"Ob das immer statutengerecht ist ... " Ex-Schalker Christian Heidel kritisiert die Transferpolitik des FC Bayern

Kritisiert die Transferpolitik des FC Bayern: Christian Heidel. Foto: dpa/Tobias Hase

Schalkes ehemaliger Sportvorstand Christian Heidel hinterfragt in einem Interview die Transferstrategie des FC Bayern. "Die dicke Kohle fließt ins Ausland."

 

München - Der ehemalige Bundesliga-Manager Christian Heidel hat den FC Bayern wegen seiner Transfers kritisiert.

"Die Bayern fahren inzwischen leider die Politik, auf dem deutschen Markt nichts mehr oder kaum was zahlen zu wollen, und sichern sich Top-Bundesligaspieler sehr früh, um sie dann ablösefrei zu übernehmen. Ob das immer statutengerecht ist, interessiert niemand", sagte Heidel dem "kicker": "Die dicke Kohle fließt, wie zum Beispiel bei Hernandez, ins Ausland."

Bayern verpflichtete Nübel und Goretzka ablösefrei

Heidel hatte als Sportvorstand von Schalke 04 Nationalspieler Leon Goretzka ablösefrei an die Münchner verloren. Im Sommer wechselt auch Torwart Alexander Nübel ohne Ablöse zum FC Bayern, weil Heidel eine rechtzeitige Vertragsverlängerung versäumt hatte.

Im vergangenen Jahr hatte der Rekordmeister den französischen Weltmeister Lucas Hernández von Atletico Madrid für 80 Millionen Euro verpflichtet, allerdings zahlten die Münchner in den vergangenen Jahren auch an Bundesliga-Konkurrenten zweistelligen Millionenbeträge: für Benjamin Pavard (VfB Stuttgart) und Mats Hummels (Borussia Dortmund) je 35, Niklas Süle und Sandro Wagner (TSG Hoffenheim) zusammen 33 sowie Michael Cuisance (Borussia Mönchengladbach) zwölf Millionen Euro.

Ablösefrei wechselte seit 2016 neben Goretzka lediglich der Hoffenheimer Sebastian Rudy nach München.

 

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