Oktoberfest 2018 Liveticker zum Nachlesen: So schee - das war der erste Wiesn-Tag

AZ-Lokalredakteurin Jasmin Menrad.
Wenn es dämmert über der Wiesn, wird es erst so richtig schön. Foto: min

Es ist wieder soweit – Ausnahmezustand in München. Mit der Wiesn beginnt in der bayerischen Landeshauptstadt wieder die fünfte Jahreszeit. Heute, am Samstag, ist Anstich – den ersten Tag des Oktoberfests gibt's hier im Liveticker der AZ.

 

München - "O'zapft is!" Pünktlich um 12 Uhr hat Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Samstag das 185. Oktoberfest eröffnet.

Beim Anstich im Schottenhamel-Festzelt hat er wie schon im vergangenen Jahr zwei Schläge gebraucht. Die erste Maß bekommt dann traditionsgemäß der bayerische Ministerpräsident, heuer zum ersten Mal Markus Söder (CSU).

Nach dem Anstich ertönten zwölf Böllerschüsse, die signalisieren, dass nun auch in den anderen Zelten Bier ausgeschenkt werden darf. Der Anstich markiert den offiziellen Start des sechzehntägigen Spektakels auf der Theresienwiese. (Alle aktuellen Infos zur Wiesn finden Sie in unserem großen Newsblog)

Den gesamten ersten Wiesn-Tag können Sie hier im AZ-Liveticker nachlesen. Prost! Auf eine friedliche Wiesn!


19.18 Uhr: So langsam dämmert's, die bunten Lichter erhellen die Theresienwiese und verbreiten eine erhabene Stimmung. Jetzt noch einen Platz in den Zelten zu erhaschen, wir übrigens schwer. Aber im Herzkasperlzelt auf der Oiden Wiesn geht noch was. An dieser Stelle wollen wir uns vom Liveticker verabschieden und entlassen Sie mit diesen Bildern unserer Wiesn-Reporterin Jasmin Menrad in die erste Wiesn-Nacht. Merci fürs Mitlesen, einen schönen Abend und bis morgen! 

19.06 Uhr: Übrigens: Der XXL-Racer läuft wieder! Vor der ersten Fahrt gab sich ein Mitarbeiter gelassen: "Na, dann schaumermal, ob die Schrauben halten". Sie haben gehalten. 

Der XXL-Racer läuft wieder rund!
Der XXL-Racer läuft wieder rund!

18.32 Uhr: Ein paar Zigtausend Liter Bier dürften inzwischen getrunken sein. Dass ein Mancher sich und seine Trunkfestigkeit bereits überschätzt hat, sahen wir schon kurz nach Anstich. Doch es gibt auch jene, die nach mehreren Oktoberfest-Maß noch stangerlgrad nach Hause marschieren können. Als wir letztens Münchens Obergrantler Harry G zum Interview getroffen haben, fragten wir ihn, wie viele Maß er denn vertrage. Seine sehr selbstbewusste Einschätzung verrät er im Video: 

18.23 Uhr: "Der Petrus ist ein Münchner", sagte Wiesnchef Josef Schmid (CSU) heute angesichts des tollen Wetters. Er habe tagelang gebetet. "Man sieht: ich bin erhört worden." Für morgen Nachmittag scheint Petrus aber andere Pläne zu haben. Ein Sturm-Stief zieht über Süddeutschland. Wann es ungemütlich werden könnte in München, lesen Sie hier.

17.56 Uhr: Die Wiesn-Pressestelle sagt auf AZ-Nachfrage: "Es ist mehr los als die letzten Jahre am ersten Tag."  "Jetzt aber", sagt AZ-Reporterin Jasmin Menrad, "beginnt die Uhrzeit, wo die Wiesn stressig wird, wenn man nicht betrunken ist. Es ist voll, es ist vollgekotzt."

17.54 Uhr: Zurück am Rastplatz der vielen mit dem Alkohol überforderten Seelen: Das Publikum wirkt lebloser. Inzwischen macht der "Kotzhügel" seinem Namen auch wieder alle Ehre...

17.43 Uhr: Gemütlich über die Wiesn schlendern? Wenn das heute noch Ihr Plan sein sollte, dann müssen wir Sie leider enttäuschen. In der Wirtsbudenstraße ist's inzhwischen, sagen wir, kuschelig. Die AZ-Reporterin tut sich schwer, durch diese Menschenmassen vorwärtszukommen. Weiterhin viel Durchhaltevermögen, liebe Jasmin! 

