Transferziel arbeitet für Comeback Pep Guardiola lässt im Sané-Poker mit dem FC Bayern aufhorchen

Bayern wollte ihn und Bayern will ihn – aber kriegen sie ihn auch? Deutschlands Nationalspieler Leroy Sané laboriert weiter an seinem Kreuzbandriss. Ob er im Sommer Manchester City verlassen darf, ist offen. Foto: Martin Rickett/Press Association/dpa

Kommt er – oder kommt er nicht? ManCity-Star Leroy Sané, der sich nach seinem Kreuzbandriss in der Reha befindet, bleibt der Wunschspieler des FC Bayern. "Wir sind interessiert, was ja bekannt ist", sagt Präsident Herbert Hainer.

 

München/Manchester - Es sind Worte, die man von Pep Guardiola so eher nicht kennt. Ungewöhnlich, uncharakteristisch – und daher sehr aussagekräftig.

Worte, die den FC Bayern aber umso mehr erfreuen dürften. Der Trainer von Manchester City, der in seinen drei Jahren bei den Münchnern (2013-2016) dafür bekannt war, verletzte Spieler so schnell wie möglich auf den Platz zurückzubringen, sagte nun über das Comeback von Bayern-Wunschspieler Leroy Sané (24): "Das braucht Zeit. Es wird Wochen dauern, bevor er bereit ist."

Sané hatte sich im vergangenen August das rechte Kreuzband gerissen, er trainiert inzwischen wieder mit dem Team von Manchester City. Und soll behutsam, in aller Ruhe an Einsätze herangeführt werden. Eine vernünftige Strategie seines Trainers, der aber vielleicht auch eine Ansage von der Klubspitze bekommen hat.

Würde Manchester City Leroy Sané abgeben?

Schließlich war der Sané-Transfer im Sommer auf der Zielgeraden gescheitert, weil sich der Offensivstar im englischen Supercup gegen den FC Liverpool schwer verletzt hatte. Dies soll nicht noch einmal passieren. Guardiola und City sind weiter bereit, Sané abzugeben. An den FC Bayern?

Die Münchner haben nach wie vor großes Interesse, den deutschen Nationalspieler im Sommer zu verpflichten. Und auch Sané kann sich eine Zukunft bei Bayern gut vorstellen. Es geht – wie so oft im großen Fußball-Business – ums liebe Geld. Sané hat die Berateragentur DB Ventures Limited mit David Beckham an der Spitze verlassen, lässt sich nun von LIAN Sports um Agent Fali Ramadani vertreten.

Logisch, dass die vorab besprochenen Gehälter und Prämien noch einmal neu verhandelt werden. Die Bayern müssen sich überlegen, wie weit sie finanziell für Sané gehen wollen.

Herbert Hainer bestätigt Interesse an Leroy Sané

"Leroy Sané ist ein toller Spieler, an dem wir interessiert sind, was auch bekannt ist", sagte jüngst Bayern-Präsident Herbert Hainer: "Jetzt muss man erst einmal sehen, wie er nach seiner Verletzung zurückkommt."

Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge gab sich öffentlich zurückhaltender. "Ich möchte nichts kommentieren über Spieler, die bei anderen Klubs unter Vertrag sind", sagte Rummenigge, er wolle ja bei ManCity "keine Diskussion auslösen". Der FC Bayern werde einen "Transfermarkt machen, aber den müssen wir ja nicht im Februar final feststemmen. Man wird Geduld haben müssen."

Auf Nachfrage, ob das Interesse an Sané noch da sei, antwortete Rummenigge: "Das möchte ich weder dementieren noch bestätigen. Wir werden unseren Job machen und ich bin überzeugt, dass wir im nächsten Jahr eine sehr wettbewerbsfähige Mannschaft auf dem Platz stehen haben." Die Fans dürfen weiter auf Sané hoffen.

Sané? Hamann rät FC Bayern zu Havertz

Doch es gibt auch kritische Stimmen, was einen möglichen Transfer angeht. Sky-Experte Didi Hamann etwa hat so seine Zweifel. "Wenn ein Trainer wie Pep Guardiola einen Spieler so ein Talent nicht mehr in seinen Reihen haben will, dann würden bei mir schon mal die Alarmglocken schrillen", sagt Hamann über Sané. "Wenn du noch einen Außenspieler brauchst, schaue ich nach Bremen. Milot Rashica wäre mit Sicherheit eine sehr viel günstigere Option."

Zudem hätte Bayern mit Kingsley Coman und Serge Gnabry "zwei Granaten. Die halte ich für genauso gut wie Sané." Anstelle des Stars von ManCity wäre für Hamann Leverkusens Kai Havertz (20) "Transferziel Nummer eins".

Nach AZ-Informationen würde der FC Bayern am liebsten Havertz UND Sané verpflichten. Zunächst aber muss der England-Legionär natürlich fit werden. In aller Ruhe. "Wichtig ist, dass die Operation sehr gut verlaufen ist und er sich unglaublich gut erholt", sagt Guardiola: "Er wird stärker als zuvor zurückkommen."

Darauf hofft auch der FC Bayern.

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