09.2016 - 17:59 Uhr
Lewy nach seinem Tor am Samstag gegen Ingolstadt. Foto: firo/augenklick

Die Münchner haben Lewandowski einen neuen Vertrag bis 2021 vorgelegt. Der Kontrakt würde den Stürmer zum Topverdiener machen.

 

München - Mit dem Etikett Topverdiener ist das immer so eine Sache. In einem Verein kommt dieses Label einem Wanderpokal gleich, einem virtuellen natürlich. Niemand außer den Bossen weiß genau, wer der am meisten verdienende der aktuellen Mannschaft ist – und die Medien spekulieren, vermuten, geben Hochrechnungen ab.

Thomas Müller, der im Dezember vergangenen Jahres seinen Vertrag bis 2021 verlängert hatte, dürfte neben Jérôme Boateng und Manuel Neuer aktuell der Top-Verdiener des FC Bayern sein. Doch das könnte bald Vergangenheit sein. Wenn Top-Torjäger Robert Lewandowski ein neues Arbeitspapier erhält, das über das bisherige, bis 2019 gültige, hinaus geht. Laut „Sport Bild“ haben die Bayern-Bosse dem Polen eine Offerte zur Vertragsverlängerung bis 2021 vorgelegt.

Kein Topstürmer ist weltweit gefragter als "Lewy"

„Lewy“ würde also vor Müller (gemäß „Sport Bild“ geschätztes Jahresgehalt 15 Millionen Euro) zum Gehaltskrösus machen. Nicht nur das: zum Topverdiener aller Zeiten. Angeblich steht nach langen Vertragsverhandlungen eine Einigung unmittelbar bevor. Die Bayern-Führung um Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge und Finanzchef Jan-Christian Dreesen treibt die Gespräche, die schon seit diesem Februar andauern voran, weil dieser Deal absolute Priorität hat. Sogar gegenüber den Spielern, deren Verträge nach Ende der kommenden Saison auslaufen wie Arjen Robben, Franck Ribéry, Xabi Alonso (alle drei sollen laut Rummenigge bleiben), Rafinha, Holger Badstuber, Kingsley Coman, Julian Green und Tom Starke. Im Mai hatten Lewandowskis Berater Cezary Kucharski und Maik Barthel Gespräche mit Real Madrid angedeutet.

Sämtliche Premier-League-Klubs mit großen internationalen Ambitionen sollen Lewandowski Avancen gemacht haben. Kein Topstürmer ist weltweit gefragter als Lewandowski. Dass der Umworbene in München bleiben möchte, scheint außer Frage, schließlich sagte der polnische Nationalstürmer kürzlich: „Ich spiele beim FC Bayern, und für mich zählt nur, was Bayern macht.“ Diesen Sommer meinte er erst: „Ich habe noch drei Jahre Vertrag, es gibt daher keinerlei Druck. Ich habe dem Verein klar gesagt, dass wir immer sprechen können. Ich bin sicher, wir werden eine Lösung finden.“

Ancelotti rief Lewandowski im Urlaub an

Um keinen Zweifel aufkommen zu lassen, rief Trainer Carlo Ancelotti Lewandowski während des Urlaubs in der Sommerpause an. „Ich hatte mir vorsorglich schon seine neue deutsche Nummer besorgt, sodass ich gleich wusste, als es klingelte: Das ist Carlo Ancelotti“, berichtete Lewandowski lachend, „es wäre ja schließlich schlecht gewesen, wenn ich unseren neuen Trainer im Urlaub weggedrückt hätte.“ Was Ancelotti den Medien sagte, wird er auch ihm gesagt haben: „Er bleibt hier, weil er einer der besten Stürmer der Welt ist. So einfach ist das. Wieso sollten wir einen der besten Stürmer der Welt freiwillig hergeben?“ Lewandowski habe das „stolz gemacht“, des Trainers Worte hätten ihm „sehr viel bedeutet“.

Seit 2014 spielt der nun 28-Jährige für Bayern. 2015 wurde er Bundesliga-Torschützenkönig und hat nun auch schon wieder fünf Liga-Treffer erzielt. In der Champions League sind es mittlerweile auch schon 16 im Trikot der Münchner. Einer noch und er hat seine Marke aus Dortmund erreicht (17). Zurück zum Thema Geld und Gehälter: Dank der Champions League-Reform der Uefa, die auch den Bayern ab der Saison 2018/19 deutlich höhere Einnahmen garantiert, um rund 70 Prozent im Vergleich zur Vorsaison. Konkret: Bis zu rund 110 Millionen Euro – in der vergangenen Spielzeit waren es nach dem Halbfinal-Aus rund 63 Mio. Euro. Genug Zaster für „Lewy“. Und deshalb ist Rummenigge optimistisch, „dass Robert noch lange beim FC Bayern seine Tore schießen wird.

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