17.31 Uhr: Und weil es so schön war: Unsere Reporter sind heute Mittag ausgeschwärmt und haben die Anstiche in verschiedenen Wiesn-Zelten mitgefeiert. Hier gibt's einen kleinen Zusammenschnitt:

17.28 Uhr: Gerade sind am XXL-Racer zwei Techniker genau in der Mitte des Geräts am Werk und tauschen zwei Kabel aus. Angeblich dauern die Reparaturarbeiten noch ungefähr eine halbe Stunde. "Das Gerät zeigt sofort an, wenn auch nur ein Kontakt nicht einwandfrei funktioniert und das ist jetzt eben gewesen. Gefährlich wars aber zu keiner Zeit", sagt einer der Mitarbeiter. Das Gerät ist sehr sicher, weil es jede kleinste Störung sofort anzeigt. Im letzten Jahr, als der XXL-Racer sein Wiesndebüt hatte, fuhr er störungsfrei 18 Tage durch.

16.41: Uhr: Gerade hatten wir's vom XXL-Racer und schon kommt es zu Problemen. Laut dem Betreiber des Fahrgeschäfts für Wiesn-Besucher, die es extrem mögen, muss der Computer heruntergefahren und neu gestartet werden. 30 bis 50 Minuten soll es dauern, bis der riesige Pendelarm sich wieder in Bewegung setzt. Es befinden sich übrigens keine Personen mehr im Fahrgeschäft. "Die letzte Fahrt war dann auch über eine Minute länger als üblich", sagt unsere Reporterin.

Der XXL-Racer ist eins der heftigsten Fahrgeschäfte auf der Wiesn, bei dem sich eine freischwingende Gondel um eine horizontale Achse dreht. Während die Fahrgäste am Boden ein- und aussteigen, warten die anderen Passagiere in 55 Metern Höhe. Wer sich traut, die Augen zu öffnen, erlebt eine wunderschöne Wiesn von oben. Allerdings dürfen hier nur Gäste bis zu einer Größe von 1,85 Metern mitfahren. Große Helden müssen sich ihren Thrill woanders holen. Letztes Jahr haben wir den XXL-Racer übrigens getestet. Eine Fahrt aus der Ich-Perspektive gibt's in diesem Video: 

16.30 Uhr: Unsere Reporterin hat sich bei den Schaustellern umgehört: "Allesamt sehr zufrieden. Lange Schlangen und vollbesetzte Fahrgeschäfte, wo auch immer man hinblickt."

16.03 Uhr: Traurige Nachricht übrigens für alle Sechzger. Die Löwen haben ihr Wiesn-Spiel im extra dafür designten Trikot gegen Wehen Wiesbaden verloren. Dabei hatte es eigentlich erst ganz gut ausgesehen. Hier geht's zum Ticker zum Nachlesen!

16.02 Uhr: Eine AZ-Reporterin meldet sich unterdessen vom offiziellen Wiesnshop mit einer erfreulichen Nachricht: Nach einem starken Rückgang in den letzten, von Terrorangst geprägten Jahren, sind endlich sind wieder viele, viele Amerikaner auf der Wiesn. Was die am Laden von Gunter Malescha beispielsweise erstehen können? Den 0-Euro-Schein. Gut, mit dem läuft man wenigstens nicht Gefahr, am nächsten Tag den Blick in den Geldbeutel zu bereuen. 

15.53 Uhr: Dieses Bild ist gerade in unserer Twitter-Timeline aufgepoppt. Offenbar feiert auch Denver im US-Bundesstaat Colorado gerade ein Oktoberfest. Wenn wir uns das "Spaten Fest Bier" dieses Kollegen so anschauen, sind wir froh, dass wir das Münchner Original haben...

15.50 Uhr: Unser Leute-Fachmann hat in der Zwischenzeit die ersten Bilder der Promi-Fotografen auf der Wiesn zusammengetragen. "Terminator" Arnold Schwarzenegger, Schlager-Star Florian Silbereisen oder Altkanzler Gerhard Schröder - hier kommt der erste Schwung Wiesn-Prominenz!

 

15.23 Uhr: Die AZ-Reporterin vor Ort vermeldet: Noch sehen die Bewohner des "Kotzhügels" alle recht lebendig aus! Eine Frau füttert auf dem berühmt-berüchtigten Hang sogar ihr Kind. Na, Mahlzeit!


