Spanien-Schwergewichte zeigen Interesse FC Bayern: Was spricht für einen Alaba-Abgang - und was dagegen?

Leistungsträger des FC Bayern: David Alaba Foto: imago images / GEPA pictures

Verlässt David Alaba den FC Bayern im Sommer? Das Interesse am Österreicher ist groß, er selbst schließt einen Wechsel nicht aus. Steckt Kalkül dahinter?

 

München - Derzeit ist es still an der Säbener Straße. Sämtliche Wettbewerbe pausieren wegen der weltweiten Corona-Pandemie, auch die Stars des FC Bayern müssen daheim bleiben. Wann der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden kann, ist aktuell völlig unklar.

Genug Zeit also, um die Zukunftsplanungen voranzutreiben. "Wir haben vier oder fünf wichtige Spieler, deren Verträge nächstes Jahr auslaufen. Ich weiß, dass mit allen derzeit gesprochen wird. Und ich hoffe sehr, dass das alles erfolgreich verlaufen wird", erklärte Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß vergangene Woche im "Doppelpass". Einer davon: David Alaba.

Real Madrid und FC Barcelona an David Alaba interessiert?

Der Österreicher hat sich nach seiner Versetzung auf die Innenverteidigerposition zum Abwehr-Boss der Münchner entwickelt. Seit Anfang November wurde der Österreicher lediglich zweimal geschont, ansonsten stand er immer über die volle Spielzeit auf dem Platz und wusste dabei stets mit starken Leistungen zu überzeugen. Auch sein Vertrag läuft im Sommer 2021 aus. Wie es danach weitergeht, ist noch unklar. Selbst ein Abgang im Sommer scheint aktuell nicht ausgeschlossen.

Die starken Leistungen des flexiblen Verteidigers bleiben freilich auch den internationalen Top-Klubs nicht verborgen. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge sollen vor allem der FC Barcelona und Real Madrid an einer Verpflichtung des 27-Jährigen interessiert sein. Bereits in den vergangenen Jahren gab es immer wieder Gerüchte um ein Interesse der beiden spanischen Schwergewichte, schlussendlich konnten die Bayern ihren Verteidiger von einem Verbleib überzeugen.

Alaba selbst kann sich einen Umzug auf die iberische Halbinsel jedenfalls vorstellen, wie er jüngst in einem Interview mit der "GQ" zugab. Er könne sich "grundsätzlich auch vorstellen, einen anderen Weg einzuschlagen. Das wird sich irgendwann zeigen", so Alaba.

Pini Zahavi übernimmt wohl Verhandlungen für Alaba

Ein gewichtiges Wort bei der Zukunftsentscheidung des Österreichers wird wohl bald auch Pini Zahavi spielen. Der Israeli gilt als einer der mächtigsten Spielerberater der Branche und spielte bei einigen der größten Transfers der Fußball-Geschichte eine entscheidende Rolle. Wie die "SportBild" und "Sky" berichten, steht Alaba kurz vor einem Wechsel zu Zahavi, der sich dann um die anstehenden Verhandlungen kümmern soll.

Als Ausdruck einer Wechselabsicht ist dies jedoch nicht zu sehen, zumindest nicht unmittelbar. Auch Bayerns Torjäger Robert Lewandowski findet sich seit 2018 im Portfolio Zahavis. Der Pole drängte seinerzeit auf einen Wechsel zu Real Madrid, blieb aber schlussendlich in München und verlängerte seinen Vertrag Ende August bis 2023. Zu verbesserten Bezügen, versteht sich.

FC Bayern: Gehört Alaba bald zu den Top-Verdienern?

Ähnlich stellt sich die Situation bei Alaba dar. Angesichts der anstehenden Vertragsverhandlungen mit zahlreichen Leistungsträgern, darunter Hochkaräter wie Thomas Müller oder Manuel Neuer, dürfte sich die Gehaltsstruktur beim Rekordmeister in den kommenden Monaten merklich ändern. Auch Alaba darf sich angesichts seiner starken Leistungen Hoffnungen machen, zukünftig zu den Top-Verdienern bei den Bayern zu gehören.

Rein sportlich hat Alaba derweil noch ein anderes großes Ziel für seine Karriere. "Die Champions League ist natürlich ein Traum, und ich werde alles versuchen und alles geben, um ihn mir noch einmal zu erfüllen", erklärte Alaba der "GQ".

Wann und mit welchem Verein, ist noch unklar. Wie so vieles in dieser stillen Zeit.

 

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