Oktiberfest Bayern und die Wiesn: Vier, fünf, gwunna!

„Eine Stunde mit dem Auto“, sagt Franck Ribéry. Seine Augen glänzen. Er denkt an seine Heimat, sagt: „Es ist schön, wieder hier zu sein und den französischen Norden zu spüren.“ So nah ist er in seiner Profikarriere nie an das raue Städtchen seiner Kindheit gekommen als nun im Zuge der Champions-League-Partie. Lille – auch ein Stück Heimat, ein unschönes jedoch. Foto: Wackerbauer

Thomas Müller verspricht den nächsten Sieg – „damit den Fans auf der Wiesn das Bier schmeckt“. Hier finden Sie Bayerns ultimativen Wiesn-Fahrplan: Wilde Maus mit Franck Ribéry, Jupps Teufelsrad, Riesenrad mit Matthias Sammer.

 

Die Worte vom Boss haben alle noch im Ohr: „Es ist noch eine lange Strecke“, mahnte Karl-Heinz Rummenigge nach dem 2:0 auf Schalke, und Sportvorstand Matthias Sammer unkte mit: „In München denkt jeder, das ist eh schon erledigt.“ Er meinte die Partie gegen den VfL Wolfsburg (20 Uhr, Allianz Arena), über die Thomas Müller auf Facebook schrieb: „Gegen Wolfsburg wollen wir natürlich unsere Siegesserie fortsetzen. Damit den Bayern-Fans auf der Wiesn auch das Bier schmeckt...“
In 15 Gastspielen hat Wolfsburg nur einen Punkt ergattert: 2001 beim wilden 3:3. Bei den letzten neun Auftritten kassierte der VfL mindestens zwei Gegentore - so in etwa stellt sich das der Bayern-Fan jetzt auch wieder vor. Und da es das erste von zwei Wiesn-Heimspielen ist, kann sich Fan ebenda prima auf die Partie einstimmen:
Erst mal Wilde Maus: Franck Ribéry ist nach Oberschenkelproblemen wieder mit von der Partie und brennt darauf, mit der Wolfsburger Defensive ordentlich Achterbahn zu fahren. Am Samstag tankte der Franzose mit Gattin Wahiba Belhami im Käfer-Zelt Wiesn-Stimmung (wie auch Mario Gomez), doch nun zieht es ihn wieder auf den Rasen. Vielleicht darf auch die andere wilde Bayern-Maus mitwuseln: Xherdan Shaqiri.
Pflicht ist auch das Teufelsrad: An dem dreht neuerdings ein Rheinländer namens Josef „Der Rotator“ Heynckes, und er tut das mit einer Geschwindigkeit und Unberechenbarkeit, dass der Einsatz von Ersatzkeeper Tom Starke als höchstwahrscheinlich gilt.
Zum Runterkommen: rauf aufs Riesenrad. „Think big“ hieß vor der Saison die Bayern-Devise, als man in Matthias Sammer und ein paar andere Hochkaräter investierte. Da kann man jetzt schon mal in aller Ruhe das ganz große Rad drehen.
Auf der Krinoline trifft man die Bayern-Bosse. Wilde Ausschläge im Saisonverlauf sind heuer nicht zu erwarten. Uli Hoeneß und Kalle Rummenigge genügt diesmal ein ganz leichtes, entspanntes Auf und Ab. Ab natürlich nur zum Ein- und Aussteigen.
Der Freefall ist eher was für die Gäste. Für den VfL könnte es steil bergab gehen: Im Fall einer Niederlage droht der Sturz auf einen Abstiegsrang.
Gleiches gilt für Hau den Lukas: So dürfte sich am späten Dienstagabend die Magath-Truppe im Allgemeinen und VfL-Keeper Diego Benaglio im Besonderen fühlen.
Die Geisterbahn heben wir uns fürs Frühlingsfest auf: zur Final-Revanche gegen den FC Chelsea.
Dafür lieber noch kurz zur Blaskapelle ins Bierzelt. Über kurz oder lang kommt garantiert das passende Lied: „Heit is so a schena Dog!“

 

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