Noch ist gar nicht so viel los: Der "Kotzhügel" an der Westseite der Theresienwiese. Foto: min

Kotzhügel 2018. Die Eltern der kleinen Olivia (liegend) kommen aus Texas, leben in Kaiserslautern und sind schon zum zweiten Mal auf der Wiesn.

15.20 Uhr: Übrigens: Wer auf die Wiesn möchte, sollte bei der Planung das Wiesn-Barometer beachten. Anhand der letzten Jahre wird hier gezeigt, an welchem Tag und zu welcher Uhrzeit mit besonders vielen Besuchern ist und wann es wohl nicht ganz so eng wird. Unter der Woche ist es logischerweise am entspanntesten.

15.19 Uhr: "Die geilste Zeit im Jahr", so beschreibt Model und Moderatorin Monica Ivancan die Wiesn. Die Promis trafen sich schon am Samstagmorgen zum "Breakfast at Tiffany" in Residenzstraße zum Schunkeln, Schauen und Schlemmen. Hier geht's zum Video.

15.09 Uhr: Mei, is des schee! Todesmutig wie sie ist, hat sich die AZ-Reporterin ins Riesenrad begeben. 50 Meter geht's in die Luft – oben angekommen hat man dann einen tollen Ausblick über das Wiesn-Gelände und die Stadt. Höhenangst darf man hier allerdings auf jeden Fall nicht haben.


Vom Riesenrad aus kann man über die gesamte Wiesn schauen. Foto: min

15 Uhr: Auch Arnold Schwarzenegger ist auf der Wiesn. Gemeinsam mit seinem Sohn Patrick und Freund Ralf Moeller genießt "Arnie" die Wiesn im Marstall-Zelt.

14.48 Uhr: Tanzverbot in der Stadtratsboxe? Das sagt zumindest Florian Roth, Grünen-Stadtrat und Fraktionsvorsitzender, der wohl schonmal selbst versucht hat, dort auf den Bänken zu tanzen.

14.40 Uhr: Laut Feuerwehr ist der Einsatz in der Hermann-Lingg-Straße mittlerweile beendet. Es ist ein hoher Sachschaden entstanden – weitere Informationen zum Brand folgen im Laufe des Tages.

14.36 Uhr: Natürlich darf auch der Wiesn-Chef höchstpersönlich nicht fehlen. Bürgermeister Josef Schmid (CSU) gemeinsam mit seiner Frau Natalie: "Wir lieben uns auch nach 15 Jahren Ehe noch."


Münchens 2. Bürgermeister Josef Schmid mit seiner Frau Natalie. Foto: iko

14.15 Uhr: Wie schon gesagt – noch hält das Wetter. Doch das könnte sich jetzt bald ändern! Für München gibt es bereits eine amtliche Unwetterwarnung für die nächsten Stunden, ein Orkan-Tief könnte über die Wiesn hinwegfegen. Die aktualisierten Infos zum Wetter gibt's hier.

14.10 Uhr: Auch im Grünwalder Stadion wird die Wiesn begrüßt. Der TSV 1860 spielt dort gerade gegen Wehen Wiesbaden (hier gibt's die Partie im Liveticker). Für das Oktoberfest haben sich die Löwen-Fans eine eigene Choreo überlegt.


Foto: me


Foto: me

14.05 Uhr: Wiesn-Wissen für Anfänger, mit dem man locker bei Nicht-Münchnern punkten kann: Im Café Kaiserschmarrn wird eine Prinzregenten-Hochzeitstorte angeschnitten, da das Oktoberfest ja auf eine Hochzeit zurückgeht.


Torten-Anschnitt im Café Kaiserschmarrn. Foto: min

Wer es nicht wusste: Die erste Wiesn gab‘s 1810 – Anlass war damals die Hochzeit von Kronprinz Ludwig und Prinzessin Therese am 12. Oktober. Ebenjene Prinzessin Therese gab dem Ort des Oktoberfests, der Theresienwiese, auch den Namen.

Die Theresienwiese in Zartgrün – Münchens legendäre Brachfläche.
So schaut's auf der Theresienwiese aus, wenn keine Wiesn ist. Foto: Sigi Müller

Zurück zum Café Kaiserschmarrn: Hier war um 12 Uhr bereits Prosecco-Anstich, die Hochzeitstorte gibt‘s täglich, die Stücke werden dann an die Gäste verteilt

Magnus Müller-Rischart vom Café Kaiserschmarrn: „Ich glaube, dass es heuer mehr Menschen sind. Aber der erste Wiesn-Samstag ist ja immer der gemütlichste. Und die Zeiten, als es so viele Menschen waren, vor fünf, sechs Jahren, da war‘s nicht mehr schön am Wochenende."

