Stimmen zum 3:0-Sieg gegen die Slowakei Deutschland im Viertelfinale: "Jetzt kommen andere Kaliber"

, aktualisiert am 27.06.2016 - 09:37 Uhr
Jogi Löw warnt schon vor den nächsten Gegnern Foto: dpa

Deutschland steht nach einer überzeugenden Leistung gegen die Slowakei im Viertelfinale. Dort wartet allerdings auf jeden Fall ein harter Brocken. Die Stimmen zum Achtelfinalsieg.

 

Lille - Joachim Löw applaudierte zufrieden, Thomas Müller wuschelte Mario Gomez durchs Haar, Jerome Boateng führte die deutschen Weltmeister im Trainingsleibchen ganz entspannt zur Fankurve. Die Freude war nicht überbordend nach dem glanzvollen 3:0 (2:0) im EM-Achtelfinale gegen die überforderte Slowakei, es war eine eher routinierte, beiläufige, fast konzentrierte Art des Jubelns.

Die Stimmen zum Spiel:

Mario Gomez: "Das ist so ein schöner Moment, den will ich genießen und gar nicht mehr zurückdenken. Es macht riesigen Spaß in dieser Mannschaft zu spielen. Jetzt kommen die Spiele, auf die wir uns freuen. Deshalb sind wir ja zur Euro gefahren. Wir wollen den Titel ganz klar. Und dafür musst du auch solche Mannschaften schlagen."

Joachim Löw: "Wir hatten immer die Kontrolle über das Spiel und haben den Ball gut laufen lassen. Es war ein ungefährdeter Sieg. Normalerweise ist Jerome Boateng immer nur zur Absicherung eingeteilt, aber den Ball nimmt er natürlich überragend. Es war ein super Auftakt. Diese 'eine' Mannschaft gibt es nicht. Ich weiß nicht, wer im nächsten Spiel spielt. In den nächsten Spielen müssen wir gucken - dann kommt mit Italien oder Spanien ein anderes Kaliber. Die Spanier sind der leichte Favorit aber Italien ist zu allem fähig und kann den Spaniern heftige Gegenwehr leisten. Für mich ist er Ausgang offen."

Bastian Schweinsteiger: Ich habe mich vor drei Monaten verletzt, viele Wochen nicht gespielt,. Für mich ging es in erster Linie darum, hier dabei zu sein, gesund zu sein. Von daher bin ich zufrieden und sehr froh, wie es gelaufen ist. Auch, dass ich Spielminuten bekomme. Ein Tor ist mir auch schon gelungen. Gegen wen wir jetzt spielen, macht für uns keinen großen Unterschied. Beide spielen etwas unterschiedlich. Es liegt an uns. Jetzt spielen wir gegen einen großen Gegner.

Jerome Boateng: "Ich bin froh, dass er reingegangen ist. Ich habe gesagt, ich hebe mir das erste Tor für das Turnier auf. Ich freue mich aber besonders für die Mannschaft, die sehr gut gespielt hat. Die Ärzte und Physios haben alle Vollgas gegeben, sonst hätte ich heute nicht spielen können. Die Wade ist am Ende etwas fest geworden, es war eine Vorsichtsmaßnahme."

Mario Gomez: "Es ist nie leicht. Die Flexibilität, die wir in den letzten zwei Spielen hatte, ist genial. Das ist ein schöner Moment, ich will gar nicht zurückdenken. Ich freue mich, dass mir die Mannschaft vertraut. Nach hinten verteidigen wir sehr, sehr gut. Es macht Riesenspaß. Unser Ziel ist der Titel, deshalb müssen wir diese Nationen schlagen."

Julian Draxler: "Ein sehr schöner Tag für mich und die Mannschaft. Ich habe im Training Vollgas gegeben, dass ich da bin. Ich hoffe, dass ich im nächsten Spiel wieder ran darf. Italien und Spanien sind Riesen-Fußball-Nationen, wir sind gespannt, wer der Gegner wird."

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Mario Gomez: "Ich kann nicht Italien sagen. Was soll denn dann mein Papa denken?"
(Nationalstürmer Mario Gomez, Sohn eines Spaniers und einer Deutschen, auf die Frage, ob er im Viertelfinale lieber gegen Italien oder Spanien spielen würde)

Thomas Müller: "Er ist nur leicht gerötet. Um den Gegenspieler hatte ich mehr Angst."
(Thomas Müller auf die Frage, wie es nach einem Zusammenprall seinem Kopf gehe)

 

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