Neun Spiele in 29 Tagen Hammermonat für FC Bayern: April? April!

Neun Spiele bestreitet der FC Bayern insgesamt im April - in drei Wettbewerben, in nur 29 Tagen. Foto: firo/Augenklick, AZ-Grafik

Der FC Bayern bestreitet im Monat der Wahrheit neun Spielen in 29 Tagen. "Es wird hochinteressant", sagt Thomas Müller – aber auch sehr belastend. Carlo Ancelotti ist der große Trumpf im Triple-Kampf.

 

München - Wenn nicht mal mehr eine Länderspielpause den FC Bayern aufhalten kann, wer dann überhaupt noch? Er habe "Angst", hatte Trainer Carlo Ancelotti zuletzt zugegeben, ehe zehn seiner Stars auf Reisen gingen, um nationale Pflichten zu erfüllen.

WM-Quali, umkämpfte Spiele, dazu diese Verletzungsquote, über die sich Ancelotti und Vorstand Karl-Heinz Rummenigge immer wieder aufregten, wenn Bayern-Stars lädiert zurückkamen: Wie sollte das nur gut gehen? Nun weiß man: Es ist tatsächlich gut gegangen.

Kein Bayern-Star hat sich nach aktuellem Erkenntnisstand beim Nationalteam verletzt, alle Mann sind fit für den Monat April, in dem für die Bayern (Vor-)Entscheidungen in drei Wettbewerben anstehen. "Es wird ein hochinteressanter Monat", sagt Thomas Müller. Einer, in dem die Bayern dem Triple nahekommen – aber auch zwei Titel verspielen können.

April? April! Der eine Titel, die fünfte Meisterschaft in Folge, ist den Bayern sicher. Das sagen die Bayern selbst. Er nehme schon Glückwunsche zum Titel entgegen, erklärte Präsident Uli Hoeneß zuletzt. Kapitän Philipp Lahm meinte: "Mit der Qualität unserer Mannschaft dürfen wir uns das nicht mehr nehmen lassen."

Am 8. April könnte der Titel perfekt sein

13 Punkte beträgt der Vorsprung auf den Zweiten RB Leipzig vor dem Spiel gegen den FC Augsburg am Samstag (15:30 Uhr/Sky und im AZ-Liveticker), schon im Heimspiel gegen Dortmund am 8. April könnte der Titel rechnerisch perfekt sein – sofern Leipzig aus drei Spielen maximal drei Punkte holt und die Bayern dreimal gewinnen.

Möglich. Doch der April hat mehr zu bieten als die Meisterschaft, viel mehr. Neun Spiele bestreitet die Ancelotti-Elf insgesamt, in drei Wettbewerben, in nur 29 Tagen. Heißt: Von nun an gibt es bis Anfang Mai an nur noch Englische Wochen.

Toll für alle Bayern-Fans und die Hotelliebhaber im Kader, gewöhnungsbedürftig für nicht ganz so fußballaffine Freundinnen und Heimschläfer. Das Schöne (oder Schlimme, je nach Perspektive): Sollten die Bayern das Champions-League-Halbfinale erreichen, geht es im Mai gleich mit den nächsten Englischen Wochen weiter.

Heißes Los Real

Davor muss allerdings Real Madrid eliminiert werden. Das Königsklassen-Duell mit den Königlichen (12. und 18. April) ist das klare April-Highlight. "Ein schönes Los", sagte Franck Ribéry zur AZ. "Die müssen wir schlagen." Mit Ancelotti, dem Ex-Real-Coach auf der Bank.

Und mit Revanchegelüsten, nachdem in den vergangenen drei Jahren jeweils gegen ein spanisches Team Schluss war in der Champions League: 2014 gegen Real, 2015 gegen den FC Barcelona, 2016 gegen Atlético. Jedes Mal allerdings erst im Halbfinale und mit einem anderen Trainer: Pep Guardiola.

Unter dem Katalanen machte sich in seinen drei Jahren bei den Bayern stets eine Frühjahrsmüdigkeit breit, als es in die K.o.-Spiele ging. Nun haben die Bayern laut Rummenigge einen Frühjahrsexperten als Coach.

"Wer Carlos Karriere verfolgt hat, der weiß: Die Zeit, die jetzt ansteht, in der es wärmer wird, in der es anfängt zu grünen und zu blühen – das ist die Ancelotti-Jahreszeit", sagte der Vorstandsboss. Die Zeit, in der die Titel vergeben werden. Natürlich auch im DFB-Pokal, dort aber erst Ende Mai (27.5.).

Zuvor treffen die Bayern im Halbfinale auf Dortmund (26. April). Ein pickepackevoller Monat – aber keiner, der Angst bereitet. Auch deshalb, weil es mit den Länderspielpausen für diese Saison vorbei ist.

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