13.39 Uhr: Pünktlich um 9 Uhr startete der Sanitätsdienst der Aicher Ambulanz mit 114 Sanitätern. Aktuell sind zehn Ärzte vor Ort im Einsatz. Und die Sanitäter hatten auch schon einiges zu tun: Bis 13 Uhr wurden 23 Patienten versorgt, in den meisten Fällen handelte es sich dabei um Stürze.

Die Sanitäter sind auf der Wiesn im Dauereinsatz.
Eine sogenannte Tragenstaffel kümmert sich vor allem um schwerverletzte und betrunkene Personen. Foto: Aicher Ambulanz

Doch es gab auch schon den ersten richtigen Notfall: Um 11.36 Uhr kollabierte eine schwangere Frau in einem der großen Bierzelte. Zudem gab es bereits die erste Alkoholleiche der Wiesn. Die Sanitäter brachten den Betrunkenen um 12.32 Uhr auf die Wache. Der etwa 50-jährige Mann trug eine Mönchskleidung.

13.34 Uhr: Die Wirtsbudenstraße ist noch gut begehbar.


Foto: min

13.31 Uhr: Achtung! In diesen Zelten gibt's noch Platz

Eineinhalb Stunden sind seit dem Anstich vergangen – Zeit für einen kurzen Zwischenstand, was die Zelte angeht. Laut Stadt sind mittlerweile fast alle großen Zelte komplett belegt, bei den meisten beläuft sich die Auslastung auf 90 oder 95 Prozent. Mehr Platz gibt es noch in folgenden Zelten:

  • Armbrustschützen-Festzelt: 83 Prozent
  • Ochsenbraterei: 80 Prozent
  • Käfer's Wiesn-Schänke: 80 Prozent
  • Festzelt Tradition: 74 Prozent
  • Kufflers Weinzelt: 60 Prozent

13.27 Uhr: Das Wetter hält weiter – die Wiesn-Gäste in den Biergärten freut's natürlich! Mittlerweile sind die auch gerammelt voll.


Der Biergarten vom Festzelt Tradition auf der Oidn Wiesn. Foto: min

13.22 Uhr: Nochmal zurück zu Markus Söder: Hatte er als Bayerns Finanzminister jedes Jahr im Hofbräu-Festzelt selbst angezapft, bekam er nun die erste Maß Festbier von Reiter (SPD) serviert – so ist es Tradition. "Das Oktoberfest ist vielleicht die schönste und größte Visitenkarte Bayerns in der Welt. Und ich hoffe, dass wir diese Lebensfreude heute wieder zeigen", sagte Söder wenige Minuten, bevor der Countdown zum Oktoberfest 2018 runtergezählt wurde. Er hoffe, dass es eine friedliche, aber auch lebenslustige Wiesn werde. "Ein Zeichen auch, dass in Bayern was los ist und dass wir schön feiern können."


Prost! Bayerns Ministerpräsident Markus Söder mit der ersten Wiesn-Maß 2018. Foto: Peter Kneffel/dpa

13.16 Uhr: Ilse Aigner hat schon in Berlin geübt und zapft sehr viel souveräner als im letzten Jahr mit zwei Schlägen an. Ihr zur Seite stehen Brigitte Walbrun und ihr Nockherberg-Double Angela Ascher. Angezapft wurde um 13.04 Uhr, Bier gabs aber schon um 12 Uhr.


Foto: min

13.13 Uhr: Bereits eine Stunde nach dem Anstich wird im Schottenhamel auf den Bänken getanzt.


Foto: fm

13.06 Uhr: Stimmung bestens bei der Sicherheit: KVR-Chef Thomas Böhle (l.) mit Polizei-Sprecher Marcus da Gloria Martins.


Foto: iko

13.03 Uhr: Für die ganz Durstigen gibt's hier schonmal den Promillerechner der AZ zum Nachkontrollieren. Einfach Geschlecht, Alter, Größe, Gewicht und Getränke angeben und schon wird ein ungefährer Promillewert ausgerechnet.

12.54 Uhr: Ganz offiziell ist das 185. Oktoberfest jetzt eine Stunde alt. Hier gibt's die ersten Bilder vom Anstich-Tag zum Durchklicken.

