Obenauf und unten durch TSV 1860: Die Gewinner und Verlierer des Löwen-Trainingslagers

Gewinner und Verlierer bei 1860 (v.l.): Sascha Mölders, Fabian Greilinger, Nico Karger und Markus Ziereis. Foto: sampics (3), R’steiner/bd. Augenklick

Sechs Tage Trainingslager liegen hinter den Löwen, die AZ zeigt die Gewinner und Verlierer von Windischgarsten. Vor allem Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel muss viel Kritik einstecken.

 

München - Endspurt! Zwei Trainingswochen haben Trainer Daniel Bierofka und seine Löwen noch Zeit, bevor es heißt: Auftakt! Am Freitag, den 19. Juli, um 19 Uhr wird es ernst: Preußen Münster kommt auf Giesings Höhen – zum Premierenduell der Saison 2019/20 um Sieg oder Niederlage.

Bierofka: "Die Mannschaft hat einen guten Spirit"

Stichwort Gewinner und Verlierer: In sechs Tagen Trainingslager des TSV 1860 taten sich einige Protagonisten hervor. "Es waren sechs super Tage für uns. Die Mannschaft hat einen guten Spirit", erklärte Bierofka lobend: "Die Jungen verhalten sich sehr gut, die Alten nehmen sie an die Hand. Genau so muss es sein." Von eitel Sonnenschein sind die Sechzger aber weit entfernt.

Die AZ zeigt, wer in Windischgarsten positiv wie negativ aufgefallen ist – und die Konsequenzen.

Die Gewinner des Löwen-Trainingslagers

Sascha Mölders: Anführer, Torjäger, Zerstörer: Auch mit 34 Jahren ist der Ex-Bundesligastürmer noch unersetzlich. Sahne-Lupfer beim 3:0-Sieg im letzten Testspiel gegen den österreichischen Erstliga-Absteiger SV Ried, ein "sehr schönes Tor" (Zitat Bierofka). Insgesamt sieben Treffer in der Vorbereitung. Sein Knochenödem im Oberschenkel? Derzeit scheint es Alphatier Mölders nicht zu behindern. Der alte Mann kann nicht mehr? Oh doch, er kann! Noch.

Dennis Erdmann: Der Neulöwe hat bei vielen Fans mit seinem Sprüche-Feuerwerk gepunktet. Die Wahrheit liegt freilich nicht auf der Zunge, sondern auf dem Platz. Dort zeigte sich der Innenverteidiger, der vom 1. FC Magdeburg zum TSV 1860 wechselte, gegen Blau-Weiß Linz (0:1) unauffällig. Gegen Ried sah es schon besser aus: Kämpfer, Stabilisator – seinen Stammplatz hat er mangels Konkurrenz sicher.

Fabian Greilinger: Der 18-Jährige wurde von Bierofka und Gorenzel wiederholt gelobt. Zwei Vorbereitungs-Tore, enorme Schnelligkeit und laut Bierofka eine schon erstaunliche Robustheit: Greilinger hat gegen Münster gute Chancen auf einen Sprung ins kalte Wasser – auf der Position des verletzten Nico Karger.

Die Verlierer des Löwen-Trainingslagers

Markus Ziereis: Der 26-Jährige gibt sich nicht auf. Mit acht Treffern Top-Torjäger der Vorbereitung. Ein Titel, den Ziereis schon einmal trug. Und trotzdem Verlierer? In Sechzigs erster Drittliga-Saison spielte Ziereis kaum eine Rolle. Jetzt droht ihm dasselbe Schicksal, denn: Gorenzel sprach ihm die nötige Athletik ab. Vielmehr brauche man an vorderster Front dringend noch einen Angreifer. Ziereis wird es vernommen haben – und trotz seiner Treffer (gegen unterklassige Gegner) wohl wieder auf der Bank schmoren.

Nico Karger: Der Flügelspieler musste aus dem Trainingslager abreisen. Muskelsehnenverletzung, mehrere Wochen Pause. In den sozialen Medien postete der 26-Jährige ein Foto, das ihn wie einen begossenen Pudel am Boden zeigt. So fühlt er sich wohl auch. Zu allem Überfluss zog seine Verletzung Zwietracht nach sich.

Günther Gorenzel: Womit wir beim Geschäftsführer Sport wären: Der Österreicher kam als gefeierter "Einfädler" des Trainingscamps – und er fuhr als frustrierter und kritisierter Mann wieder nach München. Das Problem des Sportchefs: Er kann sich kaum an seiner Arbeit messen lassen, da Sechzig kaum Transfers tätigen kann. Seine Aussagen, Aaron Berzel (Deal vor Abschluss) und Sascha Marinkovic (wird kein Löwe, die AZ berichtete) seien Ergänzungsspieler und man brauche dringender einen Stoßstürmer, waren ungeschickt – und haben Chefcoach Bierofka wohl genauso wenig erfreut wie Gorenzels Rundum-Kritik an Bierofka, dessen Betreuerteam und der medizinischen Abteilung bezüglich des vorschnellen Karger-Comebacks. Allen voran Bierofka und Gorenzel müssen Einigkeit demonstrieren, soll es denn klappen mit dem guten Spirit – und dem Klassenerhalt.

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