Nachfolger gesucht Vorstandsboss beim FC Bayern: Rummenigge macht sich für Kahn stark

Der aktuelle Bayern-Boss – und sein Nachfolger? Karl-Heinz Rummenigge (l.) und Oliver Kahn. Foto: imago/Sven Simon

"Es sollte schon jemand sein, der Fingerspitzengefühl im Fußball hat", sagt Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge über einen möglichen Nachfolger – und bringt Ex-Torhüter Oliver Kahn erneut als Kandidaten ins Spiel.

 

München/Düsseldorf - Zumindest finanziell ist Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge mit dem FC Bayern zufrieden – mehr Kopfzerbrechen dürfte da schon die Frage seiner Nachfolge machen. "Unser Umsatz wird in diesem Jahr die 700 Millionen reißen. Wirtschaftlich wird das ein sehr gutes Jahr", sagte der Bayern-Vorstandschef am Donnerstag auf dem Branchenkongress Spobis in Düsseldorf. Auf der Jahreshauptversammlung im November hatte der Verein für die Saison 2017/18 einen Rekordumsatz von 657,4 Millionen Euro (2016/17: 640,5) gemeldet. Dazu floss ein satter Gewinn von 29,5 Millionen Euro auf das Festgeldkonto.

Rummenigge: Nachfolger muss frühzeitig gesucht werden

Trotz des anhaltenden Wachstums und der jüngsten Verlängerung seines Vertrags bis Ende 2021 hofft Rummenigge auf eine baldige Lösung der Zukunftsfragen an der Klubspitze. "Der Verein tut gut daran, meinen Nachfolger bald in den Klub zu integrieren. Du musst dich schon vorbereiten auf den Job. Ich kann nicht am Dienstag aufhören, und am Mittwoch kommt der Nachfolger", sagte der 63-Jährige.

Rummenigge ist seit 2002 im Amt. "Irgendwann muss man diesen Übergang vorbereiten und vollziehen. Ich habe keine Problematik damit. Ich bin nicht so vermessen zu sagen, ich bin nicht ersetzbar", sagte Rummenigge. Er sei sicher, dass der Aufsichtsrat der Münchner, der von Bayern-Präsident Uli Hoeneß (67) geführt wird, die beste Option für seine Nachfolge finden werde. "Das werden wir bewältigen, es wird nahtlos weitergehen."

Rummenigge empfiehlt Kahn

Rummenigge hält einen Quereinsteiger nicht als Amtserben geeignet und empfahl stattdessen erneut den früheren Bayern-Torwart Oliver Kahn. "Es sollte schon jemand sein, der Fingerspitzengefühl im Fußball hat. Und wenn er auf höchstem Niveau gespielt hat wie ein Oliver Kahn, ist das auf jeden Fall ein Vorteil", sagte der frühere Nationalspieler.

Amtsmüde sei er aber noch nicht, versicherte Rummenigge. "Mein vorletzter Gedanke, bevor ich meiner Frau Gute Nacht sage, ist, was morgen bei Bayern München auf dem Programm steht. Ich empfinde das mit einer gewissen Dankbarkeit", sagte der Bayern-Chef. Die Spiele der Münchner seien weiter "Highlights" für ihn. "Wenn ich merken würde, das interessiert mich nicht mehr, würde ich von Montag auf Dienstag aufhören. Dann würde ich zu Uli Hoeneß gehen und sagen, du musst dir einen anderen suchen", sagte Rummenigge.

 

9 Kommentare

Kommentieren

  1. Ihr Pseudonym sowie weitere Daten können Sie in Ihrem Benutzerkonto ändern. Dieses finden Sie oben rechts .

loading