12.48 Uhr: Ilse Aigner mit "Schönheitskönigin"-Programmchef Jürgen Kirner. Sie zapft hier erst um 13 Uhr an. Letztes Jahr war's eine Bierdusche. Man darf gespannt sein, ob sie geübt hat.


Foto: min

12.45 Uhr: Christian Ude war nicht im Schottenhamel zu sehen – hat der Alt-OB etwa keine Luft auf die Wiesn? Nicht ganz! Ude ist gestern Abend nach Äthiopien gereist. Dort ist er als Nachfolger von Karl-Heinz Böhm für die Menschen-für-Menschen-Stiftung unterwegs.

12.41 Uhr: Ob die Wiesn heuer wieder voller wird? OB Reiter glaubt es. "Eindeutig", sei das sein Gefühl, sagt er der AZ im Schottenhamel, während er sein erstes Wiesn-Hendl isst. Die Stimmung sei "sehr freundlich und gelöst".

12.29 Uhr: Die AZ – immer vorne mit dabei: So auch auf der Oidn Wiesn. Wiesn-Reporterin Jasmin Menrad bekam die Ausweisnummer 0001. Sauber sog i!

12.26 Uhr: Die ersten Pferde (und Kutscher) haben für heute ausgedient und trotten über über die Pocci- und Lindwurmstraße heim.

Die ersten Pferde (und Kutscher) haben für heute ausgedient und trotten über über die Pocci- und Lindwurmstraße heim.
Foto: ill

12.23 Uhr: Mein persönlicher Wiesn-Held bisher ist übrigens ein unbekannter Besucher, der sich eine Halbe Bier über einen Trichter einverleibt hat. Und das aus dem zweiten Stock eines Wohnhauses ums Eck der Theresienwiese. Sportlich, sportlich...


Foto: ls

12.16 Uhr: Kurze Information am Rande: Der Feuerwehreinsatz in der Hermann-Lingg-Straße scheint doch ernster zu sein als zunächst angenommen. Der Rauch habe sich vom Kamin über die Lüftungsanlage im Gebäude ausgebreitet. Eine Gefahr für Wiesn-Besucher bestand nach Angaben eines Sprechers nicht. Zahlreiche Festgäste mussten aber einen Umweg zur Theresienwiese nehmen, weil eine zentrale Zufahrtsstraße gesperrt war. Im Laufe des Mittags wird es weitere Informationen zum Einsatz geben.


Foto: ls

Wegen des Brandes müssen sogar die Pferdekutschen umdrehen.

Wegen des Brandes müssen die Pferdekutschen umdrehen.
Foto: ls

12.11 Uhr: Die CSU hat kurz nach dem Anstich schon Bier, die SPD noch nicht. Wie das geht? "Wir waren braver", sagt der Münchner CSU-Chef Ludwig Spaenle.

12.07 Uhr: Helmut Schleich, als Franz-Josef Strauß, hat im Herzkasperl-Zelt ebenfalls zwei Schläge beim Anzapfen gebraucht. Luise Kinseher benötigte im Schichtl drei Schläge.

12.03 Uhr: AZ-Reporterlegende Michael Graeter (r.) ist natürlich auch auf der Wiesn.

AZ-Reporterlegende Michael Graeter (r) ist natürlich auch beim Anstich auf der Wiesn.
Foto: sx

12.01 Uhr: Die Böllerschläge ertönen – zwölf sind's insgesamt: Das Zeichen für die anderen Zelte, dass auch dort endlich angezapft und ausgeschenkt werden darf.

12 Uhr: Die erste Maß bekommt traditionsgemäß der Ministerpräsident – für Söder ist es heuer das erste Mal.

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU, l.) mit Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) kurz nach dem Anstich.
Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU, l.) mit Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) kurz nach dem Anstich. Foto: Peter Kneffel/dpa

12 Uhr: O'zapft is! Mit zwei, oder fast schon eineinhalb, sauberen Schlägen hat Reiter das erste Bierfass der Wiesn 2018 angezapft!

11.58 Uhr: Alt-Kanzler Gerhard Schröder samt Frau in der Ratsboxe. Nach AZ-Informationen hat Star-Koch Alfons Schuhbeck den SPD-Mann eingeladen. Wie eine der AZ-Reporterinnen vor Ort berichtet, hat er bereits drei Minuten nach dem Anstich die Boxe schon wieder verlassen. Oh weh! Danach ging's mit Schuhbeck zusammen ins Augustiner.

Alt-Kanzler Gerhard Schröder samt Frau in der Ratsboxe.
Foto: iko

11.56 Uhr: Reiters Ziel fürs Anzapfen sind laut eigener Aussage zwei Schläge – so viele brauchte er unter anderem auch schon im letzten Jahr.

11.52 Uhr: Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) und Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kommen im Schottenhamel-Festzelt an und lassen sich von den Tausenden Gästen feiern. Die Spannung steigt – jetzt geht's gleich los in der Anstich-Boxe!

11.50 Uhr: Der Einzug der Wiesn-Wirte dauert weiter an. In zehn Minuten wird im Schottenhamel ozapft – währenddessen ist der Ticker-Redakteur bei seiner fünften Tasse Kaffee angekommen... na Prost!

11.48 Uhr: Mittlerweile hat die Bundespolizei die Hackerbrücke für den Fahrzeugverkehr gesperrt – die Straße gehört nun den Fußgängern. Radler müssen ihr Gefährt schieben.

11.46 Uhr: Einer der AZ-Reporter vor Ort berichtet: Grünen-Spitzenkandidatin Katharina Schulze hat vom Balkon einen hervorragenden Blick hinunter auf Markus Söder vor dem Zelt. Zumindest theoretisch. Sie schaue lieber die Pferde an, sagt sie der AZ.

Ludwig Hartmann (hinten rechts) zum ersten Mal in der Ratsboxe. Umringt von den Grünen.
Ludwig Hartmann (hinten rechts) zum ersten Mal in der Ratsboxe. Umringt von den Grünen. Foto: iko

11.39 Uhr: Mittlerweile wird es mit Sitzplätzen in den Zelten schwierig – hier ein Foto aus dem Löwenbräu.

Das Löwenbräu-Festzelt.
Überblick von der Löwenbräu-Empore. Foto: Nico Sarcher

11.31 Uhr: Rudi Balloni steht mit seinen Ballons auf der Oidn Wiesn und kündigt an, dass seine Glühwürmchem-Luftballons (12 Euro) DER Verkaufsschlager werden. Die "Glühwürmchen" kommen von Hand in den Ballon, leuchten ein paar Tage.


Foto: min

11.28 Uhr: Pfarrer Rainer Maria Schießler (r.) bei der CSU in der Ratsboxe: "Ich muss mich doch um meine Schäfchen kümmern." Von links: Heinrich Traublinger, Ludwig Spaenle, Hans Podiuk und Walter Zöller.


Foto: iko

11.18 Uhr: Der Einzug der Wiesn-Wirte beginnt, sie kommen mit ihren Wagen auf die Theresienwiese. Langsam fängt's an zu kribbeln!

Tausende Menschen säumten bei herbstlichem Wetter die Straßen, um den traditionellen Festzug zum Oktoberfest zu sehen. Den von Musikkapellen begleiteten Zug führte hoch zu Ross das "Münchner Kindl" Viktoria Ostler an. Dahinter folgte traditionsgemäß Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) in seinem Wagen.

11.11 Uhr: Stadtkämmerer Ernst Wolowicz (65), der in den Ruhestand geht, zum letzten Mal in der Ratsboxe: "Ich bin schon ein bissl nostalgisch, nach fast 25 Jahren hier oben."

Kämmerer Ernst Wolowicz (65), der in den Ruhestand geht, zum letzten Mal in der Ratsboxe: "Ich bin schon ein bissl nostalgisch, nach fast 25 Jahren hier oben."
Foto: iko

11.09 Uhr: Eine kleine, aber wohl nicht ganz unwichtige Info zwischendurch – so schaut's aktuell bei den Zelten aus: Informationen der Stadt zufolge ist das Schottenhamel-Festzelt bereits zu 95 Prozent gefüllt, hier geht also fast gar nichts mehr! Besser schaut es da noch in den anderen Zelten aus: Hier gibt es Werte zwischen 30 und 80 Prozent.

Auslastung in den Zelten – ein kleiner Überblick:

  • Hacker-Festzelt: 80 Prozent
  • Winzerer Fähndl: 80 Prozent
  • Augustiner-Festhalle: 75 Prozent
  • Hofbräu-Festzelt: 68 Prozent
  • Schützen-Festzelt: 50 Prozent

Das Schottenhamel ist schon so gut wie voll...
So gut wie voll: Das Schottenhamel-Festzelt gegen 11 Uhr. Foto: iko

11.01 Uhr: Vor dem Anstich gibt's natürlich noch den tradtionellen Einzug der Wiesn-Wirte. Viele Besucher warten bereits hinter der Absperrung, um den Umzug mitzuverfolgen.

Die Besucher warten schon hinter der Absperrung auf den Einzug der Wirte.
Wiesn-Gäste warten auf den Umzug der Wirte. Foto: min

11 Uhr: Oans, zwoa, noch eine Stunde (das rechte Fassl wird's). Die Anzapfbox im Schottenhamel.

Oans, zwoa, noch eine Stunde (das rechte Fassl wird's). Die Anzapfbox im Schottenhamel.

10.53 Uhr: Die Damentoilette im Schottenhamel-Festzelt. Naja – der Wille zählt...

Die Damentoilette im Schottenhamel. Naja - der Wille zählt.
Foto: iko

10.50 Uhr: In der Gepäckaufbewahrung am Esperantoplatz ist noch jede Menge Platz. Der Andrang sei ähnlich wie im letzten Jahr, sagt die Mitarbeitern. Am Nachmittag wird es voller - schätzt sie.

In der Gepäckaufbewahrung am Esperantoplatz ist noch jede Menge Platz. Der Andrang sei ähnlich wie im letzten Jahr, sagt die Mitarbeitern. Am Nachmittag wird es voller - schätzt sie.
Die Gepäckaufbewahrung am Esperantoplatz. Foto: min

10.45 Uhr: Die Sicherheitskräfte am Esperantoplatz haben wenig zu tun. Die Wiesnbesucher haben kleine Taschen oder erst gar keine dabei.


Foto: min

10.43 Uhr: Feuerwehrautos heizen mit Blaulicht und Sirene an der Theresienwiese vorbei – allerdings handelt es sich um keinen Oktoberfest-Einsatz. Wie ein Feuerwehrsprecher auf AZ-Nachfrage mitteilte, ist ein Kamin in einem Haus in der Hermann-Lingg-Straße in Brand geraten.

10.37 Uhr: Kleiner Tipp: Für Münchner, die auf den Bus ausweichen können, empfiehlt sich auch heuer diese entspannte und (fast) touristenfreie Alternative zur U-Bahn. Im 53er (hält unter anderem U-Bahnhof Schwanthalerhöhe) etwa sind aktuell sogar Sitzplätze frei.

10.34 Uhr: Auch die Zelte sind mittlerweile gerappelt voll – hier ein Bild aus dem Hofbräu-Festzelt.

Weitere Bilder vom ersten Wiesn-Tag.
Volles Haus im Hofbräu-Festzelt. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

10.10 Uhr: Wie überall in München gibt es auch in der Isarvorstadt kurzfristig entstandene und temporäre "Trachten-Läden". Das Highlight hier: Ein komplettes Trachten-Set für 65 Euro – die AZ sagt: Einfach nur greislig! Allgemein ist es rund um den Goetheplatz vergleichweise ruhig – und das keine fünf Minuten von der Wiesn entfernt.


Für die ganz Spontanen! Dirndl-Verkauf in der Häberlstraße. Foto: pm

10.07 Uhr: Vom vorhergesagten Schmuddel-Wetter ist bisher noch nichts zu sehen – bei leicht bewölktem Himmel scheint die Sonne auf München. Bisher meint's der Wetter-Gott noch gut mit der Wiesn!

9.52 Uhr: Fun Fact am Rande: Der tickernde Redakteur hätte die Möglichkeit gehabt, heute selbst im Bierzelt zu sitzen. Stattdessen hat er sich dann aber doch für die Redaktion entschieden. Statt Weißbier und Weißwurst am Morgen gibt's jetzt also schwarzen Kaffee – Lob für so viel Einsatz!

9.46 Uhr: Die Wiesn-Besucher sind mittlerweile auf dem Gelände, zurück bleiben Müll und leere Bierflaschen der Wartenden. Schad'!


Die Gäste gehen, die Reinigungskräfte kommen. Foto: ls

9.35 Uhr: Auch der Wagen des Hackerzelts ist mittlerweile auf dem Weg.


Der Wagen des Hackerzelts. Foto: ls

9.29 Uhr: Der Wagen des Armbrustschützenzelts steht schon am Platzl Hotel bereit. Vor dem Anstich findet traditionsgemäß der Einzug der Wiesnwirte auf die Theresienwiese statt.


Der Wagen des Armbrustschützenzelts. Foto: ls

9.22 Uhr: Die einen lieben die Wiesn, die anderen hassen sie – so sieht's auch in der AZ-Redaktion aus: Ein Pro und Contra zum Oktoberfest.

9.04 Uhr: Jetzt wird's ernst! Die Sicherheitskräfte öffnen die Eingänge – Tausende Besucher strömen nun auf das Gelände. Lautsprecherdurchsagen verkündeten in Deutsch, Englisch und Bairisch: "Liebe Festgäste, willkommen auf dem Oktoberfest. Wir öffnen jetzt das Festgelände."

8.55 Uhr: Die Sicherheitskräfte am Hauptbahnhof stehen schon bereit. Kein Wunder: Die Menschenmassen in den U-Bahnen führen von dort direkt zur Theresienwiese.


Der U-Bahnhof am Hauptbahnhof gegen 8.30 Uhr. Foto: jho

8.46 Uhr: Die ersten wartenden Besucher in der Schlange müssen sich erleichtern – das Bier am frühen Morgen zeigt seine Wirkung. Doch das kann auch ganz schnell mal teuer werden – Wildbieseln auf der Wiesn kostet nämlich bis zu 100 Euro. Infos zu anderen Oktoberfest-Vergehen und ihren Strafen gibt's hier.

8.42 Uhr: Eine Frage, die immer unweigerlich mit dem Anstich verbunden ist: Wie viele Schläge braucht der Münchner Oberbürgermeister diesmal beim Anzapfen? Denn die Zahl der Schläge, die ein Stadtoberhaupt braucht, prägt sein Ansehen in der Stadt mit.

Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) ist in gewisser Weise Rekordhalter. Außer bei seiner ersten Wiesn 2014 hat er stets nur zwei Schläge gebraucht. Der einzige andere OB, der das Fass mit zwei Schlägen anzapfte, war sein Vorgänger Christian Ude (SPD), der 2005 erstmals mit zwei Schlägen auskam. Er hatte aber dazu etliche Jahre gebraucht – und gehörig Lehrgeld gezahlt: In seinem ersten Amtsjahr 1993 ertönten "Aufhören, Aufhören"-Rufe – sieben Schläge.

Um derartige Blamagen zu vermeiden, trainieren die Oberbürgermeister seit vielen Jahren vor dem Fest. Anzapf-Trainer ist ein erfahrener Brauer. Begründet hat das Anzapf-Ritual 1950 Oberbürgermeister Thomas Wimmer (SPD). Er brauchte damals 19 Schläge. Er hatte vorher offensichtlich nicht geübt.

8.37 Uhr: Wahnsinn rund um die Theresienwiese! Die Schlangen werden länger und länger. Lang dauert's aber nicht mehr – um 9 Uhr dürfen die Besucher endlich aufs Gelände.

8.34 Uhr: Lust auf Wiesn, aber noch keine Ahnung wohin? Kein Problem! Promis, Fahrgeschäfte, Zelte – die AZ-Redaktion präsentiert hier ihre Tipps.

8.26 Uhr: So, liabe Leit – jetzt gibt's das geballte Info-Paket zur Wiesn im Überblick:

Viel Spaß beim Lesen!

8.20 Uhr: Egal, ob schon in Tracht auf der Wiesn oder daheim am Frühstückstisch. Ein mehr als netter Zeitvertreib ist unser "How to Wiesn"-Video allemal. Viel Spaß beim Anschauen!

7.56 Uhr: Wenig überraschend: Bereits in den frühen Morgenstunden haben sich an den Eingängen lange Warteschlangen gebildet. Mehr als fünf Stunden vorm Anstich warteten bereits mehrere Hundert Menschen bei greisligem Herbstwetter auf den Einlass, viele hatten Brotzeit mitgebracht – einige glühten mit mitgebrachtem Bier vor. Die meisten Besucher hatten mitgedacht und Rucksäcke und größere Taschen zu Hause gelassen. Diese sind wie in den Vorjahren aus Sicherheitsgründen verboten.

Apropos greisliges Herbstwetter: Wer wissen möchte, wie das Wetter am ersten Wiesn-Wochenende wird, klickt am besten hier.

7.43 Uhr: Servus beinand und herzlich willkommen zum Anstich-Liveticker der AZ. In etwas mehr als vier Stunden wird Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter das erste Fass im Schottenhamel-Festzelt anzapfen. Bis dahin und natürlich auch danach versorgen wir Sie hier mit den wichtigsten und aktuellsten News rund von der Theresienwiese!

 

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